Hundesicherer Garten

So wird der Garten hundegerecht und hundesicher. Tipps für einen Garten, der Zwei- und Vierbeinern Freude macht.Wer sein Leben mit einem Hund oder mit mehreren Hunden teilt und das große Glück hat, einen Garten sein Eigen zu nennen, der wird sich Gedanken machen, wie der Garten gleichermaßen von zwei- wie von vierbeinigen Familienmitgliedern genutzt werden kann. Statistisch gesehen ist es übrigens so, dass jeder vierte Gartenbesitzer auch einen Hund hat. Grund genug, um sich intensiver mit dem Thema „Hund und Garten“ bzw. hundegerechter und hundesicherer Garten zu beschäftigen. Im Wohnen.de Magazin haben wir dazu umfassende Informationen für Sie zusammengestellt.

Erfahren Sie, worauf Sie bei der Gestaltung Ihres Gartens achten sollten, damit Sie und Ihr Hund gleichermaßen Freude daran haben. Es geht dabei ebenso um die Sicherheit für Ihren Vierbeiner wie auch darum, dass sich Ihr Hund rundherum im Garten wohlfühlt und sich artgerecht beschäftigen kann.

 

 


Hundesicherheit: Ein Zaun gehört zum hundegerechten Garten

Nicht jeder Zaun eignet sich für jeden Hund.

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Damit auch der Mensch seinen Garten genießen kann, ohne ständig Ausschau nach dem Hund halten zu müssen und den Hund zuverlässig an selbstständig geplanten Erkundungstouren zu hindern, sollte der Garten von einem dichten, hohen Zaun umgeben sein. Die notwendige Zaunhöhe hängt selbstverständlich von der Größe des Hundes sowie von seinem Sprungvermögen und Sprungwillen ab. Besitzer von Zwerghunden oder kleinen Welpen müssen außerdem darauf achten, dass es keine Zwischenräume im oder unter dem Zaun gibt, durch die sich der Hund zwängen kann.

Sollte das Garten-Grundstück sehr groß bemessen sein, was eine komplette Umzäunung technisch oder aus Kostengründen erschwert, empfiehlt es sich, einen separaten Hundegarten zu planen und diesen entsprechend mit einem Zaun zu versehen. Beachten Sie dabei, dass der Hund als typisches Rudeltier schon in der Nähe seiner Menschen sein will und es deshalb sinnvoll ist, auch im Hundegarten einen Aufenthaltsbereich für die Zweibeiner einzurichten.

Bei der Zaun-Auswahl stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen: So können Sie sich für einen Latten- oder Dichtzaun (Sichtschutzzaun, Lamellenzaun, Palisadenzaun) aus Holz entscheiden. Eine Einfassung aus Maschendrahtzaun (Metall mit Kunststoffmantel), die sehr flexibel eingesetzt werden kann, gehört zu den klassischen Zaunlösungen. Daneben gibt es verschiedene Arten geeigneter Metallzäune, wobei hier in den letzten Jahren vor allem die Mattenzäune bzw. Stabmattenzäune an Verbreitung gewonnen haben.

Wenn Ihre Wahl auf einen Maschendrahtzaun fällt, sollten Sie diesen unbedingt sicher im Boden verankern, damit Welpen und kleine Hunde den Zaun nicht einfach unterwühlen und so den Garten verlassen. Generell birgt diese Art von Zaun viel Verletzungsgefahr für Welpen und kleine Hunde, wenn diese Kopf oder Läufe durch die Maschen zwängen. Bei einem derartigen Zaun sollten Sie unbedingt darauf achten, wie sich Ihr Hund verhält.

Der Garten kann auch mit einer hohen Mauer eingefasst werden, um den Hund sicher im Garten zu halten.

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Neben einem Zaun eignet sich selbstverständlich auch eine ausreichend hohe Mauer als Garteneinfassung. Der Aufwand für die Errichtung ist hierbei in der Regel jedoch deutlich höher. Auch die mittlerweile sehr populär gewordenen Gabionen – bestehend aus Drahtkörben mit Steinfüllung – können als hundesichere Gartenbegrenzung verwendet werden.

Noch ein Hinweis zur Festlegung der erforderlichen Zaunhöhe: Wenn Sie in einem lebhaften Wohngebiet im städtischen Umfeld mit vielen Hunden wohnen, geht es bei der Errichtung des Zauns nicht nur darum, Ihren Hund im eigenen Garten zu halten, sondern auch andere Hunde fernzuhalten. Dieses gilt insbesondere dann, wenn Sie eine (unkastrierte) Hünden besitzen und in der Nachbarschaft (unkastrierte) Rüden zuhause sind. Entscheiden Sie sich hier für einen extra-hohen Zaun.

