Seniorengemeinschaften im Alter

Irgendwann kommen wir alle „ins Alter“ – jedenfalls, wenn unser Leben entsprechend verläuft. Allerdings machen sich nur die wenigsten Menschen in jungen Jahren nähere Gedanken über diese Zeit. Ähnlich sieht es aus, wenn es um die eigenen Eltern geht. Nicht ganz grundlos, denn immerhin gehört das Älterwerden zum Leben dazu – und das ist nicht erst seit gestern so. Im Gegensatz zu früheren Zeiten haben sich die familiären Strukturen der aktuellen und kommenden Generationen jedoch enorm gewandelt.

Wo früher meistens mindestens drei Kinder auf eine Familie kamen, sind es heute im Normalfall durchschnittlich zwei. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum es heute nur noch selten machbar ist, pflegebedürftige Senioren in den Kreis der eigenen Familie aufzunehmen. Doch was dann?

Seniorenwohngemeinschaften – mehr als nur eine Alternative

Die Alternativen sind aber eindeutig nicht nur das Pflegeheim oder ein regelmäßiger Pflegedienst vor Ort. Denn zum einen sind diese nicht immer finanziell tragbar. Zum anderen kommen diese aber auch nicht in jedem individuellen Personenfall infrage. Eine optimale Lösung könnte hier eine geeignete Seniorengemeinschaft, oft auch Seniorenwohngemeinschaft genannt, sein. Bei diesen handelt es sich, wie der Name es schon erahnen lässt, um genau eine solche. Jedoch gibt es enorme Unterschiede von Seniorenwohngemeinschaft zur Seniorenwohnung. Das liegt daran, das auch kein Mensch dem anderen gleicht. In seiner körperlichen und gesundheitlichen Verfassung ebenso wenig, wie in seinen Ansprüchen und Wünschen, die die Gemeinschaft betreffen könnten. Deshalb sind die Angebote und auch Möglichkeiten, die eine Seniorengemeinschaft mitbringen kann, sehr facettenreich und auch unterschiedlich. Sprich: Grundlegend sollte sich mit etwas Geduld für jeden Senioren die richtige Seniorengemeinschaft in der eigenen Stadt finden.

Nicht immer ist der Grund sich für einen Einzug in eine Seniorenwohngemeinschaft zu entscheiden jedoch ausschließlich der, dass man als älterer Mensch aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr allein in seinen eigenen vier Wänden bleiben kann. Ebenso wenig liegt es immer und ausschließlich an der fehlenden Verpflegung durch die Familie. Manchmal liegt es auch einfach nur daran, dass man als Senior nicht alleine leben möchte – aus welchen Gründen auch immer das der Fall sein mag. Die einen wünschen sich Gesellschaft, andere erhoffen sich hingegen neue Bekanntschaften und vielleicht sogar Freundschaften. Das alles kann einem eine Seniorengemeinschaft bieten – und noch vieles mehr.

Gemeinsam gegen hohe Kosten und die Einsamkeit im Alter

Es gibt also Seniorengemeinschaften, die sich ausschließlich um das gemeinschaftliche Wohnen drehen. Bei diesen leben mehrere Senioren in einer Wohnung und teilen sich alle anfallenden Kosten. Von den anfallenden Mietkosten über eventuelle Pflegekosten bis hin zu außergewöhnlichen Kosten wie die einer regelmäßigen Haushaltshilfe. Durch eine Wohngemeinschaft mit anderen Senioren kann man sich den Alltag im Alter also nicht nur ein wenig abwechslungsreicher gestalten, sondern oft auch sehr viel günstiger. Falls es gewünscht und auch gesundheitlich möglich ist, muss die Seniorengemeinschaft also keinesfalls einem Umzug in ein Heim gleichen. Zur Auswahl stehen dabei einzelne Wohnungen in vollkommen „gewöhnlichen“ Mehrfamilienhäusern, die gemeinsam von rüstigen Seniorengemeinschaften bewohnt werden. Aber es gibt ebenso spezielle Wohnhäuser, die ausschließlich aus mehreren Seniorenwohnungen bestehen.

Allerdings muss angemerkt werden, dass es hier ebenfalls geeignete Einrichtungen für sehr pflegebedürftige Menschen gibt. Diese weisen beispielsweise einen Wohnheimkomplex mit mehreren Seniorenwohngemeinschaften und einen hauseigenem Wach- und Pflegedienst vor. Dieser kümmert sich bei Bedarf auch um eine Rundum-Versorgung der Hausbewohner. In den meisten Fällen werden hier jedoch nur Senioren aufgenommen, die nur zu mehr oder weniger großen Teilen in ihrer Beweglichkeit und der Fähigkeit den Alltag zu bestreiten eingeschränkt sind. Der hauseigene Pflegedienst ist also eher zur Unterstützung und Erleichterung des Alltags da und soll Sicherheit für den Fall des Falles bieten. Das durch und durch Positive an diesen hauseigenen Diensten ist allerdings, dass die Kosten für diese bereits in der Miete enthalten sind – oft aber nur einen Bruchteil von dem darstellen, was ein gesondert bestellter Pflegedienst verlangen würde.