Grillwissen auf einen Blick

Was Sie über das Grillen wissen sollten: Grillwissen von A-Z im Wohnen.de Magazin.

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Auch wenn das wechselhafte Wetter der vergangenen Zeit nur wenig zu längeren Außenaufenthalten eingeladen hat, hat für viele passionierte Griller die Grillsaison 2016 schon lange begonnen. Für einen großen Teil der Grillfans ist es zudem mittlerweile so, dass die Grillsaison eigentlich gar nicht endet – Stichwort: „Wintergrillen“. Im Wohnen.de Magazin beschäftigen wir uns in diesem Artikel umfassend mit allen Themen rund ums Grillen und geben Ihnen u. a. wertvolle Tipps und Informationen rund um die richtige Ausrüstung.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung
  2. Welcher Grill ist der richtige? – Vorstellung der verschiedenen Arten von Grills
  3. Welche Grillmethoden gibt es?
  4. Wie zündet man einen Grill richtig an?
  5. Grillpflege
  6. Welches Grillzubehör gibt es und was ist sinnvoll?
  7. Rund ums Grillgut
  8. Tipps rund ums Grillen
  9. Weiteres zum Thema „Grillen“


Grillen

Außenküche im Garten mit Grill - so macht Grillen Spaß.

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Beim Grillen handelt es sich um eine der ursprünglichsten Formen des Kochens. Wenn bei angenehmen Außentemperaturen die Küche nach draußen verlegt wird, schmecken die so zubereiteten Gerichte noch einmal so lecker. Hinzukommt ein ganz besonderes Gefühl des Zusammenseins und der gemeinsamen Speisenzubereitung. Grillen war nie wirklich aus der Mode, erlebt aber in den letzten Jahren einen regelrechten Boom, was mit diversen Kochsendungen im TV und den großen Grillherstellern zusammenhängt, die immer wieder neue Geräte und Produkte auf den Markt bringen und so für ein immer breiter werdendes Spektrum an Möglichkeiten und Methoden sorgen.

Grillen – eine kleine Definition:
Im ursprünglichen Sinn bezeichnet der Ausdruck „Grillen“ das Braten über offenem Feuer. Das Grillgut wird beim Grillen durch Wärmestrahlung gegart und an der Oberfläche geröstet. Bei diesem Vorgang entstehen neben den Röststoffen auch das für das Grillen typische Aroma.


Welcher Grill ist der richtige? – Vorstellung der verschiedenen Arten von Grills

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. So gibt es 100%ige Verfechter von Holzkohle und ebensobegeistere Anhänger der modernen Gasgrills. Damit Sie sich ein genaueres Bild über die verschiedenen Grills und ihre besondere Technik machen können, stellen wir Ihnen die wichtigsten Grills vor:

-> Kohlegrill

Holzkohlegrill: Für viele das Nonplusultra, wenn es ums Grillen geht.

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Der Kohlegrill bzw. Holzkohlegrill ist für viele der Inbegriff des Grills. Glühende Anhänger dieses Grilltyps sind überzeugt davon, dass beim Grillen mit Kohle ein unverwechselbarer Geschmack entsteht. Zahlreiche Studien belegen allerdings, dass es beim klassischen Zubereitungsverfahren keinen großen Geschmacksunterschied zwischen dem Grillgut vom Kohlegrill und dem vom Gasgrill gibt. Es ist allerdings so, dass beim Grillen auf Kohle herabtropfendes Fett oder andere Flüssigkeiten auf die Glut fallen können, wodurch sich zusätzlicher Rauch auf das Grillgut legt. Auf diese Weise entsteht zwar ein sehr spezieller Geschmack, was jedoch nicht gut für die Gesundheit ist.

Achten Sie darauf, dass bei der Nutzung eines Kohlegrills kein Fett in die Glut tropft.

Um den Grillgenuss bei der Verwendung eines Holzkohlegrills zu verfeinern, können Sie spezielle Räucherchips oder gewässerte Holzsspäne (z.B. Nussbaum oder Fruchthölzer wie Kirsche) auf die Glut geben. Der Rauch, welchen Sie auf diese Weise erzeugen, ist sehr aromatisch, trägt zu einem besonderen Geschmack bei und ist gesundheitlich unbedenklich.

Als besonderes Highlight des Kohlegrills muss generell der Geruch genannt werden, der beim Grillen mit Kohle entsteht und beim Grillen mit Gas nicht in Erscheinung tritt.

Kohlegrills gibt es in zahlreichen Varianten im Handel: Die Angebotspalette reicht von sehr kleinen Einweggrills über günstige Modelle in vielen Formaten bis hin zu Luxusausführungen in diversen Größen.

Bei der Anschaffung eines Kohlegrills empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass der Grill über einen Deckel verfügt. Ein Deckel ist insbesondere für das indirekte Grillen erforderlich, da sonst die Hitze nicht gehalten werden kann.

Gut ausgestattete Kohlegrills bieten Ihnen die Möglichkeit den Grillrost auf verschiedene Höhen einzusetzen, um so die Hitze zu regulieren. Ebenfalls sehr sinnvoll sind in diesem Zusammenhang variabel einstellbare Lüftungsschlitze. Wenn Sie mehr Luft an die Glut lassen, bedeutet dieses mehr Hitze, während eine Einschränkung der Luftzufuhr die Temperatur etwas reduziert. Unabhängig von der Ausstattung des Kohlegrills lässt sich seine Temperatur ebenfalls über die Menge der verwendeten Kohle steuern.


Der Kugelgrill – eine spezielle Bauart
Klassische Kugelgrills sind als Kohlegrills konzipiert. Da sich diese Bauart mittlerweile einer großen Beliebtheit erfreut, werden Kugelgrills aber auch schon mit Gasbetrieb angeboten.
Ursprünglich wurde der Kugelgrill erfunden, um zu verhindern, dass das Fett des Grills in die Glut tropft und diese so zum Brennen bringt. Schon bald entdeckte man aber weitere Vorteile dieser Bauform wie zum Beispiel eine ausgezeichnete Standfestigkeit.
Aufgrund seiner charakteristischen Form bietet sich der Kugelgrill für die Zubereitung vieler verschiedener Grillgüter an. So ist es beispielsweise kein Problem ein dickeres T-Bone-Steak oder ein ganzes Hähnchen auf diesem Grill zu garen.

Ein Kugelgrill setzt sich üblicherweise aus zwei Halbkugeln zusammen: Der untere Teil (mit oft fahrbarem Ständerwerk) dient zur Aufnahme der Kohlen (bei einem Kohlegrill), wobei diese auf einem eigenen Rost platziert werden, was für eine zusätzliche Belüftung von unten sorgt, wodurch die Entwicklung einer gleichmäßigen Hitze möglich ist. In leicht erhöhter Position über dem Kohlerost liegt das eigentliche Grillrost. Kugelgrills werden in diesem Zusammenhang besonders oft für das indirekte Grillen genutzt. Es wird entsprechend nicht direkt über den Kohlen gegrillt. In erster Linie dienen die warme Luft und der Rauch zum Garen des Grillgutes. Der obere Teil des Kugelgrills ist der Deckel. Dieser kann noch mit praktischer Zusatzausstattung wie einem Thermometer oder einstellbaren Belüftungsöffnungen versehen sein. Bei einigen Modellen gibt es als dritte Komponte einen Zwischenring, welcher zur Vergrößerung des Grillraums zwischen unterer Halbkugel und Deckel eingesetzt werden kann.

