Aufsitzmäher – Ab wann lohnt sich ein Aufsitzmäher für das Eigenheim

Wer eine große Rasenfläche aber keinen Aufsitzrasenmäher hat, der kann die Besitzer eines solchen Gerätes sicherlich nur beneiden, denn was könnte schöner sein, als gemütlich im Sitzen den Rasen zu mähen? Der Kauf eines Aufsitzrasenmähers ist jedoch ein teures Vergnügen und will daher wohl überlegt sein. Denn ob die Anschaffung Sinn hat, hängt nicht nur von der Größe des Rasens ab, sondern auch von der Beschaffenheit und Bepflanzung des Grundstücks.

Auf den Garten kommt es an!

Eine Faustregel besagt, dass der Aufsitzrasenmäher sich ab einer Rasenfläche von 500 Quadratmetern zu lohnen beginnt. Die Größe des Grundstücks sagt aber nichts über die Arbeitsverhältnisse mit dem Rasenmäher aus! Aufsitzrasenmäher sind ein echter Gewinn, wenn es sich bei der Gartenbepflanzung um eine große und übersichtliche Rasenfläche handelt, die nicht von Beeten, Natursteinwegen und Sträuchern durchbrochen wird, kurz: Ein Fußballfeld ist für Aufsitzrasenmäherfans das perfekte Areal, um Freude an ihrem Mäher zu haben! Wie aber sieht es mit Familiengärten aus, in denen schattige Sitzplätze unter Bäumen neben dem Sandkasten der Kinder, dem aufstellbaren Pool und den Obststräuchern in friedlicher Koexistenz leben? Hier wird der Aufsitzrasenmäher eher zum Hindernis, denn je mehr Kanten es zu umrunden gilt, umso attraktiver wird ein kleiner und wendiger Elektrorasenmäher. Natürlich ist die Arbeit mit dem Elektrorasenmäher oder auch mit einem benzinbetriebenen Rasenmäher anstrengender als die Arbeit mit dem Aufsitzrasenmäher, je mehr „Kleinarbeit“ aber zusätzlich zum Mähen der eigentlichen Rasenfläche noch anfällt, umso eher lohnt sich ein kleinerer Rasenmäher mit einer geringeren Schnittbreite. Der Zeitaufwand für Schönheitskorrekturen mit dem Kantenschneider will auch bedacht sein, denn ein moderner Aufsitzrasenmäher reicht auch bei großer Wendigkeit nicht an alle Kanten heran und kann auch nicht die Grasflächen am Fuß von Baumstämmen oder unter dichten Gebüschen sauber mähen. Wer also einen Garten hat, der eher einer Streuobstwiese ähnelt oder von vielen kleinen Beeten durchzogen wird, der sollte sich für einen Rasenmäher im Handbetrieb entscheiden.

Der richtige Platz für den Aufsitzrasenmäher

Vor der Anschaffung eines Aufsitzrasenmähers sollten Gartenbesitzer sich auf jeden Fall auch Gedanken darüber machen, wo der Rasenmäher gelagert werden soll. Auch Aufsitzrasenmäher mit einer geringen Schnittbreite ab 55 cm passen längst nicht durch jede Schuppentür, der Mäher sollte aber immer trocken und sachgerecht gelagert werden. Wenn zusätzlich zum Kauf des Rasenmähers noch ein witterungsbeständiger Unterstand mit einer entsprechend breiten Tür gebaut werden muss, kann die Anschaffung alles in allem bei weit über 2000 Euro liegen. Wer aber über genug Platz in der Garage verfügt oder eine Scheune mit breitem Tor auf seinem Grundstück hat, sollte bei weitläufigen Rasenflächen nicht auf einen Aufsitzrasenmäher verzichten. Schnittbreiten von bis zu einem Meter sparen viel Zeit und der Aspekt der körperlichen Anstrengung beim wöchentlichen Rasenmähen in der Wachstumsperiode verringert sich erheblich.

Vor dem Kauf: Aufsitzrasenmäher testen!

Der Kauf eines Aufsitzrasenmähers soll eine langfristige Entscheidung sein, die schließlich auch einiges kostet. Es lohnt sich daher also, vorher zu prüfen, ob man mit diesem Gerät auch wirklich arbeiten möchte. Eine „Probefahrt“ wird zwar bei vielen Anbietern nicht möglich sein, vielleicht gibt es aber jemanden in der Nachbarschaft, der einen Aufsitzrasenmäher besitzt und ihn für eine Probefahrt im eigenen Garten verleihen kann. Denn nur so kann man als Gartenbesitzer wirklich beurteilen, wie groß die Arbeitserleichterung in der Praxis ist. Der Antrieb des Rasenmähers ist dabei ein wichtiger Aspekt. Aufsitzrasenmäher mit einem klassischen Schaltgetriebe sind schwerer zu bedienen als solche mit Hydrostat, dafür sind die Klassiker aber meist preisgünstiger. Vor dem Kauf sollte man sich auch überlegen, ob ein Aufsitzrasenmäher mit Mulchfunktion sinnvoll ist, denn wenn der Rasenschnitt beim Mähen direkt zu Mulch verarbeitet wird, kann er auf dem Rasen liegen bleiben und versorgt ihn so gleich mit den wichtigsten Nährstoffen.