Insektenhotels im Garten

Insektenhotels für den eigenen Garten kann man kaufen oder selber bauen.In den letzten Jahren haben die so genannten Insektenhotels mehr und mehr Einzug in die Gärten gehalten. Dabei reicht die Bandbreite von gekauften Unterkünften in Luxusausführung bis hin zu mit einfachen Mitteln selbstgebauten Absteigen für die Nützlinge. Im Wohnen.de Magazin beschäftigen wir uns intensiver mit der Thematik, geben viele Hintergrund-Informationen sowie Tipps zum erfolgreichen Aufstellen und Bau eines eigenen Insektenhotels.

 


Welche Gäste ziehen ins Insektenhotel ein?

Die meisten Insektenhotels, die käuflich erworben oder auch selbst gebaut werden, sind auf die speziellen Bedürfnisse von wildlebenden Bienen zugeschnitten. Einige Füllmaterialien und Bauweisen richten sich auch andere Insekten wie Marienkäfer, Florfliegen, Ohrwürmer oder Schmetterlinge. Insektenhotels eignen sich ideal für die Gestaltung von Naturgärten.


Exkurs: Über Wildbienen
Nützliche Wildbienen sollten in jedem Garten herzlich willkommen sein.Im Gegensatz zu den Honigbienen führen die meisten Wildbienen ein einzelgängerisches Leben. Sie schließen sich nicht zu großen Völkern zusammen, sondern tragen die Sorge für ihre Nachkommen alleine. Weibliche Wildbienen erreichen ein Alter von einem Monat bis drei Monate. Während dieser Zeit sind die Bienenweibchen darauf fokussiert, Nahrung zu suchen, ein Nest zu errichten und Eier abzulegen. Das Leben der männlichen Wildbienen ist allein auf die Fortpflanzung ausgerichtet.
Die Natur hat es so eingerichtet, dass die Bienenmännchen vor den Weibchen schlüpfen und so bereits vor den Nest-Ausgängen der weiblichen Bienen auf deren Herauskommen warten. Kurze Zeit nach der Paarung verenden die männlichen Wildbienen, während die Bienenweibchen sich voll auf den Nestbau konzentrieren.
In der freien Natur wählen Wildbienen in erster Linie Käferfraßgänge bzw. Wurmlöcher für ihre Nester aus, die innen stets glattwandig sind.
Sobald das Wildbienen-Weibchen ein akzeptables Nest gefunden hat, nimmt es eine Unterteilung in mehrere „Kinderzimmer“ vor. Die dafür notwendigen Wände fertigt es aus den Materialien an, die ihm gerade zur Verfügung stehen, wobei es auch artspezifische Unterschiede in den bevorzugten Rohstoffen zum Nestbau gibt. Zum Einsatz kommen beispielsweise Laub, Blütenblatt-Abschnitte, Holzspäne, Erde oder Harz. Wenn das Bienenweibchen eine Zelle fertiggestellt hat, versieht es diese mit einem Sekret, welches für einen Schutz vor Nässe und Pilzbefall sorgt. Danach legt es ein Ei darin ab, schafft Nahrung heran und verschließt die Zelle abschließend, bevor sie sich an das nächste „Kinderzimmer“ macht. Pro Ei sammelt das Weibchen Pollen und Nektar von bis zu 100 Blüten.
Wenn die Wildbienen-Larve aus dem Ei geschlüpft ist, beginnt sie die nahrhaften Vorräte zu verzehren. Nach drei bis vier Wochen sind die Vorräte erschöpft. Die Larve durchläuft mehrere Entwicklungsstadien bis sie sich schließlich verpuppt und in eine Biene „verwandelt“. Sicher im Kokon eingehüllt überdauert die Jungbiene den Winter in Dunkelheit, bevor sie im Frühjahr des Folgejahres (ab Ende März) aus der Nisthöhle herauskriecht und je nach Geschlecht ihren Teil zur Arterhaltung beiträgt.
Wildbienen produzieren keinen Honig, sind aber hinsichtlich des Blüten-Bestäubens genauso fleißig und effektiv wie die Honigbienen, weshalb sich Gärtner und Obstbauern gleichermaßen über die Anwesenheit von Wildbienen freuen. Man braucht sich auch keine Sorgen wegen Übergriffen durch die wilden Bienen machen, weil die Bienen ihre Nester nicht verteidigen und eigentlich nur bei ganz extremer Bedrängnis auch einmal zustechen können. Da die meisten Wildbienen nur einen sehr kurzen Stachel besitzen, schaffen sie es oft nicht einmal die menschliche Haut zu durchdringen. Der Stich einer Wildbiene (sofern sie dann durch die Haut kommt) ist verglichen mit dem einer Honigbiene oder Wespe nicht einmal halb so heftig und dauert auch nicht so lange an.


