Kerzenständer – Alles was Sie drüber wissen müssen

Der Kerzenständer im Wandel der Zeit ist mit der Entstehungsgeschichte der Kerze eng verknüpft. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar. Die Sehnsucht nach Licht war von alters her dem Mensch angeboren. Dabei spielt die Kerze eine besondere Rolle im Leben der Menschen. Ihr Licht verbreitet eine anheimelnde und beruhigende Atmosphäre. Und das wissen die Menschen gerade in der heutigen Zeit besonders zu schätzen, die von Hast, Hektik und Unruhe geprägt ist.

Das Wort ist übrigens vom lat. Cereus (Wachslicht) abgeleitet. Im 1./2. Jahrhundert n. Chr. wird die Kerze bereits beschrieben als kurzlebiges Licht. Etwa Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. waren bei den Römern niedrige Wachskerzen schon so weit entwickelt, dass sie auch in geschlossenen Räumen brennen konnten, da sie nicht mehr das übermäßige Rußen und den üblen Geruch von Fackeln erzeugten. Kerzen wurden früher, neben Öl-, Fackeln und Talglampen, hauptsächlich als Lampen für die Lichterzeugung verwendet und dienten damit für die Beleuchtung. Heute werden sie vorwiegend nur noch zur Dekoration und Ausschmückung von Räumen verwendet, aus den unterschiedlichsten Anlässen, sowohl im häuslichen Bereich wie auch in Kirchen, bei Empfängen aller Art und bei Festen, um eine feierliche und entspannte Atmosphäre zu erzeugen.

Mit den Jahrhunderten und ihren jeweiligen künstlerischen und technischen Möglichkeiten entwickelten sich auch die Ständer für die Kerzen, angefangen von einfachen Untersätzen und Schalen aus den jeweils zur Verfügung stehenden Materialien, bis zu künstlerisch gestalteten Kerzenhaltern in allen möglichen Variationen. Sie waren Ausdruck ihrer jeweiligen Epoche. Die dabei verwandten Materialien wurden immer kostbarer und wertvoller, wie Glas, Silber, Marmor oder Messing, um hier nur einige zu nennen. Die Kerzenständer entwickelten sich zu wahren Kunstwerken.

In der Neuzeit ist man jedoch wieder nüchterner geworden und zu glatten und klaren Formen übergegangen, wobei der Verwendungszweck bei der Gestaltung die ausschlaggebende Rolle spielt. Man ist nüchterner in der Denkweise und ihrer Umsetzung geworden, was vor allem auch in der Baukunst zu erkennen ist. Doch irgendwann wiederholt sich alles, wie wir ja auch in der Mode sehen. Die neuzeitlichen Gestaltungsmöglichkeiten, vor allem bei den Materialien, lassen hier aber noch viel Raum für Fantasie und Kreativität offen, auch bei den Kerzenständern.