Was Sie gegen Rückenschmerzen nach dem Aufstehen tun können

Eigentlich soll die Nacht der Entspannung dienen. Sie ist der Zeitraum des gesamten Tages, an dem wir uns um nichts zu kümmern brauchen. Einfach hinlegen, gemütlich machen, in das Reich der Träume versinken und dort Ruhe sowie Gelassenheit finden. Soweit jedenfalls das Wunschdenken. Doch die Realität sieht gänzlich anders aus: Immer mehr Menschen wachen morgens auf und fühlen sich keinesfalls ausgeruht. Stattdessen werden sie von Schmerzen und Verspannungen geplagt. Natürlich ist das eine denkbar schlechte Voraussetzung für einen gelungenen Start in den Tag. Allerdings ist es nicht immer ganz einfach, den Ursachen dafür auf den Grund zu gehen. Das freilich wäre nötig, um Besserung zu verschaffen. Denn wer nicht weiß, woher die Rückenschmerzen resultieren, der kann ihnen auch nicht vorbeugen. Meist beginnt nun also eine lange Suche. Es lohnt sich aber, einmal die wichtigsten Gründe für solche Leiden zu betrachten und zu überlegen, ob nicht einer davon auch im eigenen Falle der Auslöser sein kann.

Die falsche Matratze
Im Regelfall wird die Suche nicht allzu lange andauern müssen, da nicht selten die Matratze der Grund allen Übels ist. In manchen Fällen ist sie zu hart, in anderen zu weich. Oder aber sie kommt den anatomischen Besonderheiten des Körpers nicht in Gänze nach. Da werden die sechs oder sieben Stunden, die der Mensch pro Tag auf der Matratze verbringt, schnell einmal zur Tortur. Gegensteuern lässt sich diesem Problem nur durch den Kauf eines hochwertigen und vor allem auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmten Exemplares. Dabei sollte weniger auf die Kosten als auf die Gesundheit geschaut werden. Der Fachhandel bietet unterschiedliche Matratzen an, die nicht nur wohltuend für die Wirbelsäule sind, sondern den gesamten Körper entspannen. Wer hierbei die passende Wahl trifft, wird von Rückenleiden gewiss für lange Zeit verschont. Doch nicht vergessen, auch die Matratze sollte alle zehn Jahre ausgetauscht werden.

Die falsche Position beim Liegen
Ein anderer Grund liegt häufig in einem falschen Liegeverhalten. Etwa dann, wenn der Kopf auf einem allzu hohen Kissen schlummert und die Wirbelsäule dabei unnatürliche Verrenkungen bewerkstelligen muss. Hierbei gilt, dass der gesamte Körper möglichst ebenmäßig liegen sollte. Erhöhungen sind stets zu vermeiden. Lediglich ein solches Kissen wäre denkbar, das die normale Haltung des Kopfes ermöglicht und dabei auch die Wirbelsäule in ihrer gesunden Position belässt. Auch die falsche Wahl beim Kauf eines Kissens kann daher ein Auslöser der Rückenschmerzen sein. Doch finden viele Menschen nur dann zur Ruhe, wenn sie nicht normal und entspannt liegen, sondern sich erst selbst verspannen. So werden die Arme unter den Brustkorb gelegt, die Beine ineinander verschlungen und der gesamte Körper gekrümmt. Das mag kurzzeitig angenehm sein, kann gerade über die lange Dauer einer Nacht aber für Probleme sorgen. Wichtig ist es auch hier, auf solche Komplikationen zu verzichten.

Körperliche Entspannung vor dem Zubettgehen
Ein weiterer Auslöser für die Schmerzen kann eher bedingt mit dem Bett an sich zu tun haben: Viele Menschen legen sich hin, ohne sich zuvor entspannt zu haben. So werden die körperlichen Leiden mit in den Schlaf genommen. Etwa dann, wenn nach einem langen Tag im Büro die Schultern schmerzen. Oder wenn abends noch Sport getrieben wurde und die Muskeln bereits glühen. Das sind natürlich die denkbar falschen Voraussetzungen, um nachts die nötige Ruhe für den Schlaf zu finden. Auch das Bett ist kein geeigneter Ort, um Verspannungen loszuwerden. Stattdessen werden diese am Morgen deutlich verstärkt wahrgenommen. Entscheidend ist es somit, noch einmal die körperliche Entspannung zu suchen, ehe man sich abends in das Reich der Träume begibt. Schon kleine Lockerungsübungen lösen Blockaden und lassen die Muskeln wieder geschmeidig werden. Das ist übrigens auch eine gute Voraussetzung, um nächtliche Verrenkungen und Verwindungen des Körpers schadlos zu überstehen.

Nicht allzu viel trinken
Etwas unterschätzt ist folgender Grund, der in einigen Fällen die Rückenschmerzen verursacht: Wer am Abend viel trinkt, muss in der Nacht häufiger auf die Toilette. Viele Menschen entscheiden sich jedoch für die Bequemlichkeit und bleiben dennoch liegen. Allerdings wird hierbei schnell übersehen, dass sich die gefüllte Blase in solchen Fällen mit ihrer ganzen Last auf die Wirbelsäule legt. So kann es beim morgendlichen Aufstehen noch recht lange im Rücken schmerzen, auch wenn die Ursachen dafür nicht offensichtlich sind. Abhilfe schaffen kann man jedoch, indem man insbesondere kurz vor dem Zubettgehen nur noch wenige Mengen Flüssigkeit zu sich nimmt und die Blase anschließend entleert. Sollte diese sich in der Nacht bemerkbar machen, so ist der sofortige Gang zur Toilette in jedem Falle rückenschonender als das Warten auf den Morgen. Gründe für Rückenschmerzen gibt es somit viele. Ihnen allen kann jedoch vorgebeugt werden. Eine Besserung sollte sich stets nach wenigen Tagen einstellen.