Wie werden Insektenhotels gebaut und eingerichtet?

Nisthilfen für Insekten - insbesondere für Wildbienen - kann man selber bauen oder fertig kaufen.Den Wildbienen ist es egal, ob es in einem Garten ein großes Luxushotel an einer Stelle oder viele kleine Nisthilfen an unterschiedlichen Plätzen gibt. Wichtig ist allein, dass die Bauweise und der gewählte Standort bzw. die gewählten Standorte stimmen.

Waagerechte Gänge werden von vielen Wildbienen-Arten gerne als Nisthöhlen genommen. Für kleinere Wildbienen eignen sich Reet/Schilf-Stängel oder Strohhalme, während größere Arten in ausgehöhlten Bambusrohren optimale Bedingungen zum Nisten vorfinden.

Weiterhin eignen sich auch andere trockene, hohle Stängel aus dem Garten für die Einrichtung eines Insektenhotels. Dazu zählen unter anderem die Stängel von Baldrian oder Liebstöckel. Wichtig ist, dass die „Tunnel“ einen kreisrunden Eingang, glatt strukturierte Innenwände und eine geschlossene Rückwand bieten. Derartige Niströhren lassen sich gut in Bündeln in alten Dosen oder in Hohl- sowie Lochziegeln unterbringen (siehe auch: Insektenhotels selbst bauen). Daneben kann man die gebündelten Röhren auch ohne zusätzliche „Umbauung“ waagerecht in Bäumen oder Sträuchern aufhängen.

Im Handel werden teilweise durchsichtige Niströhren angeboten, welche die Möglichkeit zur Beobachtung der Wildbienen-Entwicklung bieten sollen. Diese sind jedoch kaum empfehlenswert, da es hier aufgrund eines mangelnden Gasaustausches häufig zu einem Verpilzen und Absterben der Brut kommt.

Nicht alle Wildbienen bevorzugen hohle Stängel zum Nestbau. Einige Arten wie die Gemeine Maskenbiene legen ihre Nisthöhlen auch in markhaltigen Pflanzenstängeln an, wie sie etwa bei Brombeere, Himbeere, Distel oder Königskerze gegeben sind. Diese sollten allerdings aufrecht ausgerichtet werden (siehe auch: Insektenhotels selbst bauen).

Einige Wildbienen-Arten bauen ihre Unterkünfte lieber selbst. Dazu gehört zum Beispiel die Gemeine Pelzbiene die ihre Nisthöhlen in Steilwänden mit lockerer Erde gräbt, was unter anderem an Hangabbrüchen der Fall ist. Auch derartigen Arten kann man im Garten Nisthilfen anbieten (siehe auch: Insektenhotels selbst bauen).

Ytong- und Gasbetonsteine sollen sich laut Meinung einiger Experten weniger zum Bau von Insektenhotels eignen, weil es in dort eingebohrten Nisttunneln schneller zu einer Verpilzung der Bienenbrut kommen kann.

Darauf kommt es an!

Letzten Endes entscheiden immer die Wildbienen darüber, ob sie eine Nisthilfe annehmen oder nicht. Die wichtigsten Aspekte noch einmal im Kurzüberblick:

  • Innenwände und Eingänge müssen glatt sein
    Herausragende Holzfasern oder andere Spitzen stellen in den Niströhren stellen ein Verletzungsrisiko für Bienen-Weibchen beim Nestbau und schlüpfende Nachkommen im Folgejahr dar.
  • Verschieden große Gänge / Röhren anbieten
    Von den Wildbienen werden oft Röhren bevorzugt, die in der Breite kaum breiter als das Tierchen selbst sind. Wenn Sie in Ihrem Insektenhotel bzw. in Ihren Insektenhotels eine große Auswahl an verschiedenen Unterkünften mit Durchmessern von 2 mm bis 10 mm anbieten, haben Sie ein passendes Angebot für viele unterschiedliche Arten von Wildbienen.
  • Eingang ist gleich Ausgang
    Die Niströhren sollten nur eine Öffnung aufweisen, so muss das Bienenweibchen nur einen Zugang verschließen, um Fressfeinde wie Vögel von ihren Eiern und Larven fernzuhalten. Bei Reet und Bambus kann der Schnitt beispielsweise so gesetzt werden, dass die Enden natürlich durch ein Nodium (Stängel-Verdickung) verschlossen sind.