Kugelgrills können natürlich nicht nur für das indirekte Grillverfahren, sondern auch für direktes Grillen über der Glut verwendet werden.


-> Gasgrill – Grillen mit Gas

Gasgrill für schnelles Grillvergnügen.

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Gasgrills erzeugen heiße Luft, welche dann zum Grillen genutzt wird. Zu den Vorteilen der Gasgrills gehört, dass sie sich sehr einfach anzünden und sehr gut regulieren lassen. Darüber hinaus lässt sich beim Gasgrill die gewünschte Temperatur ziemlich schnell erreichen, wodurch Zeit gegenüber dem Kohlegrill eingespart werden kann.

Gasflaschen für den Betrieb derartiger Grills stehen in verschiedenen Größen im Handel zur Verfügung und sind gut zu bekommen, weshalb auch eine häufige Grillnutzung überhaupt kein Problem ist. Für ungetrübten Grillgenuss und für eine möglichst hohe Flexibilität sowie Sponanität empfiehlt es sich, immer eine gefüllte Ersatzflasche im Haus zu haben.

Gasgrills werden in unterschiedlicher Weise gebaut: So gibt es Grills, bei denen Lavasteine oder keramische Briketts zum Einsatz kommen. Diese werden durch das brennende Gas schnell aufgeheizt und geben die Hitze dann ans Grillgut ab. Zusätzlich fangen die Lavasteine bzw. keramischen Briketts auch das herabtropfende Fett auf. Bei anderen Modellvarianten dieses Grilltypen werden durch die Gasflammen Stäbe aus Spezialstahl oder Gusseisen erhitzt, welche sich unter dem eigentlichen Grillrost befinden, die Hitze aufnehmen und abgeben.

Zur Ausstattung der Gasgrills gehören üblicherweise zwei oder im Idealfall noch mehr Brenner, die eine gute Kontrolle darüber erlauben, wo im Grill besonders viel direkte Hitze zur Verfügung stehen soll.

In der Größe der Grundfläche sind die meisten Grills, die mit Gas betrieben werden, in der Regel sehr großzügig bemessen, so dass ohne Probleme vier bis sechs Personen gleichzeitig mit leckeren Grillspezialiäten versorgt werden können. Zusätzlich gibt es selbstverständlich auch Modelle mit besonderes großer Grillfläche, die sich ideal für Partys und andere Veranstaltungen anbieten, sowie sehr platzsparend konzipierte Varianten, die sich bequem transportieren lassen und beispielsweise gute Dienste auf dem Campingplatz leisten.

Fast alle Gasgrills sind mit Deckeln ausgestattet. Im geschlossenen Zustand halten sie so die Hitze sehr gut und bieten darüber hinaus vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.


-> Tischgrill / Elektrogrill

Der Tischgrill bzw. Elektrogrill lässt sich wetter- und saisonunabhängig auch problemlos innerhalb der Wohnung nutzen. Sie benötigen für seinen Betrieb lediglich eine Steckdose. Ein weiterer Vorteil des Tischgrills / Elektrogrills ist, dass bei seinem Einsatz kein Rauch entsteht, so dass bei einem Außeneinsatz auf dem Balkon die Nachbarn nicht gestört werden.

Tischgrills / Elektrogrills eignen sich allerdings in der Regel nur sehr bedingt für indirektes Grillen, so dass hier üblicherweise klassisch direkt gegrillt wird.

In der Größe sind die meisten Tischgrills / Elektrogrills eher knapper bemessen, so dass sich größere Personengruppen nur sehr schlecht über ein einziges Gerät versorgen lassen. Er ist aus diesem Grund unsere Empfehlung für verregnete Tage und eine kleine Personenzahl.


-> Dutch Oven

Der Dutch Oven ist ein nicht ganz alltägliches Grillgerät, welches sich wunderbar als Zweitgerät oder zusätzlicher Grill anbietet. Es handelt sich dabei um einen Topf mit Deckel aus Gusseisen. Meist wird der Topf auf einem passenden Ständer platziert, welcher direkt in glühenden Kohlen steht. Zusätzlich werden glühende Kohlen auf den Deckel des Dutch Oven gelegt. Auf diese Weise erfolgt eine gleichmäßige Hitzeabgabe an das im Topf untergebrachte Gargut, so dass dieses schonend zubereitet wird und alle Aromastoffe erhalten bleiben.

Bei seiner Verwendung wird der Dutch Oven sehr heiß, weshalb man vorsichtig mit ihm umgehen muss. Der Handel bietet in diesem Zusammenhang Dutch Oven Grillsets an, welche neben einem oder mehreren Töpfen in verschiedenen Größen auch sinnvolles Zubehör wie einen Deckelheber umfassen.

Der Dutch Oven bietet sich aufgrund seiner Beschaffenheit und Verwendung ideal für das indirekte Grillen an. Wie viele Personen sich mit ihm „satt bekommen“ lassen, hängt unter anderem von seiner Größe und dem genutzten Grillgut ab.


Welche Grillmethoden gibt es?

Wenn man sich mit dem Thema Grillen auseinandersetzt, wird man nahezu automatisch mit den Begriffen direktes Grillen und indirektes Grillen konfrontiert. Im Wohnen.de Magazin erklären wir Ihnen die Unterschiede beider Grillmethoden, erläutern die Vor- und Nachteile und geben Ihnen viele ergänzende Informationen dazu.


-> Direktes Grillen

Die direkte Grillmethode ist das klassische Verfahren beim Grillen. Hier wird das Grillgut bei hohen Temperaturen ab ca. 250°C in kurzer Zeit gegart. In Abhängigkeit zur eingesetzten Technik wird der Abstand zwischen Grillgut und Hitzequelle bedarfsgerecht angepasst. Beim direkten Grillen entsteht die typische braune Kruste am Grillgut.

Da das direkte Grillverfahren mit hohen Temperaturen „arbeitet“, sind die Garzeiten kurz.

Für direktes Grillen eignet sich grundsätzlich jedes Grillgut mit einer Garzeit < 30 Minuten. Dazu gehören zum Beispiel Steaks in jeglicher Form, Koteletts, Würstchen, Spieße und diverses Gemüse.

Auf das Ablöschen mit Bier sollten Sie lieber verzichten, da durch dieses Verfahren zusätzlicher Rauch oder Russ gebildet wird, welcher sich auf dem Grillgut niederschlägt, was gesundheitsgefährdend sein soll.

In Abhängigkeit von der Beschaffenheit des Grillrostes wird durch die Hitze beim direkten Grillverfahren eine gewollte „Zeichnung“ auf der Fleischoberfläche erzeugt. Diese bezeichnet man auch als Branding. Die besten Ergebnisse lassen sich in diesem Zusammenhang mit Grillrosten aus Gusseisen erreichen, da diese die Wärme äußerst gleichmäßig verteilen.


