Wohnung verkaufen – Darauf müssen Sie achten

Wohnung zu verkaufen

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In Zeiten günstiger Zinsen für Immobilienkredite wird es immer einfacher, in kurzer Zeit einen geeigneten Käufer für eine Eigentumswohnung zu finden. Die Zinsen sind insbesondere in den letzten 2 Jahren noch einmal zurückgegangen und haben damit in Deutschland ein Rekordtief erreicht. Aufgrund der niedrigen Finanzierungskosten vermochten Immobilienkäufer zuletzt auch höhere Kaufpreise zu zahlen. Vorausgesetzt, Sie fädeln den Verkauf richtig ein und können vor allem den Marktwert Ihrer Wohnung richtig einschätzen. Denn neben Kapitalanlegern werden sich auch ein Vielzahl Verbraucher für Ihre Wohnung interessieren, bei denen das finanzielle Budget für einen Wohnungskauf entscheidend ist. Viele Kaufinteressenten wollen sich durch den Kauf einer Immobilie aus den Zwängen eines Mietvertrages befreien und durch den Wohnungskauf zusätzlich auch etwas für ihre private Altersvorsorge tun. Deswegen ist es wichtig, dass Immobilienverkäufer gut vorbereitet sind und dem potentiellen Kaufinteressenten darlegen können, dass er als Wohnungskäufer zwar Finanzierungs-, Verwaltungs- und Instandhaltungskosten zu tragen hat, diese aber in Summe nicht höher sind, als die in der Vergangenheit gezahlte Miete.

Stellen Sie die Besonderheiten Ihrer Immobilie heraus

Wenn Sie Ihre Wohnung verkaufen möchten, müssen Sie damit rechnen, dass der Käufer viele Fragen hat zur Aufteilung zwischen Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum. Denn bei einem Wohnungsverkauf wird eben kein eigenes Haus verkauft, sondern lediglich eine Einheit. Und dem Käufer muss dabei klar sein, dass er lediglich eine Wohnung sein Eigen nennen darf. Unter Umständen sind mit dem Wohnungskauf aber auch bestimmte Sondernutzungsrechte verbunden. Wenn Sie beispielsweise einen fest zu Ihrer Wohnung zugewiesenen Parkplatz mit verkaufen oder einen ebenfalls fest der Wohnung zugewiesenen Kellerraum, dann kauft der Käufer auch ein entsprechendes Sondereigentum an der Garage oder dem Keller mit. Gleiches gilt für den Fall, dass Sie ein alleiniges Sondernutzungsrecht an einem Garten haben. Auch hier erwirbt der Käufer neben der Wohnung ein Sondereigentum an dem Garten. Es handelt sich dabei also um ein Recht, was ausschließlich der Käufer Ihrer Wohnung nutzen darf. Hat eine Wohnung keinen Garten oder Balkon kann es schnell zu Preisabschlägen kommen und es wird eventuell nicht der Kaufpreis erzielt, den Sie sich als Verkäufer vorgestellt haben.

Anders sieht es da beim Gemeinschaftseigentum aus. Hier haben alle Wohnungseigentümer der Anlage ein Recht zur gemeinschaftlichen Nutzung. Das kann die gemeinsam genutzte Waschküche sein. Das kann aber auch der Garten sein, der dann nicht einer Partei als Sondernutzungsrecht zugewiesen wurde, sondern dass jeder Wohnungseigentümer das Recht hat, den Garten zu nutzen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie die Nutzungsverhältnisse geregelt sind, reicht ein Blick in die Teilungserklärung.