Wo sollte das Insektenhotel stehen?

Wie sieht der optimale Standort für ein Insektenhotel aus?Man weiß, dass Wildbienen ihre Nester bevorzugt von Südosten anfliegen. Sie wissen von Natur aus, dass diese Seite wärmer ist als die Nordseite und dass es dennoch nie zu heiß wird. Wenn es einen Dachvorsprung gibt, der das Insektenhotel sowohl vor fortwährender direkter Sonneneinstrahlung als auch vor Wind oder Regen schützt, eignen sich die Südost-, Südwest- und Südwände von Wohn-, Neben- oder Gartengebäuden gleichermaßen als Standort für die Nisthilfe.

Achten Sie darauf, dass das Insektenhotel sicher steht bzw. fest aufgehangen ist. Es sollte sich keinesfalls im Wind bewegen, da die Wildbienen bewegliche Eingänge nicht gerne anfliegen.

Insektenhotel selbst bauen

Hohle Stängel als Insektenhotel für Wildbienen.Wir stellen Ihnen einige Möglichkeiten zur Errichtung eines Insektenhotels im eigenen Garten vor. Der Aufwand für den Bau eines Insektenhotels hält sich finanziell wie zeitlich im Rahmen. Wenn man das Insektenhotel selber baut, kann man zudem seine eigenen Wünsche perfekt verwirklichen und die Nisthilfe in Größe und Optik ideal auf den eigenen Garten abstimmen.

Nisthilfe für Wildbienen in der Dose
Sie benötigen verschiedene Röhrchen (Schilf, Bambus, Stroh – s. o.) mit einer Länge von zehn bis zwanzig Zentimetern. Verwenden Sie zum Einkürzen des Bambus eine kleine Säge (z. B. eine Puk-Säge). Schneiden würde hier zu ungewollten Quetschungen und Splittern führen, was den Bambus für die Bienen unattraktiv macht. Um das Mark aus den Bambusrohren zu entfernen, empfiehlt sich ein Handbohrer. Füllen Sie den Boden einer leeren Konservendose mit Gips, bevor Sie die einzelnen Niströhren dicht an dicht in die Dose stecken, solange der Gips noch weich ist. Auf diese Weise werden die Röhrchen sicher fixiert und es entsteht der notwendige Verschluss am Ende.

Pflanzenstängel mit Mark als Nisthilfe für Wildbienen
Für ein Insektenhotel mit markhaltigen Pflanzenstängeln, benötigen Sie entsprechende Ruten – z. B. von Himbeere, Brombeere, Distel oder Königskerze. Schneiden Sie die Ruten an und binden Sie sie zu einem lockeren Bündel, das Sie aufrecht an einem Pflock o. ä. Fixieren. Bedenken Sie bei der Standortwahl, dass auch dieses Insektenhotel wie alle anderen fast ein Jahr an seinem Platz bleiben muss, während sich die neue Wildbienen-Generation vom Ei über Larve und Puppe zur fertigen Biene entwickelt. Im Folgejahr können Sie dann die Ruten durch frische ersetzen, die wiederum von den Nachkommen als Nisthilfe genutzt werden können.

Wildbienen-Hotel als Ziegelbau
Für die Einrichtung eines Insektenhotels bilden Loch- oder Hohlziegel aus dem Hausbau eine sehr gute Basis. Die Zwischenräume in den Steinen bieten viel Platz für Niströhren aller Art. Darüber hinaus lassen sich mehrere Steine auch gut übereinander stapeln, wenn ein größeres Insektenhotel entstehen soll. Staunässe bildet sich in den Steinen nicht, was einer Schimmelpilz-Bildung entgegenwirkt. Bei der Einrichtung einer Wildbienen-Brutstätte in einem Ziegel ist es wie bei der Nisthilfe in der Dose wichtig, dass die Röhren hinten geschlossen sind. Auf einer Seite sollten deshalb alle Röhrchen mit Baumwolle, Watte oder einem anderen Material als Verschluss gefüllt werden.