-> Indirektes Grillen

Das indirekte Grillen kommt zum Beispiel häufig bei der Nutzung eines Kugelgrills zum Einsatz. Bei dieser Methode wird das Gargut nicht direkt über der Kohle positioniert. Die Hitze wirkt stattdessen von allen Seiten gleichermaßen auf Fleisch, Gemüse etc. ein.

Beim indirekten Grillen wird eine mit Wasser gefüllte Schale unter das Grillgut gestellt. Sie dient zum Auffangen des herabtropfenden Fettes. Auf diese Weise herrscht im geschlossenen Grill eine deutlich höhere Luftfeuchtigkeit, wodurch zum Beispiel Fleisch schön zart und saftig wird. Wenn Sie geschmacklichen Einfluss beim indirekten Grillen nehmen wollen, können Sie die Fettauffangschale auch mit Wein oder Bier statt Wasser füllen.

Auch Gasgrills eignen sich für indirektes Grillen: Vor dem Auflegen des Grillguts wird der Gasgrill vorgeheizt. Wenn man Fleisch, Fisch und Co. auf den Rost legt, schaltet man die Brenner ab, welche sich unmittelbar darunter befinden. Der Deckel des Gasgrills wird dann wie bei der Verwendung eines Kugelgrills oder ähnlichen Kohlegrillmodells für das indirekte Grillen geschlossen gehalten.

Zwei-Zonen-Glut

Bei der Zubereitung vieler Grillgerichte bzw. von unterschiedlichen Grillgütern ist es sinnvoll, die direkte und indirekte Grillmethode in Kombination einzusetzen. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer Zwei-Zonen-Glut. Dazu richtet man auf dem Grill einen Bereich für das direkte Grillen mit hoher Hitze ein. Hier wird das Grillgut direkt über der Hitzequelle bzw. den heißen Kohlen gegrillt. In einem anderen Bereich auf dem Grill kommt das Grillgut nur indirekt mit der Hitze in Kontakt, da es sich seitlich von der Hitzequelle befindet. Bei direkter Hitze bildet sich schnell die gewünschte Kruste am Fleisch, weshalb hier z. B. Steaks, Filets und Burger bestens aufgehoben sind. Ganze Hähnchen oder Braten werden am besten im Bereich der indirekten Hitze gegart, weil diese Grillgüter länger brauchen bis sie gar sind. Bei dickeren Fleischstücken geht man gern so vor, dass man diese zunächst direkt angegrillt, um die Kruste zu erreichen und sie danach in der indirekten Grillzone bis zum gewünschten Gargrad weitergrillt.


Wie zündet man einen Grill richtig an?

Wenn mit einem Tischgrill / Elektrogrill gegrillt wird, entfällt das Anzünden selbstredend komplett. Gasgrills bieten in der Regel einen Zündmechanismus, so dass man sich auch hier nur wenig Gedanken um das korrekte Anzünden machen muss. Wenn Sie allerdings über offenem Feuer oder mit einem Kohlegrill grillen wollen, ist es wichtig, dass Holz richtig zum Brennen bzw. die Kohlen richtig zum Glühen / Glimmen zu bekommen, um die notwendige Glut zu erreichen.

Ein klassisches Verfahren zum Anzünden von Holz oder Kohle ist die Nutzung kleiner Holzstücke oder Späne, die man entzündet, um so das Holzfeuer zu entfachen oder die Kohle anzuglühen. Anschließend gibt man weiteres Holz bzw. weitere Kohle hinzu, welche sich wiederum an der Glut entzünden. Erst danach verteilt man die Glut und gibt bei Bedarf weiteres Holz oder weitere Kohle hinzu.

Kohle oder Briketts können auch in Pyramidenform geschichtet werden, wobei zuunterst drei bis vier entzündete Anzündwürfel (aus dem Handel) gelegt werden. Nun gilt es Luft in die Kohle- / Brikettpyramide zu bringen, was durch vorsichtiges Hinweinpusten in die entstehende Glut oder mithilfe eine batteriebetriebenen Gebläses oder eines Blasebalgs durchgeführt werden kann. So soll erreicht werden, dass sich die Glut ausbreitet und auf die umliegenden Kohlestückchen / Briketts übergreift. Wenn dieses gelungen ist, wird die Glut verteilt.

Anzündkamin im Einsatz: schnelles Anzünden des Holzkohlegrills.

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Eine sehr einfache Methode zum Anzünden eines Kohlegrills ist die Verwendung eines so genannten Anzündkamins, welcher schon für sehr kleines Geld im Handel angeboten wird. Es handelt sich dabei um einen mit Löchern versehenen Metallzylinder mit Handgriff und löchrigem Metallboden oder Bodenrost. Man füllt Holzkohle oder Briketts in den Anzündkamin ein und entfacht im Grill z. B. ein paar Anzündwürfel aus Paraffin oder Holzwolleknäuel. Anschließend stellt man den gefüllten Anzündkamin auf die angezündete Anzündhilfe. Innerhalb von 25 bis 30 Minuten haben die Kohlen / Briketts im Anzündkamin die richtige Temperatur erreicht und können in den Grill umgefüllt werden.

Wenn man über einen längeren Zeitraum mit Holzkohle oder Briketts grillen will, ist es erforderlich, immer wieder Brennmittel nachzulegen. Wenn Sie mit Glut hantieren, empfiehlt es sich, eine kleine Metallschaufel oder einen kleinen Schieber aus Metall zur sicheren Glutverteilung anzuschaffen. Auf diese Weise lässt sich auch gut unnötiger Funkenflug vermeiden, welcher durchaus gefährlich werden kann.


Welche Pflege braucht der Grill?

Wenn Sie den Grill nicht benötigen, sollten Sie ihn unabhängig von seiner Art stets trocken unterbringen. Ob Sie Kohle- oder Gasgrill dazu in einem Gartenhäuschen, Geräteschuppen, im Keller oder einer Abstellkammer unterbringen, spielt keine Rolle. Sollte Ihnen kein derartiger Raum zur Verfügung stehen, sollten Sie sich zumindest eine passende Schutzhülle oder Abdeckhaube besorgen, die den Grill vor Witterungseinflüssen schützt.

Beim Grillen treten Saft und Fett aus dem Grillgut aus, es entstehen Asche und Rückstände und Speisereste setzen sich am Grillrost fest. Für dauerhaftes Grillvergnügen ist die Reinigung des Grills deshalb unerlässlich. Im Wohnen.de Magazin erklären wir Ihnen, worauf Sie beim Kohlegrill, Gasgrill und bei der Säuberung des Grillrostes achten sollten:


-> Kohlegrill reinigen und pflegen

Nach der Verwendung eines Holzkohlegrills müssen alle Rückstände wie die kalte Asche und die ausgekühlte Kohle entsorgt werden. Stellen Sie dabei sicher, dass wirklich nichts mehr glimmt. Zur Sicherheit können Sie damit auch bis zum nächsten Tag warten. Kehren Sie anschließend den Kohlebereich des Grills mit einem alten Besen oder Handfeger ab.

