Qualitätsunterschiede bei Matratzen

Qualitätsunterschiede bei Matratzen – Worin unterscheiden sich Billigmatratzen von Qualitätsmatratzen ?

Leider lässt sich die Qualität einer Matratze kaum an ihrem Preis ablesen. Was man dennoch für eine gute Matratze ausgeben und worauf beim Kauf geachtet werden sollte, erläutert der nachfolgende Artikel.

© detailblick - Fotolia.com

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Keine Chance für Billigmatratzen – die wichtigsten Kriterien und Tipps für den Kauf

Billige, minderwertig verarbeitete Matratzen werden heutzutage leider immer noch viel zu oft verkauft. Regelmäßig ist es der Fall, dass Discounter Matratzen im Angebot haben, die zwar preislich attraktiv sind, aber dennoch nicht unbedingt Gutes für den Körper tun. Fest steht, dass eine gute Matratze nicht allzu billig sein darf. Im Preissegment der Modelle unter 200 Euro gibt es nur sehr wenige Modelle, die bei Tests von unabhängigen Verbrauchsportalen gute Ergebnisse erzielten. Die häufigste Kritik: In der Seitenlage sinken Schultern und Becken des Liegenden nicht optimal in die Matratze ein. Daher eignen sich derart günstige Modelle eher für Menschen, die auf dem Rücken schlafen, da sie für die Wirbelsäule eine recht hohe Stabilität bieten, weil diese kaum einsinkt.

Gute und langlebige Kaltschaummatratzen kosten im Durchschnitt zwischen 200 und 500 Euro. Auf diesen Modellen können sowohl Rücken- als auch Seitenschläfer recht entspannt schlafen. Zahlreiche Matratzen, die mit Visko-Schaumstoff gefüllt sind, erhielten gute Test-Urteile in den letzten Monaten. Wichtig ist, dass sich keine Liegekuhlen bilden bzw. die Matratzen während der Dauerprüfung an Härte verloren.

In der Gruppe der gehobenen Kategorie, bei Preisen ab etwa 500 Euro, gibt es Taschenfederkernmatratzen, die als besonders hochwertig gelten. Natürlich sollte jedoch auch hier differenziert vorgegangen werden, denn nicht jedes Modell ist gleich gesund für den Menschen. Das beweist, dass der Preis recht wenig über die Qualität einer Matratze aussagen kann – in erster Linie hängt es vom Komfort bzw. von der benötigten Unterstützung des Körpers ab.

Es ist zugegebenermaßen nicht unbedingt leicht, beim Kauf einer Matratze sofort das Passende zu finden. Fest steht jedoch, dass man mit einer guten PUR-Schaum- bzw. Kaltschaummatratze nicht viel falsch machen kann, sofern diese ein Raumgewicht von mindestens RG 35 und auch einen für die eigenen Bedürfnisse passenden Härtegrad besitzt. Aus ergonomischer Sicht recht sinnvoll werden sogenannte viscoelastische Matratzen bezeichnet, die aber dafür natürlich auch nicht unbedingt günstig sind. Ganz ähnlich kann es sich bei Latexmatratzen verhalten: Weil dieses Material nicht – wie vergleichsweise Kaltschaum – atmungsaktiv ist, müssen ausreichend viele Bohrungen im Latexkern vorhanden sen.

Genau wie auch Latexmatratzen verschwinden Federkernmodelle mehr und mehr aus den Sortimenten der Hersteller und sind daher auch nicht unbedingt zu empfehlen. Auch Wasserbetten, die recht beliebt geworden sind, erfüllen nur selten die Anforderungen für einen gesunden Schlaf – und sind gleichzeitig im Unterhalt nicht preiswert. Ein sehr gutes Wasserbett ist keine preiswerte Investition, berücksichtigt werden müssen hier auch die teilweise auftretenden Energiekosten für die Beheizung des Wasserbetts.

Beim Kauf einer Matratze sollte natürlich auch der Härtegrad eine wichtige Rolle spielen – denn nur damit lässt sich eine ideale Haltbarkeit der Matratze bzw. ein optimaler Komfort gewährleisten. Man sollte sich hier keinesfalls von einem Verkäufer sagen lassen, dass manche Matratzen für jedes Körpergewicht geeignet sind – dies stimmt einfach nicht, denn ansonsten wäre der Härtegrad schlichtweg überflüssig.

Die Liegezonen sind ein weiterer Faktor für den Kauf. Eine Matratze wird immer in eine bestimmte Liegezone unterteilt, wobei die Zonen 3, 5 un d 7 besonders häufig auf dem Markt vertreten sind. Welche Liegezone die beste ist, bemisst sich nicht an der Zahl, sondern auch wie die Verarbeitung der Matratze erfolgt ist und wie die Funktionsweise des Produktes aussieht. Abhängig vom Material bzw. der Bauart könnte hier beispielsweise auch eine Matratze, die ganz ohne Liegezonen auskommt, die bessere Wahl als ein Modell mit sieben Zonen sein.