Erdwärme nutzen – Neubau mit Erdwärme planen

Die deutschen Energieversorger haben bei Gas-Preiserhöhungen von bis zu circa 20 Prozent angekündigt. Damit ist schon jetzt klar, dass das Heizen im nächsten Winter wieder einmal teurer wird. Wer sich jetzt ein Haus neu baut und sich für regenerative Heiztechnik entscheidet, reduziert dabei die Energiekosten auf ein Minimum. Als besonders umweltschonend hat sich dabei der Einsatz von Erd- oder Luft-/Wasserwärmepumpen erwiesen. Mit innovativer Technik wird Energie, die in der Erde oder in der Außenluft existiert von der Natur kostenlos zur Verfügung gestellt. Im Fokus steht vor allen Dingen die Unabhängigkeit von Gas und Öl. Damit verbunden ist auch die Unabhängigkeit vom stetig steigenden Preis durch immer knapper werdende Ressourcen. Denn die Zeit des billig verfügbaren Erdöls scheint endgültig vorbei.

Wer eine Erdwärmeheizung plant, sollte wissen, dass eine gut gedämmte Fassade die Grundvoraussetzung für eine wirtschaftliche und effektive Nutzung eines Niedertemperaturheizsystems ist. Nur dann sollte eine Wärmepumpe und ein großzügig dimensioniertes Wärmeverteilersystem wie eine Fußbodenheizung installiert werden.

Außerdem ist zu beachten das für den Einbau einer Erdwärmepumpe drei verschiedene Wärmequellen nötig sind. Diese unterscheiden sich bei der Installation nach Größe der Grundstücksfläche, Feuchtigkeit oder Trockenheit des Grundstückes. Hier ist ganz entscheidend, dass nicht jede Anlage auf jedem geologischen Untergrund installiert werden kann. Folgende Fragen sollten außerdem vor dem Einbau geklärt sein: Welche Wärmepumpe soll ich wählen? Erde, Wasser oder Luft? Was kostet das? Wie hoch sind die Stromkosten? Ein zertifizierter Fachbetrieb kann hier bestimmt weiterhelfen.

Der Einsatz regenerativer Heiztechniken bringt offensichtlich, langfristige Vorteile. Trotzdem lassen sich viele Bauherren von den höheren Anschaffungskosten im Vergleich zu den Gas- und Ölheizungen abschrecken. Doch schnell spürt der Bauherr im Portemonnaie wie sich Erdwärme nach der hohen Investition bezahlt macht. Die Kosten sind niedriger als bei anderen Heizungen. Die Wärmepumpe braucht keinen Brennstoff mehr, nur Strom. Wenn die Voraussetzungen stimmen, liefert die Umwelt zu drei Vierteln kostenlose Energie für Heizung und Warmwasser. Nur ein Viertel kommt durch den Einsatz von Strom hinzu. Damit sieht man auch der nächsten Strompreiserhöhungen gelassener in das Auge.