Prüfen Sie ab und an die Lüftungsvorrichtung am Grill und ölen Sie diese bei Bedarf.


-> Gasgrill reinigen und pflegen

Wenn das Grillen auf dem Gasgrill beendet wird, muss selbstverständlich die Gaszufuhr zugedreht werden. Entleeren Sie nach dem Abkühlen des Gasgrills die Auffangschalen für das Fett und waschen Sie diese mit heißem Wasser und einem Spritzer Spülmittel aus. Nehmen Sie ein feuchtes Tuch zur Hand, um die Grillstäbe zu reinigen. Entfernen Sie ggf. heruntergefallene Speisereste. Überprüfen Sie außerdem, ob Brenner oder Düsen verstopft sind. Bei einer vorliegenden Verstopfung ist auch hier eine gründliche Reinigung angebracht. Nach einer feuchten Säuberung des Gasgrills sollten Sie ihn im Anschluss noch einmal kurz erhitzen, damit eventuell zurückgebliebene Feuchtigkeit verdunstet und es nicht zur Bildung von Rost kommen kann.

Falls Ihr Gasgrill über Lavasteine verfügt, können Sie diese einmal bis zweimal jährlich in Essigwasser auskochen, um Fett und andere Rückstände zu beseitigen.


-> Grillrost reinigen und pflegen

Am meisten wird beim Grillen der Grillrost beansprucht. Üblicherweise haften nach dem Grillen einige Speise- und Fettreste am Rost an, die entfernt werden müssen. Wenn Sie den Rost in kaltem Zustand säubern wollen, machen Sie es sich damit nicht wirklich leicht. Idealerweise widmen Sie sich direkt im Anschluss an das Grillen der Reinigung des Rostes. Nehmen Sie den Rost dazu noch warm vom Feuer. Greifen Sie mithilfe der Grillzange zu einem in Öl getränktem Tuch und streifen Sie damit fest über den Grillrost. Mit dem Öl legen Sie nicht nur den Grundstein für optimale Grillergebnisse beim nächsten Einsatz, sondern schützen ihn gleichzeitig vor Korrosion.

Tipp:
Wenn Ihr Grillrost Rost angesetzt hat, sollten Sie den Grill anfeuern und den Grillrost erhitzen. Bürsten Sie ihn anschließend kräftig mit einer Drahtbürste ab, bevor Sie auch hier zur Grillzange und in Öl getränktem Tuch greifen.


Welches Grillzubehör gibt es und was ist sinnvoll?

Grillen hat in den Jahren immer mehr an Popularität gewonnen, worauf auch diverse Grillhersteller und Händler mit einem stetig wachsenden Angebot an Grill sowie diversen Gegenständen rund ums Grillen reagiert haben. Einige Utensilien sind beim Grillen nahezu unverzichtbar, während andere praktisch und wieder andere ganz nett, aber nicht wirklich nötig, sind.


-> Kochhandschuh / Grillhandschuh

Ein Kochhandschuh bzw. Grillhandschuh aus feuerfestem Material sollte stets beim Grillen zur Hand sein. Mithilfe des Handschuhs lässt sich zum Beispiel der heiße Rost in der Höhe verstellen oder Schälchen über der heißen Glut besser handeln.


-> Grillzange

Grillzangen gibt es in diversen Ausführung – z. B. aus Holz, aus Metall oder aus Metall mit ummantelten Griffen zur Isolierung. Sie können aussehen wie eine abgewandelte Riesenschere oder eine gewaltige Klammer, dennoch ist ihre Aufgabe stets dieselbe: Sie dient dem „Griller“ als verlängerter Arm und erlaubt das vorsichtige Greifen des Grillguts und gezielte Ablegen auf dem Rost. Der „Griller“ ist bei Nutzung der Grillzange vor Verbrennungen geschützt. Außerdem behandelt die Grillzange das Gargut deutlich schonender als eine Gabel. Wenn man mit einer Gabel in zum Beispiel Fleisch sticht, tritt Saft aus. Dieser Saft kann auf die Glut tropfen und für gesundheitsgefährdende Rauch- und Russentwicklungen sorgen. Außerdem trocknet das Fleisch so schneller aus und kann zäh werden.

Bei der Auswahl einer Grillzange sollten Sie darauf achten, ein Modell von guter Qualität zu nehmen, welches gut in der Hand liegt – also weder zu schwer noch zu lang ist. Stimmen Sie die Länge der Zange auch auf die Größe Ihres Grill ab. Bei einer zu kurz gewählten Grillzange, kann das Hantieren mit dem Grillgut sonst schon einmal zu einer sehr heißen Angelegenheit werden.


-> Grillrost

Beim Grillen gehört der Grillrost selbstverständlich zu den unverzichtbaren Utensilien. Grillroste werden aus Metall in verschiedenen Ausführungen angeboten. In der Regel verfügen sie über Stäbe. Es gibt auch Modelle mit einer eher geschlossenen Oberfläche mit kleineren Löchern. Bei diesen Rosten besteht keine Gefahr, dass Grillgut in die Glut fällt. Besonders gut eignen sich Grillroste aus Gusseisen weil diese die Hitze sehr gleichmäßig weiterleiten.

Grillrost für die erste Benutzung vorbereiten und pflegen

Vor dem ersten Gebrauch eines Grillrostes, sollten Sie ihn erhitzen und anschließend noch in heißem Zustand mit eingeöltem Küchenpapier abreiben. Verwenden Sie dazu am besten die Grillzange, damit Sie sich nicht verbrennen. Danach wird der Rost noch einmal erhitzt, bevor man ihn vollkommen abkühlen lässt. Wiederholen Sie dieses Prozedere ab und an nach dem Grillen, um den Grillrost zu pflegen.


-> Grillspieße aus Metall

Wer gerne Spieße grillt, ist mit der Anschaffung von Grillspießen aus Metall gut beraten. Diese werden teilweise im Handel auch als Set mit einem passenden Auflagerahmen für den Groll angeboten. Metallspieße lassen sich leicht reinigen und immer wieder verwenden. Im Gegensatz zu den Holzspießen ist hier kein Wässern nötig und es besteht auch keine Gefahr des Verkohlens (siehe Grilltipps). Da Metall keine Gerüche annimmt, lassen sich die Metallspieße flexibel für verschiedene Grillgüter (Fleisch, Fisch, Gemüse oder Obst) verwenden.


-> Fischkorb / Fischgitter

Wenn häufiger empfindlicher Fisch auf dem Grill landet, ist der Erwerb eines Fischkorbs / Fischgitters durchaus sinnvoll. Der Fisch wird in das Fischgitter eingelegt und kann mit ihm gewendet werden. Neben Fisch kann der Fischkorb / das Fischgitter natürlich auch für andere Gargüter genutzt werden, die empfindlich und schwerer im Handling sind. Hergestellt wird dieser Grillzubehörsartikel aus Metall, weshalb er sich leicht reinigen lässt.