Als Ergänzung eines bereits vorhandenen Zauns, der unter Umständen nicht ausreichend vom Hund respektiert, zur Abgrenzung von Tabubereichen im Garten oder auch als Übergangslösung bis zur Errichtung des endgültige Zauns kann man einen Elektro-Zaun mit Weidestromgerät bzw. Weidezaungeräte einsetzen. Elektro-Zäune lassen sich mit verschiedenen Litzen herstellen. Außerdem bietet der Handel so genannte Schafzäune an, die aus einem grob gerastertem Geflecht bestehen. Weidestromgeräte benötigen nicht viel Strom. Sie sind mit Batterie oder mit einem Netzanschluss für das Lichtstromnetz erhältlich. Im Handel wird man Sie genauer über die verschiedenen Produkte informieren und Ihnen die sinnvollste Ausstattung für Ihre Zwecke vorstellen.


Hundesicherheit: Gefahrenquellen im Garten reduzieren

Der Hund sollte sich selbstverständlich im Garten nicht verletzen oder vergiften können. Auch wenn sich nicht alle potentiellen Gefahren vollkommen beseitigen lassen, kann man doch einiges dafür tun, um die Risiken zu minimieren:

  • Direkte Entsorgung von Rosen- und Baumschnitt mit verletzungssicherer Lagerung – darauf achten, dass keine Dornen, Äste oder Zweige zurückbleiben
  • Ausschließen des Hundes aus dem Garten oder Teilbereichen, wenn potentiell gefährliche Arbeiten wie Baumfällarbeiten oder Baumschnitte durchgeführt werden
  • Ordentliche Unterbringung und sicheres Abstellen von Gartengeräten – die Harke sollte z. B. nie waagerecht liegen bleiben und stets mit abgewendeten Zinken aufgestellt werden
  • Gefährlicher Stacheldraht hat in (k)einem Garten für Hunde keinen Platz
  • Bewusster Einsatz oder Verzicht auf Giftpflanzen – insbesondere bei Welpen
    (siehe: Giftpflanzen für Hunde)
  • Verzicht auf Chemikalien gegen Algen im Gartenteich
  • Bevorzugte Verwendung von natürlichen Hausmitteln in der Schädlingsbekämpfung wie Bierfallen gegen Schnecken, Brennnesseljauche oder Lavendel-Anpflanzungen gegen Blattläuse
  • Düngung mit Komposterde statt Kunstdünger
  • Einsatz von Kunstdünger, Schneckenkorn und chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln nur mit sehr großer Vorsicht – behandelte Pflanzen sollten zusätzlich mit Draht gesichert werden
  • Lagerung gefährlicher Stoffe in einem abgeschlossenen Schrank o. ä.

 

Der hundegerechte Garten – Einführung und Übersicht

Planung des Gartens: So gefällt der Garten Hund und Herrchen.

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Eine gute Planung sorgt dafür, dass am Ende alle Gartennutzer auf ihre Kosten kommen, unabhängig davon, ob diese über zwei oder vier Beine verfügen.

Zunächst geht es darum, den Garten in verschiedene Bereiche aufzuteilen. Hierbei wird zwischen den Bereichen unterschieden, die speziell für den Hund gedacht sind, den Bereichen, welche dem Hund auch zur Verfügung stehen und den Bereichen, die für den Hund tabu sind. Für letztere Areale ist eine konsequente Erziehung des Hundes das A und O. Er muss von Anfang an lernen, dass er in diesen Zonen des Gartens keinen Zutritt hat.

Damit der Hund die einzelnen Gartenbereiche besser unterscheiden kann, empfiehlt sich eine optische Trennung, die eine klare Grenze vorgibt. Dazu können Sie Beetränder zum Beispiel mit kleinen Zäunen oder Steinen vom Rasenflächen abgrenzen. Ebenfalls unterstützend für den Hund ist es, wenn es unterschiedliche Oberflächen gibt, welche in den verschiedenen Arealen des Gartens zum Einsatz kommen. so kann er anhand der Oberflächen-Beschaffenheit lernen, wo er nicht hin darf.

Eine große Rasenfläche zum Spielen und Rennen ist wichtig für den Hund.

