Vor- und Nachteile von Wasserbetten

Da ein Wasserbett eine größere Anschaffung ist, sollte vor dem Kauf gut abgewogen werden, ob diese Form des Schlafens zu einem passt. Wohnen.de informiert Sie über Vor- und Nachteile, die das Schlafen auf Wasser mit sich bringt!

Der wohl größte Vorteil bei Wasserbetten ist das einzigartige, sehr komfortable Schlafgefühl – die meisten Leute, die sich für ein Wasserbett entscheiden, möchten es danach nicht mehr missen. Durch die verschiedenen Beruhigungsstufen des Wasserkerns ist es möglich, das Wasserbett perfekt an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Während ein sogenanntes „free flow“-Wasserbett komplett unberuhigt ist und einige Sekunden nachschaukelt, gibt es andere Modelle, die nur wenige Sekunden oder sogar gar nicht nachschwingen.
Nicht zu unterschätzen ist auch die Tatsache, dass Wasserbetten sich perfekt an den Körper anpassen und damit eine Wohltat für den Rücken sind. Paare, die befürchten, durch nächtliches Herumwälzen oder andere Bewegungen des Partners im Schlaf gestört zu werden, brauchen keine Angst zu haben: Wasserbetten gibt es auch mit geteilten Wasserkernen, so dass jede Betthälfte separat für sich steht. Dabei kann auch für jede Seite individuell die Beruhigungsstufe gewählt und die Wassertemperatur eingestellt werden. Stichwort Temperatur: Wasserbetten sind immer beheizt – ohne Heizung kann man nicht auf ihnen schlafen, da das kalte Wasser dem Körper enorm viel Wärme entzieht -, die Gradzahl lässt sich dabei je nach persönlicher Vorliebe stufenlos einstellen. Vor allem im Winter ist das Bett damit kuschlig-warm, wenn man unter die Decke schlüpft. Im Sommer wiederum ist es möglich, die Temperatur so weit herunter zu drehen, dass man ein wenig Kühlung hat.

Bei allen Vorteilen gibt es jedoch auch ein paar Nachteile, die vor dem Kauf bedacht sein wollen. Ein befülltes Wasserbett wiegt durchaus einige hundert Kilo – ist es einmal aufgebaut, kann es nicht mehr verschoben werden. Der Standort muss also gut überlegt sein – für Umräum-Freudige nicht ganz optimal. Statikprobleme können theoretisch ebenfalls ein Thema sein, auch wenn dies meist nicht der Fall ist. In Altbauten sollten Aufstellplatz und Gewichtsverteilung über den Sockel beziehungsweise das Podest dennoch geprüft werden.

Ein weiterer Nachteil sind zudem die laufenden Kosten des Wasserbetts: Abgesehen von den Wasserkosten für die mehrere hundert Liter umfassende Befüllung entstehen zudem Stromkosten durch die Beheizung. Diese halten sich zwar in überschaubaren Grenzen, sind jedoch trotzdem ein Punkt, der bei einem normalen Bett nicht anfällt. Zudem will das Wasserbett regelmäßig gepflegt werden: Wasser-Konditionierer, der regelmäßig eingefüllt werden muss, damit das Wasser nicht veralgt oder gar „umkippt“, und Vinylpflegemittel für die Wassermatratze kosten ebenfalls Geld. Zu bedenken ist auch der höhere Aufwand der Befüllung und gegebenenfalls Entleerung. Hierfür benötigt man eine spezielle Pumpe mit passendem Adapter, die gegen einen kleineren Betrag im Wasserbetten-Fachhandel ausgeliehen werden kann.

Wer übrigens Angst davor hat, dass im Fall der Fälle das Wasserbett ausläuft und das Schlafzimmer flutet, der muss zum Glück keinen solchen Nachteil fürchten: Die ohnehin sehr stabile Wassermatratze liegt gut geschützt in einer Sicherheitsfolie. Selbst wenn Wasser austritt, zum Beispiel durch ein kleines Loch oder eine kaputte Naht, landet dieses in der Sicherheitswanne und kann nicht austreten.