-> Sparerib-Halter

Sparerib-Halter aus Metall sind ideal, wenn Sie eine Vorliebe für die dünnen Rippenstücke haben, die im Übrigen nicht nur klassisch vom Schwein, sondern auch vom Rind angeboten werden. In den Sparerib-Haltern lassen sich die Rippenstücke seitlich einlegen, so dass die Hitze an beiden Seiten gleichzeitig einwirken kann.


-> Drehspieß

Ein Drehspieß macht nur Sinn, wenn Sie häufiger größere Stücke wie ganze Hähnchen, Ente, Spanferkel oder Lammkeule auf dem Grill zubereiten wollen. Mit Strom bzw. Motor betriebene Drehspieße gibt es sowohl für Kohlegrills wie auch für Gasgrills. Sie drehen das Grillgut automatisch, was bei der doch recht langen Garzeit sehr angenehm ist. Falls Sie bevorzugt an Orten grillen, wo kein Strom zur Verfügung steht, können Sie sich natürlich auf für einen von Hand bedienbaren Drehspieß entscheiden.


-> Pizzastein / Hot Stone / Heißer Stein

Mit einem Pizzastein bzw. Hot Stone / Heißen Stein lässt sich ein Grill gut funktionell ergänzen. Lesen Sie vor der ersten Verwendung die Gebrauchsanweisung des Herstellers gut durch und halten Sie sich daran, da es sonst passieren kann, dass der Stein springt. In der Regel wird der Pizzastein vor der Erstnutzung mit Öl behandelt und dann erhitzt. Er bietet sich nicht nur für das „Grillen“ von Pizza, Flammkuchen, Quiches und Tartes an, sondern ist auch sehr gut für die Zubereitung von extradünnem Fleisch und Gemüse geeignet.

Hot Stones für den Grill werden in eckiger und runder Form sowie in diversen Größen im Handel angeboten, so dass es für jeden Grill ein passendes Produkt gibt.

Auf dem Grill erhitzt sich die gesamte Fläche des Steins und steht dann als Grillfläche zur Verfügung. Wenn Sie herzhaftes Grillgut direkt auf dem Pizzastein zubereiten wollen, sollten Sie erst nach dem Grillvorgang salzen, da das Salz die Oberfläche des Steins angreifen oder diesen auch zum Springen bringen kann.

Ein Pizzastein / Hot Stone ist ein ideales Hilfsmittel für das indirekte Grillen, weil der Stein nicht nur einen Abstand zur Glut erzeugt, sondern gleichzeitig die Hitze sehr gut aufnimmt und gleichmäßig verteilt.


-> Grillbrett / Planke

Grillbretter bzw. Planken sind sowohl für die direkte als auch für die indirekte Grillmethode geeignet. Zur Herstellung werden meist härtere Hölzer wie Eiche, Zeder oder Fruchtholz verwendet. Während des Grillvorgangs gibt das Holz Aroma an das Grillgut ab.

Vor der Verwendung des Grillbretts / der Planke ist ausreichendes Wässern erforderlich. Danach wird das Grillgut auf dem Holzstück auf den Grill gelegt. Während des Grillens verkohlt das Holz des Grillbrettes von unten leicht. Im geschlossenen Grill breitet sich so das spezielle Holzaroma der gewählten Holzart aus und beeinflusst den Garvorgang.

Aufgrund der Hitzeinwirkung und der damit verbundenen „Verkohlung“ lassen sich Grillbretter / Planken nicht ewig verwenden. Generell kann man sagen, dass sich ein Brett für etwa vier bis sechs Grilleinsätze nutzen lässt, bevor ein Austausch erforderlich ist.


-> Thermometer

Mithilfe eines speziellen Thermometers kann beim Grillen (natürlich auch beim Braten oder anderweitigen Garen) die Kerntemperatur des Grillfleisches überprüft werden. Neben herkömmlichen Thermometern mit einer analogen Skala zum Ablesen der Temperatur gibt es auch digitale Varianten in unterschiedlichen Ausführungen. Je nach Modell kann bei Bedaf über einen Stich ins Fleisches die aktuelle Kerntemperatur ermittelt oder eine konstante Überwachung mithilfe eines im Fleisch verbleibenden Temperaturfühlers durchgeführt werden.


-> Weitere Grillutensilien und Hilfsmittel

Ein gewisses Equipment sollte man beim Grillen stets zur Verfügung haben. Neben den bereits erwähnten und ausführlich beschriebenen Dingen, empfiehlt es sich, folgendes zur Hand zu haben:

Pinsel, um Grillgut mit Marinade, Bratensaft oder Sauce einzustreichen (wählen Sie hier am besten einen Pinsel aus Silkon oder ein hochwertiges Modell mit Naturborsten, die sich nicht lösen)
Messer mit scharfer Schneide sowie eine Tranchiergabel zum Portionieren größerer Fleischstücke
Aluminiumschalen (gibt es in diversen Größen) für das indirekte Grillverfahren sowie als Abtropfschalen
Aluminiumfolie (z. B. zum Warmhalten von Gegrilltem oder zum Schützen von Holzspießen)


Rund ums Grillgut

Grillgut: So gelingen Steaks und Co. perfekt.

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Die meisten Zutaten, die in regulär in der Küche verarbeitet werden, lassen sich auch zum Grillen verwenden. So können Sie unter anderem diverse Fleischsorten, Fisch, Gemüse und Obst auf dem Grill garen.


-> Ausgefallene Leckereien für den Grill

Rumpsteaks, Hüftsteaks oder Filetsteaks sind relativ bekannte Steakvarianten vom Rind. Das Flanksteak ist hierzulande vielen noch nicht so bekannt. Es handelt sich dabei um ein Stück, das aus dem Bauchlappen des Rindes geschnitten wird und stets im Ganzen verarbeitet werden sollte. Das Flanksteak ist gut gemasert, was es sehr saftig und bei korrekter Zubereitung auch sehr zart macht. Nach dem Grillen sollte das Flanksteak unbedingt quer zur Maserung in Scheiben geschnitten und so serviert werden.

Surf´n´Turf ist ein Trend der aus Amerika zu uns gekommen ist. Im Mittelpunkt steht hierbei die Kombination von See (Surf) und Land (Turf). In den USA werden in diesem Kontext gerne Gerichte aus Hummer und Rindersteak serviert. Beim Grillen kann man aber statt Hummer auch Garnelen auf das Rindersteak treffen lassen und so für besondere Genussmomente sorgen.

Käse bringt Abwechslung auf den Grill. Im Handel sind dazu mittlerweile verschiedene fertige Grillkäse im Angebot. Nicht jeder Käse eignet sich für den Grill. Empfehlenswert sind neben den als Grillkäse angebotenen Produkten Käse mit festerer Konsistenz wie Schafskäse oder Halloumi aus Zypern. Wenn Sie einen Weichkäse grillen, zerläuft dieser durch die Hitzeeinwirkung, was einen besonders cremigen Genuss bietet. Sollten Sie einen Blauschimmelkäse auf den Grill legen, können Sie bei diesem in der Regel auch die Rinde mitessen. Abgesehen vom Halloumi sollten Sie den Grillkäse idealerweise auf einem mit Olivenöl bestrichenen Stück Alufolie grillen. Um besondere Würze an den gegrillten Käse zu bringen, können Sie ihn gemeinsam mit Rosmarin und Thymian grillen.

Blätterteig gelingt super auf dem Grill: Rollen Sie den fertigen Blätterteig aus und schneiden Sie ihn in 2 cm breite Streifen. Anschließend pinseln Sie die Blätterteigstreifen mit verquirltem Eigelb ein und bestreuen Sie sie nach Ihren Wünschen zur Hälfte mit z. B. Sesam, Mohn, Leinsamen oder auch Käse. Drehen Sie nun jeweils einen unbestreuten Streifen und einen bestreuten Streifen zu Stangen zusammen. Zur Zubereitung heizen Sie Ihren Grill vor. Legen Sie die Blätterteigstangen auf eine Platte aus Gusseisen oder in Aluschalen und backen Sie sie im geschlossenen Grill knusprig und goldbraun. Ein leckerer Snack und eine pikante Beilage zu vielen Grillgerichten, der sich einfach und schnell zubereiten lässt.

Ein echter Geheimtipp zum Grillen ist die Wassermelone. Über der Glut des Grills erwärmt, überrascht das Kürbisgewächs mit einem ganz anderen Geschmack. Schneiden Sie die Melone dazu in dünnere Scheiben und grillen Sie sie auf jeder Seite für ca. 2 Minuten. Anschließend können Sie die Melonenscheibe ganz nach Ihrem persönlichen Geschmack entweder süß mit Zucker, salzig oder pikant mit anderen Gewürzen verfeinern. Sie entscheiden also selbst, ob Sie die Wassermelone als süße Nachspeise oder würzige Beilage auf den Grill legen.


Mit welchen Mengen muss ich pro Person rechnen?

Gemütliche Grillparty im Garten.

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Als Gastgeber hat man insbesondere bei größeren Gesellschaften meist die Befürchtung, dass nicht alle Gäste satt werden könnten. Beim Grillen gilt grob die Faustregel, dass mit drei Teilen pro Person zu rechnen ist. Damit Sie Ihre Grillparty optimal vorbereiten können, geben wir Ihnen jetzt noch detaillierte Auskunft zu den empfohlenen Mengen, wobei wir uns nicht nur aufs Grillgut konzentrieren, sondern auch Beilagen, Saucen und Getränke berücksichtigen:

Hauptspeisen-Komponenten

  • Wurst – 1 Stück pro Person
  • Fleisch – 200-250 g pro Person
  • Spareribs – 300-400 g pro Person
  • Fisch (ohne zusätzliches Fleischangebot) – 1 Stück (ganzer Fisch z. B. Forelle) pro Person
  • Fischfilet (zusätzlich zum Fleischangebot) – 125-200 g pro Person
  • Gemüse und Pilze – 100-150 g pro Person
  • Gemüse und Pilze (Vegetarier/Veganer) – 300-450 g pro Person

Beilagen

  • Salate (sättigend z. B. aus Kartoffeln oder Nudeln) – 200 g pro Person
  • Blattsalate – 30-50 g pro Person
  • Brot/Brötchen – 80-100 g pro Person (ca. 1-2 Brötchen)
  • Baguette (klassisch, 1m) – reicht für 4 Personen
  • Saucen – 5 EL pro Person (Flasche mit 250 ml für 5 Personen)

Getränke – hängt stark vom Wetter und der Art der Zusammenkunft ab

  • Bier – 1-1,5 l pro Person
  • Wein – 0,5 l pro Person
  • Mineralwasser – 1-1,5 l pro Person

Beachten Sie bei der Planung Ihres Grillevents auch die indiviuellen Eigenheiten Ihrer Gäste. So wird eine Gruppe Top-Models ganz andere Essgewohnheiten an den Tag legen als ein Football-Team aus ausgewachsenen Kerlen – überspitzt ausgedrückt.


-> Marinaden

Unabhängig davon, was Sie auf den Grill legen wollen, ist Marinade nahezu unverzichtbar. Sie dient als Schutz für das Grillgut vor dem Austrocknen und beeinflusst durch ihre Zusammensetzung den Geschmack.Wenn Sie eine eher flüssige Marinade oder eine Marinade mit sehr hohem Kräuteranteil verwenden, sollten Sie diese vor dem Grillieren leicht vom Grillgut abtupfen. Nachdem Sie Fleisch, Fisch oder Gemüse auf dem Grill „angebraten“ haben, können Sie es erneut mit der Marinade einstreichen.Eine dickflüssigere Marinade (z. B. mit hohem Senfanteil sowie die meisten Fertigmarinaden) kann auf dem Grillgut verbleiben und muss nicht abgetupft werden.

Tipp 1:
Bereiten Sie die Marinade stets frisch zu und verrühren Sie alle Zutaten gründlich miteinander. Legen Sie das Grillgut in die Marinade oder bestreichen Sie es mit der Marinade und wickeln Sie es in Alufolie ein. Generell sagt man, dass kleine Grillstücke für ein bis zwei Stunden mariniert werden sollten, während man größere Stücke im Idealfal über Nacht in der Marinade ziehen lässt.

Tipp 2:
Zum Marinieren eignen sich Gefrierbeutel ideal: Geben Sie einfach Fleisch, Gemüse oder was Sie sonst marinieren wollen zusammen mit der Marinade in den Beutel und verschließen Sie ihn danach. Schütteln und wenden Sie den Beutel gelegentlich.

Tipp 3:
Spülen Sie Fisch und Meeresfrüchte vor dem Marinieren mit kaltem Wasser ab und tupfen Sie die Stücke anschließend trocken.

Info:
Marinaden sollten nicht stark gesalzen werden, weil das Salz dem Grillgut Feuchtigkeit entzieht und auf dem Grill ein schnelles Schließen der „Poren“ beim Fleisch verhindert.


Grillgerichte mit der richtigen Würze verfeinern

Wer leidenschaftlich grillt, ist in der Regel immer auf der Suche nach dem besonderen Geschmack. Um diesen zu erreichen, bieten sich frische Kräuter, aromatisierte Salze oder angereicherte Öle an. Im Wohnen.de Magazin erklären wir Ihnen, worauf Sie beim Würzen Ihres Grillguts achten sollten:


-> Kräuter

Beim Einsatz von Kräutern lässt sich mit frischen Kräutern selbstredend der beste Geschmack erzeugen. Auf dem heißen Grill besteht allerdings die Gefahr, dass die Kräuter verbrennen, wobei schnell unerwünschte Bitternote das Genusserlebnis trüben können. Egen Sie die Kräuter deshalb immer auf das Grillgut, damit es eine gewisse Distanz zur Glut hat.

Tipp 1:
Verwenden Sie die Stengel von beispielsweise Zitronengras, Rosmarin oder Süßholz für die Herstellung kleiner Grillspießchen. Sie geben beim Grillen ein ganz besonderes Aroma an das Grillgut ab.

Tipp 2:
Um Ihrem Grillgut mithilfe von Kräutern zu mehr Aroma zu verhelfen, können Sie z. B. Thymian oder Rosmarin auch mit in die Glut geben. Damit die Kräuter nicht so schnell verbrennen, empfiehlt es sich, die Kräuter vorher kurz in Wasser einzuweichen, bevor Sie sie in die Glut legen.

Info:
Wussten Sie schon, dass die Verwendung von Kräutern beim Grillen nicht nur für ein tolles Aroma sorgt, sondern auch gut für Ihre Gesundheit ist? In Kräutern wie Salbei, Thymian oder Rosmarin sind so genannte Polyphenole enthalten, die die Bildung von gesundheitsschädlichen Stoffen wie sie beim Grillen leider häufig entstehen, reduzieren.


-> Salze

Zum Grillen eignet sich grobes Meersals am besten. Für einen sehr feinen Geschmack, empfiehlt sich die Verwendung von Meersalz, das mit anderen Zutaten vermischt ist. So können Sie beispielsweise geriebene Zitronen- oder Limettenschale mit den Salz mischen oder das Meersals mit Kümmel, Chili oder Safran ganz nach Ihren Wünschen verfeinern.

Tipp:
Um ein Verklumpen des Salzes zu vermeiden, sollten Sie es nicht mit zu feuchten Komponenten mischen.Info:
Salz neigt dazu Wasser zu entziehen, weshalb das richtige Salzen beim Grillen erst am Ende des Garprozesses erfolgen sollte. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass das Grillgut austrocknet.


-> Öle

Kalt gepresstes Olivenöl gilt als sehr gesund und eignet sich wegen seines guten Geschmacks sowie seiner hohen Hitzebeständigkeit sehr gut zum Grillen. Für den Einsatz beim Grillen können Sie außerdem Rapsöl, Sonnenblumenöl oder Erdnussöl verwenden.Um dem Grillgut eine besondere Note zu verleihen und Einfluss auf den Geschmack zu nehmen, bieten sich aromatisierte Öle an. Verwenden Sie zum Beispiel ein Zitronenöl für einen zusätzlichen Frischekick, setzen Sie ein Basilikumöl für fruchtige Akzente oder ein Chiliöl für Pep und Schärfe ein.

Tipp:
Aromatisierte Öle zum Grillen können Sie ganz einfach selbst herstellen. Nehmen Sie dazu ein geschmacksneutrales Öl wie haushaltsübliches Raps- oder Sonnenblumenöl. Geben Sie entsprechend Ihrer Wünsche frische Kräuter oder Gewürze hinzu und lassen Sie das Ganze ziehen. Die Aromen entfalten sich meist bereits nach einigen Stunden im Öl und dann vom Öl wunderbar an das Grillgut abgegeben. Sie können aromatisiertes Öl sehr gut für Marinaden oder zum Einstreichen von z.B. Fleisch oder Gemüse während des Garens auf dem Grill verwenden.


-> Grillzeiten

Wie lange ein bestimmtes Grillgut auf dem Grill benötigt, hängt neben seiner Art (generell und speziell) natürlich auch immer von der jeweiligen Größe oder Stärke des Stücks sowie vom persönlichen Geschmack ab. Dennoch kann man einige generelle Empfehlungen zur unfähren Grillzeit beim Grillen mit dem Holzkohlegrill aussprechen. Beim Grillen mit dem Gasgrill kann sich die Garzeit je nach Grillgut deutlich (tlw. bis um die Hälfte) reduzieren.

  • Schweinefleisch
    Nackensteaks (ca. 1,5 cm dick) – ca. 12 bis 18 Minuten
    Spareribs (ca. 1 cm dick) – ca. 20 Minuten
    Spieße – ca. 15 Minuten
    Filet-Medaillon (ca. 2 cm dick) – ca. 5 bis 7 Minuten
    Grillwürstchen, gebrüht – ca. 10 Minuten
    Frische Bratwurst (ca. 120 g) – ca. 10 bis 15 Minuten
  • Rindfleisch
    Filet-Medaillon (ca. 2 cm dick) – ca. 4 bis 6 Minuten
    Hüftsteak (ca. 2 cm dick) – ca. 6 bis 10 Minuten
    T-Bone-Steak (ca. 4 cm dick) – ca. 12 Minuten
    Roastbeef (ganz, 1 kg) – ca. 30 bis 40 Minuten
    Spieße (Würfel ca. 3 cm) – ca. 7 bis 12 Minuten
  • Lamm
    Filet (ca. 60 g) – ca. 4 bis 5 Minuten
    Koteletts – ca. 5 bis 6 Minuten
    Rücken ausgelöst / Lachs (ca. 2 cm dick) – ca. 15 Minuten
  • Geflügel
    Hähnchenbrustfilet (ca. 170 g) – ca. 10 bis 12 Minuten
    Hähnchenkeulen – ca. 20 Minuten
    Hähnchenflügel – ca. 12 Minuten
    Putensteak (ca. 1 cm dick) – ca. 5 Minuten
    Entenbrust (ca. 200 g) – ca. 15 Minuten
  • Fisch und Meeresfrüchte
    Fischfilet (ca. 1 cm dick) – ca. 3 bis 5 Minuten
    Fisch (ganz – ca. 500 g) – ca. 20 bis 25 Minuten
    Garnelen – ca. 3 bis 4 Minuten
    Riesengarnele (mit Schale, ca. 80 g) – ca. 4 bis 5 Minuten
  • Gemüse
    Aubergine (ca. 1 cm dick) – ca. 5 Minuten
    Zucchini (ca. 1 cm dick) – ca. 5 Minuten
    Maiskolben geschält – ca. 20 bis 30 Minuten
    Riesenchampignon – ca. 5 bis 6 Minuten
    Kartoffel (ganz, ca. 80 g) – ca. 30 Minuten


-> Gargrad bei Fleisch bestimmen

Insbesondere beim Grillen von Rindersteaks kommt es sehr auf den richtigen Gargrad an, wobei persönliche Vorlieben und das jeweilige Stück zusätzlich eine Rolle spielen. Neben dem Messen der Kerntemperatur, können Sie auch die „Druckmethode“ anwenden, um zu prüfen, wie weit das Fleisch gegart ist: Drücken Sie dazu mit Ihrem Finger auf das Fleisch und führen Sie dann einen Vergleich mit dem Druck auf den Daumenballen Ihrer Hand durch:

  • Rare (englisch, blutig)
    entspricht dem „Druckgefühl“ auf den Daumenballen, wenn die Hand dabei entspannt ist
  • Medium
    entspricht dem „Druckgefühl“ auf den Daumenballen, wenn Daumen und Ringfinger dabei in Kontakt stehen
  • Well done (durch)
    entspricht dem „Druckgefühl“ auf den Daumenballen, wenn Daumen und kleiner Finger dabei in Kontakt stehen