Holzhaus mit vorbereiteten Nisthöhlen
Risse im Holz machen die Nisthilfe für Bienen unattraktiv: Bohren Sie ins Längsholz oder halbieren Sie Stämme und Äste vorbeugend.Um ein Insektenhotel aus Holz zu bauen, sollten Sie abgelagertes Hartholz wählen. Zu den geeigneten Harthölzern gehören zum Beispiel Eiche, Buche oder Esche. Ungeeignet für den Bau eines Insektenhotels ist das Weichholz von Nadelbäumen wie Kiefer, Tanne oder Fichte. Diese Hölzer neigen zum Splittern und sind außerdem sehr harzhaltig, was zu Verklebungen an den Bienenflügeln führen kann. Verwenden Sie einen Bohrer zum Anlegen der Nistgänge. Variieren Sie in den Größen (von 2 mm bis 10 mm), um möglichst vielen Bienenarten passende Angebote zu machen. Legen Sie die meisten Gänge mit 3 mm bis 6 mm Durchmesser an. Idealerweise wählen Sie das Längsholz zum Bohren der Tunnel aus, da das Stirnholz (Seite, wo Jahresringe deutlich erkennbar) dazu neigt sternförmig einzureißen. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie Äste oder Stamm vor dem Bohren halbieren. Auf diese Weise kommt es nicht zu Spannungsrissen im Stirnholz. Die Länge der Nistgänge sollte bei 5 cm bis 10 cm liegen. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie die Tunnel nicht komplett durchbohren. Damit die Innenwände glatt sind, empfiehlt es sich, den Bohrer mehrfach vor- und zurückzubewegen. Klopfen Sie anschließend das Sägemehl aus den Tunneln heraus. Nehmen Sie anschließend Schmirgelpapier zur Hand, um die Oberfläche des Holzes – insbesondere die Eingänge zu den Nistgängen – zu glätten.

Strangfalz-Ziegel – das Fertighaus unter den Insektenhotels
Die Strangfalz-Ziegel verfügen bereits über durchgehende Tunnel, die einen Durchmesser von 6 mm oder 8 mm aufweisen. Sie bieten so unter anderem für die Gehörnte Mauerbiene sowie für die Rostrote Mauerbiene optimale Wohnbedingungen. Um Strangfalz-Ziegel als Nisthilfe bereitzustellen, sollten Sie die Öffnungen der Ziegel prüfen. Diese werden beim Fertigungsprozess manchmal gequetscht. Verwenden Sie einen Bohrer um derartige Mängel zu beseitigen. Damit die schlüpfenden Nachkommen nicht allzu weite Wege aus der Niströhre zurücklegen müssen, können Sie die Ziegel unter Zuhilfenahme einer Stichsäge glatt halbieren.

Höhlenbau-Stätte: Künstliche Wand für Wildbienen
Für die Wildbienen-Arten, welche sich lieber selbst eine Nisthöhle graben, können Sie eine künstliche Lösswand einrichten, was sich vor allem dann anbietet, wenn Sie in einer Region mit Lössboden wie etwa in Rheinhessen leben. Als Rahmen für die Lösswand können Sie eine Kiste aus Massivholz nehmen, die eine Tiefe von mindestens 15 cm aufweisen sollte. Orientieren Sie sich beim Ausgraben des Lössblocks an den Maßen Ihrer Kiste und versuchen Sie den Block möglichst exakt auszugraben. Damit Ihre Lösswand attraktiv für die Wildbienen wird, empfiehlt es sich, wenn Sie einige wenige Löcher in den Block bohren. Wählen Sie dazu einen Durchmesser von 5 mm bis 8 mm und setzen Sie die Löcher in unregelmäßigen Abständen. Statt Löss können Sie auch auf Lehm zurückgreifen, den Sie im vorgesehenen Rahmen feststampfen. Haben Sie weder Zugriff auf Lehm- noch auf Lössboden bietet sich der Kauf von feinem Lehm-Oberputz oder abgemagertem Töpferton im Handel an. Setzen Sie nur mit sehr feinem Sand abgemagerten Ton ein, damit der Block im trockenen Zustand nicht zu fest ist. Sie können dieses ganz einfach testen, in dem Sie mit dem Finger daran kratzen. Dabei sollte sich das Material einfach lösen lassen. Nur dann sind die Wildbienen problemlos in der Lage ihre Nisthöhlen in das Material zu nagen.

