Staatlicher Zuschuss für private Solaranlagen

Immer mehr Menschen entscheiden sich in Deutschland für die Nutzung von Solarenergie auf dem eigenen Hausdach. Da dies auch einige Kosten mit sich bringt, sollte man genau nachrechnen, ob es sich für einen lohnt, für die Umwelt lohnt es sich auf jeden Fall. Die Kürzung der staatlichen Zuschüsse für private Solaranlagen hat allerdings der Entwicklung einen Dämpfer aufgesetzt. Immerhin wurde die vollständige Streichung der Zuschüsse für 2011 ausgesetzt. Weiterhin wird es auch zinsgünstige Kredite von der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW geben.
Es gibt verschiedene Förderungen für private Solaranlagen. Je nach Größe und Art der Solaranlage bemisst sich die Förderhöhe. Die zwei Möglichkeiten der direkten Nutzung der Sonnenenergie sind die Solarkollektoren, die die Strahlung der Sonne direkt in Wärme umwandelt und Photovoltaikanlagen, die elektrischen Strom produzieren. Anträge auf einen staatlicher Zuschuss für private Solaranlagen (nur Solarkollektoren zur Wärmeerzeugung) kann man beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen.
Dies gilt allerdings nur für bereits bestehende Gebäude, nicht für neu zu errichtende. Der Antrag muss unter anderem Angaben zum Typ des Gebäudes und des Solarmoduls machen. Wählen kann der Antragsteller zwischen einer Basis-, Bonus- oder Innovationsförderung.

Die Bonusförderung beinhaltet einen Solarpumpen- oder Effizienzbonus. Spätestens sechs Monaten nachdem die Solaranlage in Betrieb genommen wurde, sollte der Antrag eingereicht worden sein.
Die Förderung einer Solaranlage ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Dabei wird unterschieden, ob eine Anlage privat oder gewerblich genutzt wird. Bei letzterem muss der Antrag vor der Aufstellung der Solarmodule eingereicht werden.

Nach Angaben der BAFA (www.bafa.de) werden Solarkollektoren auf Bestandsgebäuden für folgende Anwendungsbereiche gefördert:
-zur Raumheizung
-zur kombinierten Raumheizung und Warmwasserbereitung
-zur Erzeugung von Prozesswärme
-zur Kälteerzeugung mit Solarenergie
-zur Erzeugung von Wärme die einem Wärmenetz zuführt werden soll

Zusätzlich zu den genannten staatlichen Zuschüssen, kann man über seine Hausbank einen Kreditantrag bei der KfW stellen, die auch ohne vorhandene Eigenmittel Kredite ausreicht. Unter der Bezeichnung „Erneuerbare Energien – Standard“ kann man den Kredit vor Beginn der Aufstellung der Anlage beantragen (www.kfw.de). Dies gilt auch für Photovoltaikanlagen.
Ist die Photovoltaikanlage ans Stromnetz angeschlossen, erhält man für den eingespeisten Solarstrom eine für 20 Jahre nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) garantierte Abnahmevergütung. Stattdessen kann man sich auch für eine Vergütung für den Eigenverbrauch des Solarstroms entscheiden.
Allerdings ist angeraten, sich bald für die Aufstellung einer Solaranlage zu entscheiden, da noch unklar ist, wie es mit der staatlichen Förderung ab 2012 weiter geht. Die Entscheidungen der Politik werden sehr stark davon abhängen, wie sich die Zahl der neu installierten Solaranlagen entwickelt. Die Nutzung von Solarstrom für den Eigenverbrauch, statt zur Einspeisung in das Stromnetz soll stärker angeregt werden, da der notwendige Netzausbau etwas weniger teuer wird.

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