Amerikanische Kühlschränke: Warum sie so beliebt sind

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Vor etwa zwanzig Jahren wurden die typisch amerikanischen Kühlschränke langsam auch bei uns populär. Obwohl es in den USA natürlich auch die in Europa bekanntere, klassische Bauweise gibt, haben sich dort die prägnanten Modelle mit Doppelflügeltür und Wasser-, bzw. Eiswürfelspender in vielen Haushalten durchgesetzt. Auch in deutschen Elektromärkten findet man inzwischen dieses Konzept bei Kühlschränken, wobei sie sich bei den Funktionen und im Preis aber erheblich unterscheiden können.

Volle Standhöhe nutzbar

Das auffallendste Merkmal sind die erwähnten Flügeltüren, wodurch der Kühlschrank zwar nicht in der gesamten Breite, aber dafür in der ganzen Standhöhe nutzbar ist. Gleiches gilt für das (meist auf der linken Seite befindliche) Gefrierteil. Im Vergleich zur klassischen Kühltruhe hat man hier etwas weniger Stauraum, doch das ist bei den europäischen, übereinander montierten Kühl- und Gefrierkombinationen auch nicht wesentlich anders. Der Hauptunterschied besteht eben in der vertikalen Ausrichtung. So benötigt ein amerikanischer Kühlschrank in der Breite dann etwas mehr Standfläche als ein deutsches Standard-Gerät

Eiswürfel auf Knopfdruck

Das Gimmick, welches die meisten Nutzer amerikanischer Kühlschränke wirklich fasziniert, ist aber natürlich der Wasser- oder Eiswürfelspender. Viele Modelle vereinen beide (oder noch mehr) Funktionen, andere besitzen nur eine davon. Besonders bei günstigeren Modellen wird oft übersehen, dass keine Eiswürfel herauskommen, sondern nur kaltes Wasser. Besitzt der Kühlschrank die Eiswürfel-Funktion, werden sie im Gerät automatisch produziert. Hierfür benötigen die meisten Modelle einen Frischwasseranschluss, was die Wahl des Standortes in so mancher Küche einschränkt oder die Verwendung eines amerikanischen Kühlschranks sogar ganz ausschließen kann. Für dieses Problem haben die Hersteller aber inzwischen auch Modelle im Programm, die ohne Wasseranschluss auskommen. Bei ihnen muss dann regelmäßig ein Vorratsbehälter mit frischem Wasser aufgefüllt werden. Das macht die Aufstellung natürlich einfacher, erhöht aber den „Wartungsbedarf“, da auf die Hygiene besonderer Wert gelegt werden muss. Verbraucherschützer empfehlen daher auch solche Geräte, die über eingebaute Wasserfilter verfügen, die zusätzliche Sicherheit bieten.

Ausstattungen unterscheiden sich

Die verschiedenen Ausstattungsmerkmale entscheiden mit über den Verkaufspreis. Hier gilt: Je mehr Komfort, desto teurer. Vor dem Kauf sollte also bedacht werden, welche Funktionen wirklich benötigt werden und ob ein Wasseranschluss notwendig ist. Viele höherwertige Modelle verfügen zudem über eine Art „Barfach“ in der Kühlschranktür. Das Öffnen der Tür ist bei jedem Kühlschrank gleichbedeutend mit einem Eindringen von Wärme. Je länger die Tür offen steht, desto mehr muss das Gerät anschließend wieder kühlen, was den Strombedarf erhöht. Die praktischen Klappfächer in den Türen ermöglichen hingegen eine Entnahme von Flaschen, Gemüse (oder was auch immer man in der Tür lagert), ohne dass gleich der gesamte Kühlschrankinhalt einen Wärmeschwall abbekommt. Das ist also nicht nur bequem, sondern spart auch bares Geld.

Energieverbrauch beachten

Überhaupt ist der Stromverbrauch bei allen modernen Kühlgeräten heute sehr viel geringer als noch vor einigen Jahren. Schon deshalb kann sich die Anschaffung eines neuen Kühlgerätes trotz hohen Anschaffungspreis unter Umständen rechnen, auch wenn das alte Gerät noch tadellos funktioniert. Über die Stromrechnung rentiert sich das Neugerät möglicherweise schon nach ein bis zwei Jahren. Dies gilt aber natürlich nur dann, wenn der alte Kühlschrank dann auch ausrangiert wird und nicht dauerhaft in der Kellerbar Strom frisst. Das Design der amerikanischen Kühlschränke ist aber sicher das Hauptargument für die meisten Käufer, die der typischen deutschen „weißen Ware“ einfach müde geworden sind.