Hölzer in der Möbelherstellung

Unterschiedliche Arten von Holz für die Fertigung von Massivholzmöbeln.

© sunnychicka – Fotolia.com

In der Herstellung von Möbeln ist Holz eines der wichtigsten Materialien. Es wird hier nicht nur in „Reinform“ zur Fertigung von Massivholzmöbeln verwendet, sondern auch in Form von Verbundwerkstoffen (Spanplatte, MDF…).

Insgesamt gibt es weltweit mehr als 40.000 verschiedene Arten von Holz. Nicht alle Holzarten eignen sich gleichermaßen gut für die Möbelherstellung. Die wichtigsten Möbelhölzer stellen wir Ihnen im Wohnen.de Magazin vor.

 

Die wichtigsten Holzarten im Möbelbau im Kurzportrait (A-Z)

Grundsätzlich wird bei Holz zwischen Laubhölzern und Nadelhölzern unterschieden. In der Herstellung von Möbeln finden Hölzer aus beiden Gruppen Verwendung.

Im Vergleich lassen sich Laubhölzer in der Möbelproduktion leichter als Nadelhölzer verarbeiten. Sie ergeben nämlich mehr gute Holzpartien und weisen weniger Fehler (z. B. unerwünschte Äste und Harzgallen) auf. Das Wachstum von Laubhölzern ist langsamer als das Wachstum von Nadelhäusern, weshalb die Struktur und der Zellaufbau feiner sind. Zudem ist auch die Standfestigkeit bei Laubhölzern von Natur aus höher als die bei Nadelhölzern. Statt von Laubhölzern ist vielfach auch von Harthölzern die Rede.

Laubhölzer

  •  Ahorn
    • drei einheimische Arten in Deutschland (Bergahorn, Feldahorn, Spitzahorn)
    • weiß, rötlich-weiß oder rötlich gefärbt
    • Splintholzbaum
    • atlasglänzend
    • verhältnismäßig schwer, fein, sehr fest
    • lässt sich gut beizen und färben
    • vor allem eingesetzt für: Furnier- und Massivholzmöbel
  • Birke

    • aus ganz Europa, dem norddeutschen Tiefland und Russland
    • weißlich bis goldgelb gefärbt (nur gering lichtbeständig)
    • Splintholzbaum
    • geringe Härte und Tragfähigkeit
    • zäh, elastisch und äußerst biegsam
    • lässt sich gut bearbeiten
    • vor allem eingesetzt für: Furnierholzmöbel (Schälfurnier | Messerschälfurnier)
  • Birnbaum
    • aus Europa (ausgenommen Mittelmeerraum), Nordafrika, Mittlerer Osten
    • Birnbäume werden weltweit in gemäßigten Klimazonen kultiviert
    • farblich gibt es keine Unterschiede zwischen Kernholz und Splintholz
    • blassgrau bis rötlich-braun gefärbt (Holz älterer Bäume dunkelt rot-braun nach)
    • hart, aber trotzdem äußerst biegsam
    • lässt sich gut bearbeiten
    • vor allem eingesetzt für: Furnierholzmöbel
  •  Buche
    • aus den gemäßigten Zonen in West- und Mitteleuropa
    • weißlich bis hellrot gefärbt
    • sehr schwer
    • gute Verformbarkeit unter Dampfeinwirkung
    • vor allem eingesetzt für: Massivholzmöbel – insbesondere für Biegeholzmöbel (Tische, Stühle) und für den Gestellbau
  • Eiche

    • aus den gemäßigten und warmen Zonen weltweit
    • gelbbraun gefärbt
    • sehr schwer
    • hart, sehr tragfähig, sehr fest und elastisch
    • besonders haltbar (im Trockenen und Nassen)
    • sehr biegefest
    • vor allem eingesetzt für: Furnier- und Massivholzmöbel
  • Erle

    • aus (Niederungen in) ganz Mitteleuropa
    • Splintholz weiß bis gelblich gefärbt
    • Kernholz hellrot bis braungelb gefärbt
    • leicht und weich
    • Struktur fest und glatt
    • lässt sich gut bearbeiten, sehr gut beizen oder mit Farbe behandeln
    • wenig elastisch und tragfähig
    • starke Neigung zu Trocknungsrissen
    • vor allem eingesetzt für: Massivholzmöbel
  • Esche

    • aus ganz Europa
    • Splintholz hell gefärbt
    • Kernholz gelblich-weiß bis dunkel (später braun) gefärbt
    • hinter Eiche und Buche das drittschwerste deutsche Holz
    • überaus hart, fest, elastisch, biegsam und tragfähig
    • lässt sich in gedämpftem Zustand formen
    • vor allem eingesetzt für: Furnier- und Massivholzmöbel, Gestellbau
  • Kirschbaum

    • aus Europa
    • Splintholz rötlich-weiß gefärbt
    • Kernholz rötlich-gelb bis rotbraun gefärbt
    • weist Ähnlichkeiten mit Ahorn auf
    • mittelschwer
    • hart, zäh und fest
    • feinfaserig, zart und glänzend
    • lässt sich gut beizen und polieren
    • vor allem eingesetzt für: Furnier- und Massivholzmöbel
  • Nussbaum [Walnuss]

    • aus Europa, Amerika und Kleinasien
    • unterschiedliche Färbung in Abhängigkeit von der Herkunft:
      – Nussbaum aus Europa ist schokoladenbraun gefärbt
      – Nussbaum aus Amerika ist violettbraun gefärbt
      – Nussbaum aus Kleinasien ist graubraun gefärbt
    • dauerhaft
    • dicht und feinnervig
    • vor allem eingesetzt für: Furnier- und Massivholzmöbel
  • Rotbuche

    • aus Europa (insbesondere u. a. aus Deutschland, Ungarn, Dänemark, Frankreich)
    • grünlich-gelb gefärbt, dunkelt gelblich-rot bis rötlich-braun nach
    • sehr schwer
    • hart und fest
    • wenig stoß- und druckempfindlich
    • lässt sich gut bearbeiten, gut spalten
    • lässt sich in gedämpftem Zustand biegen
    • vor allem eingesetzt für: Furnier- und Massivholzmöbel, Gestellbau
  • Ulme
    • aus West- und Mitteleuropa, Nordamerika
    • Splintholz gelbweiß gefärbt
    • Kernholz hellbraun oder matt-graubraun gefärbt (dunkelt schnell nach)
    • schwer
    • relativ hart, zäh und elastisch
    • langfaserig
    • unter Dampfeinwirkung biegbar
    • vor allem eingesetzt für: Furnier- und Massivholzmöbel

Nadelhölzer

  •  Eibe

    • aus ganz Europa
    • Splintholz gelblich-weiß gefärbt
    • Kernholz tief braun-rot bis schwarz-bläulich gefärbt
    • sehr schwer
    • äußerst hart, zäh und elastisch
    • fest, fein, schön strukturiert
    • vor allem eingesetzt für: Furniermöbel (braune Flammenmaser)
  • Fichte

    • aus ganz Europa
    • gelblich bis rötlich oder weiß gefärbt, leichter Glanz
    • leicht
    • weich und sehr elastisch
    • lässt sich gut beizen und färben
    • vor allem eingesetzt für: Massivholzmöbel
  • Kiefer

    • aus Nord-, Mittel- und Nordosteuropa
    • Splintholz gelblich-weiß gefärbt
    • Kernholz rotbraun gefärbt (dunkelt stark nach)
    • sehr leicht
    • mäßig hart (härter als Fichte oder Tanne)
    • vor allem eingesetzt für: Furnier- und Massivholzmöbel

Allgemeine Hinweise für den Einsatz von Massivholzmöbeln im Wohnraum

Holz gibt unterhalb des Fasersättigungspunktes Feuchtigkeit ab, was zu einem „Schwinden“ des Holzes führt. Wenn Holz Feuchtigkeit aufnimmt, führt dieses zum Quellen. Insgesamt ist häufig die Rede davon, dass Holz durch übliche Schwankungen in der Luftfeuchtigkeit „arbeitet“. Für die Verwendung von Möbeln aus Massivholz in der Wohnung, bedeutet dieses, dass man auf ein gesundes Raumklima achten sollte. Ein gesundes Klima in der Wohnung liegt vor, wenn die Temperaturen zwischen 18°C und 20°C liegen und die relative Luftfeuchtigkeit bei 50% bis 60% beträgt. Sollte es zu kurzfristigen Schwankungen kommen, resultieren daraus in der Regel keine schädigenden Veränderungen des Holzes.

Falls Sie noch auf der Suche nach passenden Möbeln sind, empfehlen wir Ihnen einen Besuch im Online-Shop: Massivholzmöbel-Angebot von Wohnen.de