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Ein sehr wichtiger Bereich für den Hund ist eine große, zusammenhängende Rasenfläche, die ihm ausreichend Platz zum Toben und Rennen bietet.

Daneben braucht der Hund auch Rückzugsorte, wo er sich nach einer verausgabenden Spielphase wieder regenerieren kann. Ein idealer Rückzugsort für den Hund im Garten ist so beschaffen, dass er in der Größe an den Hund angepasst ist. Perfekt ist es, wenn ihm dieser Platz gleich noch Schatten und Schutz vor Niederschlägen bietet. Hierzu kann beispielsweise eine auf den Hund zugeschnittene Hundehütte gekauft oder gebaut werden.

Um seinem angeborenen Schutz- und Wachinstinkt nachzukommen, benötigt der Hund auch einen Ort im Garten, wo er das große Ganze optimal überschauen kann. Die meisten Hunde bevorzugen hierfür einen erhöhten Platz, der eine gute Übersicht erlaubt und Sicherheit bietet. Sie können zur Markierung und für mehr Komfort eine Art „Mini-Holzterrasse“ für den Hund anlegen, die Sie ihm mit oder ohne Kissen anbieten.

Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund im Garten jederzeit Zugang zu Frischwasser hat. Gerade bei heißem Wetter kann es sonst schnell gefährlich für Ihren vierbeinigen Liebling werden. Dazu können Sie zum Beispiel einen Teich als Wasserstelle im Garten einplanen. Entscheiden Sie vorab darüber, ob Ihr Hund auch im Teich baden darf oder nicht – vorausgesetzt, dass er freiwillig ins Wasser geht.


Aufenthaltsort für den Hund im Garten: die Hundehütte

Es gibt vieles, worauf beim Bau einer Hundehütte geachtet werden muss.

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Ein klassischer Aufenthaltsort für den Hund im Garten ist die Hundehütte, welche wie bereits erwähnt in der Dimension auf den Hund zugeschnitten sein sollte. Die Öffnung der Hundehütte sollte im Idealfall nach Süden oder Osten gerichtet sein, wo der Hund von der Morgensonne profitiert. Während der heißesten Tageszeit sollte sich die Hütte im Schatten befinden. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Hundehütte windgeschützt ist, weil Hunde auf Zugluft empfindlicher als auf Kälte reagieren.

 

Tipps für den Bau einer Hundehütte

Falls Sie selber eine Hundehütte bauen wollen, so muss diese nicht sonderlich kompliziert sein. Wichtig ist, dass die Hütte den klimatischen Verhältnissen angepasst, gut belüftet und falls erforderlich isoliert ist. Der Boden der Hundehütte sollte sich einige Zentimeter über dem Erdboden befinden, damit er nicht feucht wird. Um die Hütte vom Boden „abzuheben“ können Sie beispielsweise einfach vier Back- oder Pflastesteine an den Ecken unterlegen. Die Hundehütte sollte so groß bemessen sein, dass sich Ihr Hund problemlos darin drehen kann. In der Höhe sollte die Hütte den stehenden Hund etwa um ein Drittel überragen. Selbstredend sind vier Wände, wobei Sie sich natürlich auch für außergewöhnliche Formen entscheiden können. Der Eingang der Hundehütte sollte an die Größe des Hundes angepasst sein. Er kann offen oder mit speziellen Schwingtüren ausgestattet sein. Alternativ können Sie auch einen Sack oder ein Stück Teppich am Eingang der Hütte aufhängen.

Das Dach der Hundehütte sollte solide, wetterfest, schräg und gut isoliert sein. Wenn es mit Scharnieren an der Hütte angebracht wird, kann man es zum leichteren Reinigen der Hundehütte bequem öffnen. Beim Boden der Hütte sollte pflegeleicht und fest sein. Sehr gut geeignet ist Holz, am wenigsten eignet sich Zement. Damit der Hund bequem liegen kann und sich wohlfühlt, sollte eine Einlage eingebracht werden. Sie können hierfür Decken oder alte Teppiche verwenden oder auch auf Hobelspäne zurückgreifen. Für Hunde weniger gut geeignet sind Einstreumittel wie Heu oder Stroh. Kurzhaarige Hunderassen reagieren auf diese Materialien schnell mit gereizter Haut und bei langhaarigen Rassen sind Heu und Stroh oft nur schwer aus dem Fell zu entfernen. Auch auf Sägemehl sollte aus diesen Gründen verzichtet werden. Dieses hält darüber hinaus auch noch die Feuchtigkeit zurück.

Damit sich die Fliegen nicht zu sehr in der Hütte des Hundes wohlfühlen, empfiehlt es sich, die Innenwände in Blau, Grau oder Weiß zu streichen.

Viele der genannten Faktoren sollten natürlich auch zutreffen, wenn Sie sich für eine Hütte aus dem Handel erwerben wollen. Nutzen Sie die Informationen als unterstützende Hilfe bei der Kaufentscheidung.

 

Exkurs: Beschäftigung des Hundes im Garten

Die meisten Hunde haben Freude an Suchspielen.

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In aktiven Tagesphasen des Hundes, ist es wichtig, dass er sich „sinnvoll“ alleine im Garten beschäftigen kann bzw. dass es Möglichkeiten zur Beschäftigungen des Hundes durch seinen Menschen gibt. Nachfolgend einige Vorschläge dazu:

  • Suchspiele
    Bekanntermaßen besitzen Hunde eine ausgezeichnete Nase, welche sie zum Aufspüren von Nahrung, Lebewesen und Gegenständen einsetzen. Verstecken Sie ein Spielzeug oder einen Apportierbeutel mit Leckerlis und lassen Sie Ihren Hund danach suchen. Wenn Sie erhöhte Verstecke auswählen, die der Hund alleine nicht erreichen kann, können Sie so auch an seinem Vertrauen und an der Bindung zu Ihnen arbeiten, wenn Sie ihm dann beim Herunterholen der „Beute“ behilflich sind. Falls Sie in Ihrem Garten eine „Buddelecke“ für den Hund eingerichtet haben, können Sie hier etwas vergraben, was der Hund dann aufspüren und freilegen muss. Ganz einfache Suchspiele lassen sich einfach mit Leckerlis realisieren, die Sie für den Hund auf den Rasen oder die Wiese werfen.
  • Wurfspiele
    Die meisten Hunde „flippen“ aus, wenn es darum geht, einen geworfenen Ball, Ring oder Frisbee wieder zu holen (apportieren). Wenn der Hund seine gemachte „Beute“ nicht freiwillig abgibt, empfiehlt sich die Verwendung eines Apportierbeutels mit Leckerchen. Bringt er Ihnen diesen zügig und direkt zurück, darf er zur Belohnung „naschen“. Verzichten sollte man auf das gute alte „Stöckchen-Spiel“, da hiermit eine nicht zu unterschätzende Verletzungsgefahr für den Hund verbunden ist.
  • Agility
    Der Handel bietet eine breite Palette an verschiedenen Trainingsmitteln im Bereich Agility an, die man nach Bedarf oder auch dauerhaft im Garten aufstellen kann. Nutzen Sie einzelne Dinge für konkrete Übungen oder bauen Sie einen Parcours aus verschiedenen Elementen auf, wenn Ihr Hund schon Erfahrung mit den einzelnen Aufgaben hat. Unter anderem stehen Ihnen Hütchen und Stangen für Slalomaufbauten, Wippen, Tunnel, Sacktunnel, Hürden und Ringe zur Verfügung.


Weitere Bereiche im hundegerechten Garten

Hunde bevorzugen ein abwechslungsreiches und spannendes Gartenareal, welches sie auch zu Entdeckungstouren einlädt. Vor allem junge Hunde nehmen alles, was neu im Garten dazu kommt, neugierig unter die Lupe und machen auch für gerade installierten Bachläufen, Gartenteichen, Paletten mit Pflastersteinen oder Hochbeeten nicht halt, wenn man sie nicht sehr eindringlich dazu auffordert.

Ein kurz geschnittener Rasen hält nur wenig Überraschungen für den Hund bereit. Wenn Sie allerdings einen Teil als Wiese stehen lassen, hat Ihr Hund schon mehr davon. Er kann hier nach „verborgenen“ Schätzen schnüffeln oder auch am langen Gras herumknabbern. Beachten Sie allerdings, dass in Wiesenbereichen auch ein erhöhtes Risiko für Insektenstiche besteht. Sicher gestapeltes Holz mit einer Abdeckung aus Teerpappe in einem dichter bewachsenen Gartenbereich kann als Schnüffelecke ebenfalls sehr spannend für den Hund sein. Im Idealfall findet er hier noch ein sicheres, verstecktes Plätzchen vor, wo er sich auch mal sitzend oder liegend ausruhen kann.

Ein Hund sollte auch im Garten mal buddeln dürfen.Viele Hunde sind begeisterte Buddelfans, was im frisch angelegten Stauden-, Rosen- oder Gemüsebeet für Verstimmtheit beim zweibeinigen Gartenbesitzer führen kann. Deshalb ist es sinnvoll, einzelne Bereiche im Garten als Buddelplätze für den Hund freizugeben oder ihm eine größere Kiste mit Sand oder Erde zum Buddeln aufzustellen. Sie können dem Hund die bereit gestellte Buddelkiste oder seine Buddelecke „schmackhaft“ machen, wenn Sie dort etwas für ihn vergraben, was er ausgraben kann.

 

Haufen auf dem Rasen sind keine angenehme Angelegenheit - eine Hundetoilette kann im Garten Abhilfe schaffen.

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Sehr empfehlenswert ist die Einrichtung einer Hundetoilette im Garten. Wählen Sie dazu einen Randbereich aus, wo Sie eine Sandkuhle herstellen, die Sie zum Beispiel Steinen für den Hund sichtbar eingrenzen. Es gibt Hunde, die die eigens für sie eingerichtete Toilette schnell und problemlos akzeptieren. Andere Hunde brauchen ein konsequentes Training bis es mit dem freiwilligen Aufsuchen der Hundetoilette funktioniert. Einige wenige sind unbelehrbar und suchen sich jeden Tag eine andere Stelle im Garten aus, egal wie sauber und schön die Hundetoilette ist. Und dann gibt es noch die Hunde, die den ganzen Garten als ihr Territorium verstehen und sich gänzlich weigern dieses zu verschmutzen. Wenn der Hund die eingerichtete Hundetoilette akzeptiert, haben Sie keine Probleme mehr mit braunen oder gelben Flecken auf dem Rasen, die durch den Harn des Hundes verursacht werden.

Hundeplanschbecken im Gartem

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Wasserliebende Hunde werden einen eigenen Hundepool im Garten sehr zu schätzen wissen. Insbesondere dann, wenn ein Gartenteich vorhanden ist, der dem Hund nicht für ein Bad zur Verfügung steht, ist ein privater Badeplatz wichtig für den Hund. Achten Sie darauf, dass der Boden im Hundeplanschbecken nicht zu rutschig ist und legen Sie ggf. zur Absicherung eine Duschwanneneinlage ein.

Zum Ausruhen sollten dem Hund außerdem verschiedene Rückzugsorte in schattiger und sonniger Lage im Garten zur Verfügung stehen, die er je nach Tageszeit (Sonneneinstrahlung) aufsuchen kann. Viele Hunde bevorzugen hier geschützte Bereiche, die auf Hunde- und nicht auf Menschengröße zugeschnitten sind.


Tabuzonen für den Hund im Garten

In bestimmten Gartenbereichen hat der Hund nichts verloren.

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Wenn kein reiner Hundegarten angelegt wird, gibt es eigentlich immer Ecken und Bereiche im Garten, wo der Hund nicht hin soll. Sie müssen Ihrem Hund beibringen diese Tabuzonen zu kennen und zu respektieren. Um zu verhindern, dass der Hund ins Blumen- oder Gemüsebeet läuft, soll eine breitere Beeteinfassung mit körnigem Kies hilfreich sein. Mehr Sicherheit versprechen eine Abzäunung mit Maschendraht oder auf passende Höhe gespannte Elektro-Litze mit angeschlossenem Weidestromgerät.

Auch der Komposthaufen sollte für den Hund eine Tabuzone sein. Der Gartenteich kann eine Tabuzone sein, wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Vierbeiner hier ein erfrischendes Bad nimmt. Vor allem wasserliebende Hunde wie der Labrador werden sich jedoch nur schwer davon abhalten lassen, weshalb es sich in diesem Fall lohnt, dem Hund eine Ausweich-Bademöglichkeit zu bieten.

Im Handel werden auch chemische Abwehrmittel, Ultraschallgeräte und geruchsintensive Pflanzen angeboten, die Hunde abschrecken sollen. Die Wirkung ist allerdings oft nur wenig überzeugend. Grundsätzlich führt nichts an einer konsequenten Erziehung des Hundes vorbei, wenn es um die Einhaltung gewisser Grenzen im Garten geht.

 

Exkurs: Giftpflanzen für Hunde

Einige beliebte Gartenpflanzen, Topfpflanzen, Obst- und Gemüsesorten sind für Hunde giftig. Verzichten Sie nach Möglichkeit auf diese Kulturen, grenzen Sie die giftige Pflanzbereiche sicher ab oder achten Sie extrem darauf, dass sich Ihr Hund nicht an den falschen Pflanzen im Garten vergeht. Hier eine kleine Übersicht an Giftpflanzen, die gefährlich für Ihren Hund werden können:

  Lupine  Bärlauch
Giftpflanze Lupine - Gefahr für den Hund im Garten.  Bärlauch ist für Hunde eine Giftpflanze und sollte deshalb im Garten nur mit Vorsicht eingesetzt werden.
 Akelei  Calla
 Für Hunde ist die Akelei eine Giftpflanze. Für Hunde sind Calla giftig.
 Narzisse / Osterglocke   Lilie
Giftpflanzen für Hunde: Narzissen / Osterglocken Giftpflanze Lilie - gefährlich für den Hund.
 Blauregen  Goldregen
 Giftiger Blauregen - Hund im Garten schützen.  Giftiger Goldregen im Garten potentielle Gefahrenquelle für den Hund.
 alle Wolfsmilcharten  Begonie
 Für Hunde sind alle Wolfsmilcharten (hier: Zypressen-Wolfsmilch) potentiell gefährliche Giftpflanzen.  Begonien sind Giftpflanzen für Hunde.
 Geranie  Wandelröschen
 Giftige Pflanzen im Garten für Hunde: Geranien  Giftige Pflanzen für Hunde im Garten: Wandelröschen
 Krokus  Petunie
 Giftige Pflanze für den Hund: der Krokus  Petunie - eine für Hunde giftige Pflanze.
 Fingerhut  Efeu
 Giftpflanze Fingerhut - Hund  Efeu ist giftig für Hunde.
 Rhododendron  Hortensie
 Auch als Alpenrose bekannt, ist der Rhododendron eine im Garten verbreitete Giftpflanze - nicht nur für Hunde.  Hortensien sind für Hunde giftig.
 Buchsbaum  Herbstzeitlose
 Giftiger Buchsbaum im Garten kann für den Hund gefährlich werden.  Hunde und Giftpflanzen: Herbstzeitlose.
 Lebensbaum  Holunder (Holz)
 Der Lebensbaum gehört zu den Giftpflanzen, die Hunden gefährlich werden können.  Das Holz des Holunders ist insbesondere für den Hund giftig.
 Azalee  Wein (Trauben)
 Die Azalee ist für den Hund eine Giftpflanze.  Weintrauben sind giftig für den Hund.
 Buschwindröschen  Christrose
 Buschwindröschen sind für Hunde giftig.  Auch die Christrose ist eine Giftpflanze für Hunde.
 Schnittlauch  Scheinakazie / Robinie
 Schnittlauch gehört zu den Giftpflanzen für Hunde.  Für Hunde giftige Pflanzen: Scheinakazie bzw. Robinie.
 Maiglöckchen  Engelstrompete
 Giftige Maiglöckchen im Garten können für den Hund gefährlich werden.  Beliebt, aber giftig: die Engelstrompete - auch für den Hund eine Gefahr im Garten.
 Eibe  Pfaffenhütchen
 Hochgiftige Gartenpflanze: Eibe - nicht nur für Hunde!  Für Hunde ist das Pfaffenhütchen giftig.

Unter anderem sind außerdem folgende Pflanzen giftig für den Hund:

  • Küchenschelle
  • Hyazinthe
  • Märzbecher
  • Primel
  • Rittersporn
  • Seidelbast
  • Eisenhut
  • Leberblümchen
  • Trollblume
  • Oleander
  • Tabak
  • Yucca
  • Knoblauch
  • Zwiebel
  • Gartenbohne
  • Kartoffel

Viele der genannten Pflanzen sind auch für den Menschen giftig. Wenn der Garten auch von (kleineren) Kindern genutzt wird, ist es angebracht, vollkommen auf bekanntermaßen hochgiftige Gewächse wie den Goldregen oder den Blauregen zu verzichten!

Die Reihenfolge der Giftpflanzen ist oben bei den Bildern und unten bei der zusätzlichen Liste willkürlich gewählt und erlaubt keinen Rückschluss auf die Giftigkeit. Alle Angaben ohne Gewähr. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.


Weiterführende Informationen zum Thema „Hundesicherer Garten“ im Internet: