So bekämpfen Sie Maulwurfshügel effektiv

Maulwürfe sind überaus fleißige Gesellen, die in nächtlicher Arbeit einen Hügel nach dem anderen auftürmen. Dabei graben sie nach und nach den gesamten Rasen um. Aus Sicht eines Gartenbesitzers geschieht das leider an den falschen Stellen. Außerdem möchte man es nicht zu einer Maulwurfsplage kommen lassen – aber Maulwürfe unterliegen in Deutschland dem Naturschutz. Töten oder verletzen darf man sie also nicht. Man kann lediglich den Versuch unternehmen, sie über Geräusche oder Gerüche zu vergraulen.

Warum buddeln Maulwürfe eigentlich?

Die Anwesenheit eines Maulwurfs ist ein Indiz dafür, dass es sich um fruchtbaren, gesunden Boden handelt. Maulwurfshügel entstehen, wenn die Erde nicht mehr bis in die Tiefe gefroren ist.

© petrabarz – Fotolia.com

Möglicherweise veranlassen Frühlingsgefühle den Maulwurf dazu, eifriger zu graben. Bevorzugt in der Paarungszeit wird das Revier durch neu angelegte Gangsysteme erweitert. Der Nachwuchs muss ja auch Platz haben. Das Tempo, in dem Maulwürfe ihre Gänge anlegen können, ist beeindruckend: Maximal sieben Meter legen sie jede Stunde zurück. Die Erde aus dem neuen Gang verlegen sie nachts an die Oberfläche. Mit Gift oder Fallen gegen Maulwürfe im Garten vorzugehen, ist eine Straftat. Was geht, sind ökologisch unbedenkliche Methoden. Maulwurfsperren oder Krachmacher können sich als wirksame Helfer erweisen. Maulwürfe lieben die Ruhe, Lärm verjagt sie. Mit Plastikflaschen, bei denen man den Boden abgetrennt hat, kann man kopfüber zehn Zentimeter tief in sämtliche Maulwurfshügel eindringen. Streicht der Wind über die offenen Flaschenwände, erzeugt er Töne, die die Maulwürfe nicht mögen. Derselben Methode bedienen sich im Handel erhältliche Maulwurfsbekämpfer, die Vibrationen erzeugen oder hohe Frequenztöne aussenden. Diese kosten allerdings einiges – vor allem, wenn man mehrere braucht.

Auch Gerüche sind Maulwürfen unangenehm

So blind wie sie sind, so geruchsempfindlich sind die überraschend kleinen Maulwürfe. Der Fachhandel bietet daher beduftete Lavasteine, Duft-Granulate oder mit Duftölen getränkte Stäbe als Maulwurfsvertreiber an. Auch hier ist der Preis beachtlich, zumal es billige Do-it-Yourself-Methoden gibt, die ebenso wirksam sind. Man muss nur Buttermilch und Molke in einem Gefäß über mehrere Tage in der Sonne gären lassen. Dann legt man einen Maulwurfsgang frei, den man neben dem Maulwurfshügel finden kann. Das gegorene Gebräu veranlasst die Maulwürfe, die Flucht zu ergreifen. Andere Gartenbesitzer haben es mit

– Jaucheeinspritzungen
– Zitrusöl-Präparaten
– Knoblauchmixturen
– oder stinkenden Heringsköpfen

versucht. Fakt ist, dass alle Methoden nur bedingt wirksam sind. Mancher Maulwurf bleibt trotzdem. Bei Vor- oder Kleingärten kann man den kompletten Rasen mit Kaninchendraht auslegen. Darüber kommt eine dünne Schicht Erde. Anschließend sät man Rasen aus. Diese Methode hindert Maulwürfe daran, ihre Hügel aufzutürmen. Der baldige Umzug in ein anderes Revier ist wahrscheinlich. Passiert das aber nicht, muss man sich wohl oder übel damit abfinden, dass fremde Gesellen den Garten umgraben. Pflanzen schädigen sie nicht. Maulwürfe lockern die Erde und ernähren sich von Würmern und Larven.