Ein Heim für Familie Ohrwurm
Ohrwürmer genießen teilweise immer noch einen sehr schlechten Ruf, obwohl sie im Garten sehr nützlich sind, da sie unter anderem eine besondere Vorliebe für Blattläuse haben. Ein passendes Zuhause für die Nützlinge können Sie schnell mithilfe eines Tontopfs, Stroh oder Holzwolle, etwas Kaninchendraht sowie einem Stab oder einer Schnur bauen. Geben Sie dazu Stroh oder Holzwolle locker in den Tontopf. Der Tontopf wird kopfüber am Stab oder an der Schnur hängend angebracht. Der Draht wird deshab so angebracht, dass er verhindert, dass die Füllung herausfallen kann. Bitte beachten Sie bei der Standortwahl, dass Ohrwurm-Hotels in gehörigem Abstand zu den Wildbienen-Unterkünften untergebracht werden sollten, da die allesfressenden Ohrwürmer auch die Wildbienen-Larven auf dem Speiseplan haben. Eine direkte Nachbarschaft der Unterkünfte verbietet sich entsprechend von selbst.

Video zum Bau eines Insektenhotels

Der NABU bietet auf seiner Website viele Informationen zum Bau von verschiedenen Insektenhotels an. Außerdem gibt es ein Video zum Bau eines Insektenhotels, welches wir Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten wollen:

Woran liegt es, wenn keine Insekten ins Hotel einziehen?

Erklärung, warum manche Insektenhotels nicht von Wildbienen und Co. angenommen werden.Wildbienen haben ganz eigene Vorstellungen davon, wie der ideale Nistplatz auszusehen hat. Diese können von denen des Gartenbesitzers abweichen, was dann dazu führt, dass die angebotenen Nisthilfen und Insektenhotels nicht genutzt werden.

Viele Hinweise dazu, worauf bei der Errichtung einer eigenen Nisthilfe für Insekten im Garten zu achten ist, finden Sie unter Insektenhotels selbst bauen.

Neben Fehlern bei der Ausstattung und beim Bau der Nisthilfe, kann der Grund für die mangelnde Annahme auch beim Standort des Insektenhotels liegen (zu feucht, zu schattig, zu zugig).

 

Exkurs: Nahrungsquellen für Wildbienen

Wenn Sie mit einem Insektenhotel Wildbienen in Ihrem Garten ansiedeln und „glücklich“ machen wollen, sollten Sie auch an die Versorgung der Bienen denken. Nachfolgend finden Sie einige Empfehlungen für geeignete Pflanzen (sortiert nach Hauptblüte-Monat):

 Gundermann kommt in vielen Gärten als wilde Bienenweide vor und wird meist als Unkraut angesehen. März

  • Blausternchen
  • Gundermann
  • Lungenkraut
  • Nieswurz
  • Rauling
  • Traubenhyazinthe
 Nahrung für Wildbienen im April u. a. Beinwell April

  • Ahorn
  • Beinwell
  • Frühlings-Platterbse
  • Günsel
  • Löwenzahn
  • Weide
Akelei - eine Wildbienen-Weide im Mai Mai

  • Akelei
  • Immenblatt
  • Lerchensporn
  • Mohn
  • Nesselkönig
  • Wachsblume
 Im Juni lockt unter anderem Fingerhut die Wildbienen an. Juni

  • Fingerhut
  • Glockenblume
  • Klee
  • Lauch
  • Salbei
  • Ziest
 Katzenminze bietet sich neben vielen weiteren Pflanzen im Juli als Bienenweide an. Juli

  • Flockenblume
  • Herzgespann
  • Katzenminze
  • Kugeldistel
  • Männertreu
  • Riesen-Schuppenkopf
 Im August können sich Wildbienen u. a. am Borretsch laben. August

  • Alant
  • Borretsch
  • Duftnessel
  • Königskerze
  • Skabiose
  • Ysob
 Im September locken z. B. Sonnenblumen Wildbienen an. September

  • Färberkamille
  • Gamander
  • Indianernessel
  • Natternkopf
  • Prachtscharte
  • Sonnenblumen [ungefüllte Sorten]
 Im Oktober können die Wildbienen unter anderem von den Blüten des Wasserdost leben. Oktober

  • Bartblume
  • Dahlien [ungefüllte Sorten]
  • Gelenkblume
  • Mönchspfeffer
  • Steinquendel
  • Wasserdost


Weiterführende Informationen zum Thema Insektenhotels im Internet: