Ratgeber

IKEA

Das Möbelhaus IKEA wurde 1943 in Agunnaryd in Schweden gegründet. Wurden damals lediglich Brieftaschen, Bilderrahmen oder Kugelschreiber verkauft, wurden ab dem Jahr 1948 auch Möbelstücke ins Sortiment aufgenommen. Wichtig war dabei in allen Bereichen, dass günstige Produkte für eine breite Bevölkerungsschicht erzielt werden konnten. Seit 1955 werden dann eigene Möbel konzipiert und entwickelt.

Nach und nach gelang es, weitere Kaufhäuser in der Region sowie in Schweden zu eröffnen. Es folgten Filialen in West-Europa und in Übersee. Im Jahr 1974 eröffnete dann auch der erste IKEA-Markt in Deutschland, wo der Erfolg sehr groß war. Mit insgesamt 43 Häusern ist IKEA in Deutschland daher auch am häufigsten vertreten, die USA verfügt derzeit über 34 IKEA-Standorte. Insgesamt gibt es heute 278 Filialen in 35 Ländern. Bereits vor einigen Jahren wurde IKEA an eine niederländische Stiftung übergeben, wobei die Familie Kamprad IKEA nach wie vor kontrolliert.

Viele ältere IKEA-Filialen sind nach wie vor im typischen IKEA-Blau gehalten mit wenigen gelben Akzenten gehalten. Erst die neueren Filialen werden mit mehr Glas errichtet, was natürlich ästhetische, aber auch funktionale Gründe hat. Schließlich können durch die Nutzung natürlichen Lichts die Energiekosten reduziert werden, auch können die Produkte so besser dargestellt werden. Das Konzept jeder IKEA-Filiale ist jedoch derart gestaltet, dass Kunden den gesamten Laden durchlaufen müssen, um an ein bestimmtes Produkt zu gelangen. So kann die gesamte Produktpalette aufgezeigt und vorgestellt werden, was für die Verkaufszahlen vorteilhaft ist.

Heute hat sich IKEA zu einem international operierenden Möbelhaus entwickelt, welches nach wie vor das Konzept der Selbstbau-Möbel verfolgt. Somit müssen Kunden nach dem Besuch bei IKEA zu Hause die Möbel selbst aufbauen, einen entsprechenden Service bietet IKEA grundsätzlich nicht an. Alle notwendigen Bauteile werden im Produkt bereitgestellt, der Aufbau ist zudem meist von einer oder zwei Personen durchführbar. Angeboten werden dabei nicht mehr nur einfache Regale für das Arbeitszimmer oder die Abstellkammer, sondern es werden auch hochwertige Möbel für Wohnzimmer, Küchen, Bäder und Kinderzimmer angeboten. Zum Sortiment des Hauses gehören daneben aber auch zahlreiche Accessoires, Bett- und Tischwäsche sowie Bilder und Bilderrahmen.

In den letzten Jahren hat sich das Image von IKEA jedoch deutlich gewandelt. Vom einstigen Billig-Möbel-Anbieter hat sich das Unternehmen zunehmend zum Trendsetter entwickelt. Das Haus bietet dabei verschiedene Stilrichtungen, die von romantisch über zweckmäßig bis hin zu stilvoll reichen. Dabei sind die Produkte der Stilrichtungen perfekt aufeinander abgestimmt, um auch komplette Einrichtungslösungen finden zu können. Möbelangebote werden jedoch nach wie vor zu günstigen Preisen angeboten, wodurch IKEA eine breite Bevölkerungsschicht anzieht und immer neue Marktanteile gewinnen kann.