Wohnen in Freiburg

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Wohnen in Freiburg – Was es kostet und was die Stadt so besonders macht

Mit etwa 215.000 Einwohnern ist Freiburg im Breisgau die viertgrößte Stadt in Baden-Württemberg. Sie ist zugleich die südlichste Großstadt der Bundesrepublik Deutschland. Mehr als 3 Millionen Besucher aus aller Welt reisen jährlich in die Stadt, die unmittelbar am Fluss Dreisam liegt. Besonders attraktiv ist die gut erhaltene Altstadt. Wahrzeichen sind der Münster sowie der Bächle. Freiburg im Breisgau ist zudem eine klassische Universitätsstadt. Die Albert Ludwigs Universität, die im Jahr 1457 gegründet wurde, zählt in dem Bundesland nach wie vor zu den renommiertesten Hochschulen. Eine weitere Besonderheit der Großstadt besteht darin, dass sie zu den sonnenreichsten Städten der Republik zählt. Durchschnittlich dürfen sich Einwohner, aber auch Touristen, über 1650 Sonnenstunden pro Jahr freuen. Und die warmen Tage des Jahres bieten ausreichend Möglichkeiten, um die verschiedenen Facetten der Region zu erkunden.

Das Umland von Freiburg im Breisgau:

Freiburg liegt am Fuße des Hochschwarzwaldes. Daraus ergibt sich ein natürliches Panorama. Vor allem Wanderfreunde fühlen sich in der hügeligen Landschaft, die zahlreiche Wanderwege und viele Gebirgsflüsse bietet, sehr wohl. Die natürliche Lage schafft einen freundlichen Kontrast zwischen Großstadt und einer ländlichen Kultur. Besonders imposant ist der Gipfel „Schauinsland“, der mit 1284 m zugleich zu den höchsten Erhebungen des Schwarzwaldes zählt. Das hügelige Umland hat auch Einfluss auf den innerstädtischen Charakter genommen. Innerhalb des Stadtgebietes ist ein Höhenunterschied von mehr als 1000 m zu messen. Im bundesweiten Vergleich liegt die Großstadt damit auf dem ersten Platz. Gemeinsam mit den Landkreisen Breisgau und Emmendingen bietet die Region Freiburg mehr als 630.000 Einwohnern eine Heimat. Dennoch ist die Stadt ihrer altehrwürdigen Tradition im Stadtbild treu geblieben.

Das städtische Zentrum von Freiburg:

Im Mittelpunkt des Stadtzentrums verläuft die belebte und beliebte Einkaufsstraße. An dieser Stelle haben sich alle namhaften und bekannten Bekleidungsgeschäfte, Juweliere, Einzelhändler sowie andere Fachgeschäfte niedergelassen. Beeindruckend ist jedoch, dass neben diesen modernen Baukomplexen die historischen Bestandteile der Stadt, soweit es möglich gewesen ist, aufrechterhalten wurden.

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Das absolute Wahrzeichen der Stadt ist der Freiburger Münster. Dabei handelt es sich um eine römisch-katholische tierische, die zum größten Teil im gotischen Stil gebaut wurde. Aufgrund seiner Größe ist der Freiburger Münster nahezu von allen Punkten der Stadt gut sichtbar. Vor allem Touristen genießen den regelmäßig auf dem Vorplatz stattfindenden Markt in romantischer Atmosphäre.

Eine weitere Sehenswürdigkeit Freiburgs ist das Historische Kaufhaus, das im Jahr 1532 erbaut wurde. Kennzeichen dieses Gebäudes sind die an der Hausfront angebrachten Skulpturen. Sie zeigen habsburgische Herrscher der vergangenen Tage. Zudem macht die blutrote Farbe das Gemäuer unverwechselbar. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Wentzingerhaus, dass im Jahre 1761 von Johann Christian Wentzinger erbaut wurde. Das Haus wurde durch die Bombenanschläge des Zweiten Weltkrieges weitestgehend verschont. Es ist daher nach wie vor im Originalzustand zu bewundern. Charakteristische Eigenschaft ist neben der auffälligen Fassade, die vom Barock geprägt ist, das aufwändig gestaltete Treppenhaus. Wer sich näher mit der Historie der Stadt auseinandersetzen möchte, sollte einen Blick in das Innere des Gebäudes werfen, da hier das Museum für Stadtgeschichte integriert wurde.

Die gesamte Altstadt wird zudem von einem weiteren Wahrzeichen begleitet, dem Freiburger Bächle. Dabei handelt es sich um einen Wasserlauf, der mit dem Wasser der Dreisam gespeist wird. Die Wasserrinne verläuft sodann in sämtlichen Gassen und Straßen der Altstadt. Immerhin beträgt die Gesamtlänge 15,5 km, wobei ein Drittel unterirdisch verläuft.

Da Freiburg eine klassische Universitätsstadt ist, ist ein Besuch des Kneipenviertels zu empfehlen. Vor allem an warmen Sommertagen spielt sich das Leben bis in die frühen Morgenstunden auf den Straßen des Kneipenviertels ab. Die Kneipen sind zum Teil sehr urig gestaltet und tragen somit zum historischen Stadtbild bei. Hier treffen sowohl Einheimische als auch Touristen gerne aufeinander, um das Leben unbeschwert zu genießen.

Wohnen in Freiburg:

Obwohl Freiburg eine Studentenstadt ist, sind die Mietpreise vergleichsweise hoch. Bei einem bundesweiten Vergleich belegt die Stadt den 20. Platz. Der Mietspiegel liegt bei 6,92 € pro Quadratmeter und übersteigt den bundesweiten Schnitt um etwa 15 %. Damit liegt Freiburg im Breisgau jedoch hinter stecken, die den bundesweiten Durchschnitt um bis zu 42 % überbieten können. Die Wohnungskosten in München, Köln oder auch Düsseldorf sind deutlich höher. Allerdings steigen die Mieten durchschnittlich weiter an. Einer Studie zufolge kostet das Wohnen durchschnittlich 43,8 % vom Nettoeinkommen. Wie in allen Großstädten ist jedoch zwischen den einzelnen Stadtteilen zu unterscheiden. Da die Hochschule bei den Studenten sehr beliebt ist, sind günstige Wohnungen andererseits sehr gefragt. Dementsprechend kann es sich lohnen, sich frühzeitig mit der Wohnungssuche auseinanderzusetzen. Alternativ bietet sich auch das Umland der Region zum Wohnen an.