-> Tipps rund ums Garen auf dem Grill

  • Wenn Sie Ihre Steaks, Schnitzel oder Koteletts zum Grillen selbst portionieren, sollten Sie hierfür eine Stärke von zwei bis drei Zentimetern wählen. Bei zu dünnen Scheiben trocknet das Fleisch auf dem Grill zu schnell aus.
  • Sie können zum Grillen auch tiefgefrorenen Fisch wie Lachs verwenden. Nehmen Sie diesen etwa eine Stunde vor dem Grillen zum Antauen aus dem TK-Schrank.
  • Auch tiefgefrorene Fleischsteaks können angetaut mariniert und gegrillt werden.
  • Wenn Sie selber Spieße zum Grillen stecken wollen und dazu Holzspieße verwenden, sollten Sie diese vor dem Stecken gründlich wässern. Je nach Zubereitungsart kann es außerdem sinnvoll sein, die Griffe der Holzspieße mit Alufolie einzuwickeln, um sie vor dem Verkohlen zu schützen. Sollten Sie Metallspieße verwenden, ölen Sie diese vorm Stecken dünn ein. So lassen sich Fleisch oder Gemüse nachher ganz einfach herunterschieben.
  • Nehmen Sie mariniertes Fleisch, Fisch und Geflügel etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank, damit das Grillgut Raumtemperatur annehmen kann.
  • Verwenden Sie zum Wenden der Fleischstücke nie eine Gabel, sondern immer eine Zange oder einen Spachtel. Beim Anstechen kann es zum Austreten von Fleischsaft kommen.
  • Beim Grillen von dicken Steaks sollten Sie diese erst bei direkter Hitze scharf angrillen und anschließend bei indirekter Hitze langsam bis zum gewünschten Gargrad fertig grillen.
  • Damit Spareribs schön zart und lecker werden, empfiehlt sich die indirekte Grillmethode bei geschlossenem Deckel. Sollten Sie Ihre Spareribs auf einem offenen Grill garen, platzieren Sie die dünnen Rippchen über einem Bereich mit nur wenig Glut und lassen sie sie langsam unter wiederholtem Wenden fertig garen.
  • Um Vitamine und Mineralien bei empfindlicherem Grillgut wie Gemüse und Fisch weitgehend zu erhalten, empfiehlt sich eine schonende Zubereitung: Geben Sie das Grillgut dazu in Grillschalen oder gefettete Alufolie, um es möglichst sanft zu garen.
  • Wenn Sie empfindlichen Fisch in Form von Koteletts oder Filets direkt auf dem Rost grillen, sollten Sie diesen im Idealfall nur einmal wenden, um zu verhindern, dass das Grillgut zerfällt.
  • Belassen Sie fertig gegartes Grillgut nicht zum Warmhalten auf dem Grill, weil es dort trocken wird. Wickeln Sie es stattdessen in Alufolie ein.
  • Es empfiehlt sich fertig gegartes Fleisch nach dem Grillen noch einige Minuten ruhen zu lassen, weil es so noch saftiger wird.
  • Lammfleisch kühlt sehr schnell aus. Es empfiehlt sich deshalb vorgewärmte Teller zum Servieren vom gegrilltem Lamm zur Hand zu haben.


Tipps rund ums Grillen


-> Gesammelte Grilltipps

  • Damit auf dem Grill nichts anbrennt, empfiehlt es sich, den Grillrost vor dem Grillen ganz dünn mit haushaltsüblichem, geschmacksneutralem Öl (Raps, Sonnenblumen) einzureiben. Als Alternative bietet sich das Einreiben des Grillrostes mit einer Speckschwarte an.
  • Lässt sich das Grillgut schwieriger vom Rost lösen, ist es ratsam, noch etwas mit dem Wenden zu warten. Vor allem Fleisch brät sich im ersten Moment schnell am Rost fest, löst sich dann aber auch sehr gut wieder, sobald sich die „Poren“ geschlossen haben.
  • Wenn Sie mit Kohle oder Briketts grillen wollen, sollten Sie darauf achten, dass diese vollkommen trocken sind. Feuchte Kohle brennt schlecht und entwickelt viel Rauch, wodurch das Essen ungenießbar werden kann.


-> Grillen: Sicherheitstipps

  • Achten Sie bereits bei der Auswahl bzw. beim Kauf eines Grills darauf, dass keine zu scharfen Kanten vorhanden sind, um Verletzungsrisiken zu vermeiden.
  • Bevor Sie mit dem Grillen anfangen, sollten Sie prüfen, ob der Grill richtig und sicher steht. Dabei ist es egal, ob Sie mit Kohle oder Gas grillen. Achten Sie darauf, dass der Grill einen festen Stand auf dem Boden hat und ausreichend Abstand zu allen Dingen vorhanden ist, die brennbar sind. Zu diesen Gegenständen zählen unter anderem Sonnenschirme und Picknickdecken.
  • Wenn Sie den Grill einmal entzündet haben, sollten Sie ihn nicht mehr bewegen. Die Gefahr, dass es dabei zu einem Unfall kommt ist sehr hoch und die Folgen können verherrend sein.
  • Lassen Sie den entzündeten Grill nicht unbeaufsichtigt. Vor allem für Kinder sind hier große Gefahren vorhanden, da sie sich oft auf Augenhöhe mit dem Grill befinden. Durch Funkenflug, Fettspritzer und die Glut selber kann es zu schweren Unfällen kommen.
  • Halten Sie Haustiere vom Grill fern.
  • Tobereien und Spiele im Garten – insbesondere mit Bällen – sollten in ausreichender Entfernung zum heißen Grill stattfinden.
  • Kohlegrills sollten grundsätzlich nur im Freien betrieben werden.
  • Bei der Entsorgung der Verbrennungsrückstände beim Grillen mit Kohle sollten Sie genau darauf achten, dass wirklich keine Hitze mehr vorhanden ist. Löschen Sie ggf. nach oder verlegen Sie die Beseitigung der Asche auf den nächsten Tag.
  • Wenn Sie einen Gasgrill verwenden, sollten Sie diesen nur bei geöffnetem Deckel entzünden. Es kann ansonsten durch das ausströmende Gas und die plötzliche Zündung zu einer Explosion kommen.
  • Tritt beim Grillen eine kleinere Stichflamme auf, versuchen Sie diese nicht zu löschen, in dem Sie Wasser in das brennende Fett gießen. Es ist sinnvoller und ungefährlicher, wenn Sie die Flamme ersticken.
  • Benutzen Sie kein Benzin, Spiritus oder andere flüssige Anzündmittel um den Grill in Gang zu bringen. Mit diesen Brennmitteln ist es in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Unfällen und Verbrennungen gekommen. Außerdem kann es passieren, dass das Grillgut den Geschmack des Anzündmittel annimmt.
  • Grillen ist ein Vorgang, der etwas Zeit und Geduld fordert. Genießen Sie die Momente am Grill und bewahren Sie die Ruhe. Vermeiden Sie es zu intensiv in der Glut des Kohlegrills herumzustochern oder das Gas am Gasgrill zu hoch aufzudrehen.


Weiteres zum Thema Grillen


-> Weiterführende Informationen rund ums Grillen im Wohnen.de Magazin und Shop:


-> Weiterführende Informationen rund ums Grillen im Internet: