Wand verputzen

Wand verputzen

Sie haben sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllt und wollen nun den Innenraum ganz nach Ihren Herzenswünschen gestalten.
Doch bevor die gemusterte Tapete, die klassische Raufaser oder der bunte Anstrich an die Wand dürfen, ist eins unbedingt vorher zu tun: die Wand verputzen!

Von „Wand verputzen“ wird im allgemeinen gesprochen, wenn rohes Mauerwerk oder ein unebener Untergrund eine glatte Oberfläche bekommen sollen. Daneben erfüllt der Putz aber auch weitere wichtige Nutzenfunktionen. So entsteht durch ihn eine bessere Regulierung der Luftfeuchtigkeit, indem er Wasser aufnimmt oder abgibt, und er sorgt für eine größere Wärmedämmung.

Wer diese Arbeit selbst machen möchte, benötigt man vor allem Geduld und eine geübte Hand. Erwarten Sie also nicht, dass es beim ersten Versuch auch gleich perfekt gelingt.
Zunächst müssen Sie darauf achten, dass der Untergrund durchgetrocknet und frei von möglichst allem Staub und anderen Ablagerung ist. Offene Löcher oder Risse sind mit Spachtelmasse zu verschließen.
Besondere Untergründe, wie beispielsweise Betonflächen, Vliestapeten oder Trockenbauplatten müssen mit einer Grundierung vorbehandelt werden. Diese Grundierung muss vollkommen ausgetrocknet sein, bevor weitergearbeitet werden kann.
Der Putz wird mit kaltem Wasser in einem Eimer angerührt. Dabei streuen Sie kleine Mengen nach und nach in das Wasser ein und verrühren die Masse gleichzeitig. Bevor man die Wand verputzen kann, muss der Putz eine Weile (ca. 30 Minuten) quellen und nochmals kräftig umgerührt werden.
Für das Verarbeiten des Putzes an der Wand, nehmen Sie am besten eine Glattkelle.
Überstände werden mit einem Flächenschaber gleichmäßig verteilt.

Mittlerweile wird der Putz aber nicht nur als Untergrund genutzt. Auch dekorative Wandgestaltungen sind damit möglich. Eingefärbt kann er eine pflegeleichte Alternative zu Tapeten darstellen.

Tipp: Nach vielen Schichten Tapete oder häufigen Anstrichen macht es häufig Sinn, diese vorerst abzulösen. Denn es könnte passieren, dass bei einer weiteren Schicht sich die komplette Tapete ablöst. Dies ist äußerst unschön und ruft hinterher mehr Arbeit hervor als das einmalige Ablösen.