Energiesparen im Haushalt

Haushaltsgeräte sind mit etwa 8%, die Beleuchtung ist mit etwa 2% am Energieverbrauch der Haushalte beteiligt. Da Strom jedoch nur mit großen Verlusten erzeugt werden kann, liegt der Primärenergiebedarf wesentlich höher. Einige Geräte verbrauchen so wenig Strom, dass wirksames Sparen hier nicht lohnt. Bei Großverbrauchern lässt sich jedoch mit wenigen Tricks der Energieverbrauch erheblich senken.

Es lohnt sich immer, wenn man sich vor einem Kauf von Elektrogeräten bei der Stiftung Warentest informiert. Die Qualitätsunterschiede sind zum Teil groß, das teurere Produkt ist nicht in jedem Fall auch das bessere. Besonders achten sollte man auf den Strombedarf derjenigen Geräte, die dauernd in Betrieb sind oder sehr häufig benutzt werden, da zwischen verschiedenen Marken und Modellen starke Unterschiede bestehen. Informiert man sich über den Strombedarf eines Geräts in 24 Stunden, kann man sich selbst ausrechnen, nach welcher Zeit sich ein höherer Anschaffungspreis wegen eines niedrigeren Stromverbrauchs rentiert.
Grundsätzlich gilt, dass Spezialgeräte wie Kaffeemaschine und Eierkocher weniger Energie verbrauchen als der Herd. Kleinere Mengen an Warmwasser sollten mit dem Tauchsieder oder dem Wasserkocher erhitzt werden.

Verbeulte Töpfe, die nicht vollständig auf der Herdplatte aufliegen, sind nicht für den Elektroherd geeignet. Sie verbrauchen bis zu 40% mehr Energie. Topf und Plattengröße sollten übereinstimmen, der Deckel auf dem Topf sollte nicht fehlen. Dadurch kann jeweils bis zu 30% Strom eingespart werden. Schnellkochtöpfe sparen Zeit und verbrauchen je nach Gericht etwa 30% bis 60% weniger Strom. Automatikplatten stimmen die Stromzufuhr auf den Bedarf ab, Umluftbacköfen sparen bis zu 25% Energie für Braten und Backen, weil durch erzwungenen Luftstrom die Wärme schneller an den Backraum übertragen wird oder neben dem Herd. Die in den Kühlraum eindringende Wärme muss durch erhöhten Energieeinsatz wieder abtransportiert werden.

Eine hitzebeständige Dämmplatte zwischen Herd und Kühlschrank kann den Stromverbrauch ein wenig senken. Das Gerät sollte nicht zu groß gewählt werden, weil der ungenutzte Raum ständig mitgekühlt werden muss. Ist im Haushalt bereits ein Gefriergerät vorhanden, kann man auf ein Gefrierfach verzichten. Die Stromeinsparung kann dadurch bis zu 50% betragen. Eine Kühltemperatur von etwa 7°C ist in den meisten Fällen ausreichend. Eine 2 Grad niedrigere Temperatur erhöht den Stromverbrauch bereits um etwa 151/b. Auch Eisbildung im Gefrierfach erhöht den Stromverbrauch, da das Eis wie eine Dämmschicht wirkt. Deshalb sollte der Kühlschrank regelmäßig abgetaut werden, spätestens jedoch dann, wenn die Eisschicht mehr als 3 mm beträgt. Kühl-Gefrier-Kombinationen brauchen wesentlich weniger Strom als 2 Einzelgeräte.
Auch Gefriergeräte sollten an einem kühlen Platz aufgestellt, richtig bemessen, voll ausgenutzt und regelmäßig abgetaut werden. Gefrierschränke verbrauchen bis zu 20% mehr Energie als Truhen, da die kalte Luft schwerer ist, beim Offnen unten heraus fließt und durch wärmere ersetzt wird, die wieder abgekühlt werden muss.

Das Fassungsvermögen von Waschmaschinen und Trockner sollte immer ausgenutzt werden, da bei halb und bei ganz gefüllten Maschinen der Energieverbrauch nahezu gleich ist. Viele Wäschestücke werden auch bei niedrigeren Temperaturen sauber, vielfach kann auf eine Vorwäsche verzichtet werden. Falls es möglich ist, sollte die Wäsche an der Luft getrocknet werden, weil der Trockenvorgang beinahe genauso viel Energie verbraucht wie die Wäsche selbst. Auf jeden Fall sollte gut geschleudert werden, da eine geringere Restfeuchte den Stromverbrauch für das Trocknen stark herabsetzt.

Der Energieverbrauch einer Spülmaschine hängt im Wesentlichen vom Wasserverbrauch ab, der zwischen einzelnen Fabrikaten stark variieren kann. Kurzprogramme sparen bei nicht voll beladenen Geräten Energie.

Die Glühlampe sollte nach dem wirklichen Bedarf ausgewählt werden. Eine 100-Watt-Lampe verbraucht um 2/3 mehr Strom als eine 60-Watt-Lampe. Ein häufiges Ein- und Ausschalten verkürzt die Lebensdauer, so dass sich ein Abschalten nur lohnt, wenn länger als 10 Minuten kein Licht gebraucht wird. Leuchtstofflampen sind dann besonders vorteilhaft, wenn Licht über einen längeren Zeitraum zur Verfügung stehen soll. Sie verbrauchen bei gleicher Lichtausbeute etwa 2/3 weniger Strom als herkömmliche Glühlampen. Leuchtstofflampen sind auch in Formen erhältlich, die in Glühlampenfassungen passen. Sie sollten nur abgeschaltet werden, wenn sie mindestens 15 Minuten nicht mehr gebraucht werden, da jede Schaltung die Lebensdauer um etwa 3 Stunden verkürzt. Trotzdem halten sie wesentlich länger als Glühlampen. Dafür sind sie teurer, aber sie amortisieren sich bald.