Immobilien zur Altersvorsorge

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Experten sind sich einig, dass die Altersvorsorge gestreut werden sollte. Das heißt, es ist wichtig, dass nicht nur auf ein bestimmtes Produkt Wert gelegt wird, sondern dass unterschiedliche Investitionen getätigt werden. So kommen Fonds und Aktien ebenso in Betracht, wie Lebensversicherungen und Riester- bzw. Rürup-Rente. Wichtig ist dabei das individuelle Sicherheitsbedürfnis sowie der Wunsch nach einer hohen Rendite. Wer auf lange Sicht gesehen auch Verluste in Kauf nehmen kann, weil diese durch höhere Gewinne kompensiert werden können, kann durchaus in Fonds investieren. Wer aber auf eine sichere Geldanlage Wert legt, sollte eine niedrigere Rendite, die dafür kontinuierlich ist, achten. In dem Zusammenhang muss auf Immobilien als Altersvorsorgemöglichkeit eingegangen werden.

Auswahl nach Art der Nutzung

Je nachdem, für welchen Zweck die Immobilie gedacht ist, sollte der Markt entsprechend „durchforstet“ werden. Geht es darum, die Immobilie von Anfang an selbst zu bewohnen? Dann sollte ein Objekt gewählt werden, welches den momentanen Ansprüchen ebenso genügt, wie den zukünftigen. Hier spielt die eventuell noch ausstehende Familienplanung mit hinein. Vielleicht soll die Immobilie aber auch erst einmal vermietet werden? Dann sollte im Vordergrund die Frage stehen, welche Anforderungen sich im Alter ergeben werden, wenn das Haus oder die Wohnung selbst bewohnt werden sollen. Außerdem ist wichtig, dass das Objekt so gewählt wird, dass es sich bis dahin leicht vermieten lässt. Bedenken Sie also die Lage von Haus oder Wohnung – Innenstadt oder Randlage – und die infrastrukturelle Situation. Vielleicht soll das Gebäude aber auch immer vermietet werden und kommt für eine Eigennutzung gar nicht in Frage. Dann richtet sich der Fokus bei der Auswahl des Objekts natürlich einzig und allein darauf, was aus vermietungstechnischen Gründen sinnvoll ist. Lage, Größe, Nachbarschaft, Infrastruktur – das alles sind Fragen, die vor dem Kauf der Immobilie geklärt werden sollen.

Vorteile der Immobilien

Immobilien zur Altersvorsorge bieten einige große Vorteile:

– Kostenfreies Wohnen im Alter möglich (mit Ausnahme der Nebenkosten)
– durch Vermietung Möglichkeit einer regelmäßigen Einnahmequelle
– günstige Finanzierungsmöglichkeiten
– Förderung vom Staat
– Immobilienbesitzer sind bei verschiedenen Versicherungen besser gestellt
– bei Selbstnutzung: Umbaumaßnahmen im Rahmen gesetzlicher Regelungen einfach möglich
– Immobilien unterliegen nicht der Inflation und sind damit eine stabile Wertanlage.

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Die Finanzierung

Die Finanzierung der eigenen Immobilie kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Nur die wenigsten Menschen werden wohl finanziell so gut gestellt sein, dass eine komplette Eigenfinanzierung in Betracht kommt. In den meisten Fällen wird auf den Bankkredit zurückgegriffen. Derzeit sind die Zinsen so günstig wie nie, das heißt, der Kredit ist momentan sehr günstig zu bekommen. Wichtig sind natürlich Bonität und Kreditwürdigkeit. Der Kredit wird meist nur vergeben, wenn etwa 30 Prozent Eigenkapital vorhanden sind. Die so genannten Nullfinanzierungen sind zwar bei einigen Banken möglich, allerdings wird von einer solchen Finanzierung abgeraten. Der Grund ist, dass die Zinsen zum einen sehr hoch sind, zum anderen die Kreditsumme insgesamt. Wer über keinerlei Eigenkapital verfügt, mit dem er auch unvorhergesehene Ausgaben abfangen kann, sollte über den Kauf einer Immobilie noch einmal nachdenken – oder zumindest über den Zeitpunkt. Da die Immobilie als Sicherheit gesetzt wird, ist es aus mit der Altersvorsorge, wenn der Kredit nicht mehr bezahlt werden kann und die Bank das Haus oder die Wohnung kassiert.
Möglich ist die Finanzierung zudem über einen Bausparvertrag. Mindestens die Hälfte muss hier angespart werden, damit der Vertrag zur Auszahlung kommt. Mit dem Bausparvertrag kann ein bereits bestehender Kredit abgelöst werden, so dass eine zinsgünstigere Tilgung möglich ist.
Auch das seit einigen Jahren mögliche „Wohn-Riester“ muss an dieser Stelle genannt werden, mit dem Immobilienkäufer unterstützt werden können. Wichtig ist dabei aber, dass das Geld in Bau oder Erwerb einer Immobilie fließt, Umbaumaßnahmen werden nicht durch den Staat gefördert.

Tipps

Eine Immobilie ist für die private Altersvorsorge unbedingt geeignet, wenn einige Dinge beachtet werden. So sollte zum einen auf die eingangs erwähnte Streuung gesetzt werden, das heißt, zur Immobilie sollte auch in andere Produkte der Altersvorsorge angespart werden. Dann sollten Sie bedenken, dass für die folgenden Jahre oder wahrscheinlich Jahrzehnte ein Großteil Ihres Kapitals gebunden ist – Kreditraten, Sanierungsmaßnahmen, Versicherungen, Nebenkosten usw. verschlingen nicht gerade wenig Geld. Meist liegen die wirklichen Einsparungsmöglichkeiten in vergleichsweise weiter Ferne, oft rechnen sich Immobilien erst nach 15 oder 20 Jahren – dann aber sichtlich. Für die schnelle Vermögensbildung sind sie sicherlich nicht geeignet, wohl aber für die sichere und langfristige.
Wer die Altersvorsorge mit der Immobilie darauf aufbauen will, dass das Objekt vermietet werden soll, muss auch die Leerstandszeiten berücksichtigen. Während dieser – zu denen es immer wieder kommen kann – werden keine Mieten eingenommen, die üblichen Kosten laufen aber weiter. Diese sollten durch Rücklagen kompensiert werden können.