1×1 der Terrassenbeläge

Materialien zum Bau einer Terrasse - Infos und Details im 1x1 der Terrassenbeläge im Wohnen.de Magazin online.

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Beim Bodenbelag für die Terrasse gibt es heutzutage eine große Vielzahl an Möglichkeiten, so dass die Entscheidung schwer fallen kann. Im Wohnen.de Magazin stellen wir Ihnen in unserem Artikel zum 1×1 der Terrassenbeläge die wichtigsten Materialien vor und informieren über alle wichtigen Vor- und Nachteile. Selbstverständlich eignen sich diese Materialien auch als Bodenbelag für den Balkon.

 

 

 

 

Die meisten Menschen legen beim Terrassenbelag Wert darauf, dass dieser ein möglichst natürliches Erscheinungsbild aufweist und sich durch eine lange Haltbarkeit auszeichnet. Einer hohen Beliebtheit erfreuen sich deshalb die so genannten Tropenhölzer zu denen das Bangkirai gehört. Diese Hölzer sind sehr dauerhaft und benötigen beispielsweise im Vergleich zu heimischen Hölzern wie Eiche oder Lärche relativ wenig Pflege. Einen ebenfalls nur geringen Pflegeaufwand bei einer ebenfalls sehr langen Haltbarkeit versprechen die Produzenten von Terrassenbelägen aus Holz-Kunstoff-Verbindungen wie zum Beispiel WPC. Zu den Klassikern bei den haltbaren Terrassenbelägen gehören außerdem Naturstein, Betonstein und Klinker.

Terrassendielen aus einheimischen Hölzern

Niedrigere Preise oder ein besseres ökologisches Gewissen tragen ihren Teil dazu bei, dass bei den Terrassenhölzern auch oft auf Holz aus heimischem Anbau zurückgegriffen wird. Einige der beliebtesten heimischen Hölzer für den Terrassenbau im Kurzportrait:

  • Kiefer KDI
    Kesseldruckimprägniertes (KDI) Kiefernholz ist mit einem Preis ab ca. 3,00€ pro Laufmeter eine sehr günstige Lösung als Bodenbelag für Balkon oder Terrasse. Beim Kesseldruckimprägnieren wird ein chemisches Imprägniermittel unter hohem Druck in das Holz gepresst, um die Haltbarkeit des Holzes zu erhöhen. In Abhängigkeit von der Imprägnierung erreicht das sonst eher weniger lange haltbare Kiefernholz eine Dauerhaftigkeitsklasse von 2 bis 3 (1 ist sehr dauerhaft bis 5 nicht dauerhaft). Kiefer KDI eignet sich nicht für den unmittelbaren Kontakt mit dem Erdreich. Dielen aus Kiefer KDI sollten einmal jährlich mit einem geeigneten Holzöl behandelt und ggf. entgraut werden.
  • Douglasie
    Douglasienholz hat einen DK-Wert (Dauerhaftigkeitsklasse) von 3 und ist damit relativ gut haltbar. Es ist verhältnismäßig fest, widerstandsfähig und zeichnet sich durch eine natürliche Resistenz gegen Fäulnis und Pilze aus. Die Bearbeitung von Douglasie ist einfach. Erdkontakt sollte bei der Verlegung von Douglasienholz als Terrasse vermieden werden. Zur Farbpflege empfiehlt sich wie bei der Kiefer KDI der Einsatz von Holzöl einmal pro Jahr. Darüber hinaus kann auch die Verwendung eines Entgrauers sinnvoll sein. Preislich ist ein Laufmeter Douglasienholz für die Terrasse ab ca. 4,00€ im Handel erhältlich.
  • Lärche
    Die Lärche ist in ihren Eigenschaften der Douglasie sehr ähnlich. Sie weist ebenfalls einen DK-Wert von 3 auf, wobei sibirische Lärche mit einem Wert von 2 bis 3 etwas haltbarer ist. Auch Lärchenholz lässt sich sehr einfach bearbeiten und ist von Natur aus resistent gegenüber Pilzen und Fäulnis. Direkter Erdkontakt sollte auch bei Lärchendielen nicht vorliegen. Es kann bei Lärche zur Bildung von Rissen kommen. Zur Pflege empfiehlt sich jährliches Ölen für den Farberhalt ggf. gepaart mit Maßnahmen zum Entgrauen. Einen Laufmeter Lärchenholz können Sie ab ca. 4,00€ erwerben.
  • Robinie – auch Akazie, Scheinakazie
    Robinienholz ist mit einem DK-Wert von 1-2 überaus haltbar und besticht auch sonst durch eine Vielzahl wertvoller Eigenschaften: Das Holz ist sehr hart, witterungsfest und natürlich resistent gegen Insekten und Pilze. Es hat allerdings auch ein sehr hohes Gewicht und besitzt eine Neigung zum Reißen und Werfen. Robiniendielen für die Terrasse sind auch weniger häufiger im Handel zu finden als andere Dielen aus anderen Hölzern. Um einem Vergrauen vorzubeugen können Sie das Robinienholz einmal im Jahr ölen. Ansonsten ist keine Pflege nötig. Für einen Laufmeter Robinie verlangt der Handel einen Preis ab ca. 8,00€ bis 10,00€.
  • Eiche
    Die Eiche ist bekannt für ihre vielen positiven Eigenschaften. Im Terrassenbau überzeugt sie mit einem DK-Wert von 2 – also einer guten Haltbarkeit sowie ihrer Witterungsbeständigkeit und ihren guten statischen Eigenschaften. Eichendielen können nach dem Verlegen anfangs ausbluten (Austreten der Holzinhaltsstoffe). Setzen Sie zur Pflege einen Entgrauer ein, falls dieses notwendig sein sollte und ölen Sie das Holz einmal jährlich mit einem geeigneten Holzöl. Die Preise für einen Laufmeter Eichenholz fangen ab ca. 8,00€ bis 13,00€ an.


Tropenhölzer als Belag für Terrasse oder Balkon

Wie eingangs erwähnt, gehört eine besonderes lange Haltbarkeit zu den herausragenden Eigenschaften der Tropenhölzer. Daneben bieten die Hölzer ein attraktives Erscheinungsbild und verlangen keine intensive Pflege, weshalb sie zur Herstellung von Terrassendielen nahezu ideal sind. Zu den Tropenhölzern gehören unter anderem Cumaru, Bangkirai, Ipe, Bilinga, Massaranduba und Walaba.

Im Außeneinsatz vergraut Tropenholz mit der Zeit. Um die intensive Farbe zu erhalten, empfiehlt sich der Einsatz von speziellem Holzöl.

 

Tropenholz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern
Beim Kauf von Tropenholz sollten Sie unbedingt auf seine Herkunft achten. Das Holz sollte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen, was Sie unter anderem am FSC- oder PEFC-Siegel erkennen können.

Das FSC Siegel weist aus Tropenholz aus nachhaltigem Anbau hin.FSC steht als Abkürzung für Forest Stewardship Council. Dabei handelt es sich um eine unabhängige, gemeinnützige Nicht-Regierungsorganisation, die im Jahr 1993 in Brasilien gegründet wurde. Die Zielsetzung des FSC besteht in der Förderung einer ökologisch angepassten, sozial förderlichen sowie wirtschaftlich rentablen Bewirtschaftung der Wälder weltweit.

Weitere Informationen: FSC Deutschland


 

PEFC-Siegel für Tropenholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft.PEFC steht als Abkürzung für Pan European Forest Certification. Die PEFC ist die größte Instutition zur Gewährleistung und Vermarktung einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder durch ein unabhängiges System zur Zertifizierung. Bei Holz und Holzprodukten, die das PEFC-Siegel tragen, können Sie sicher sein, dass diese nachweislich aus einer ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltigen Forstwirtschaft stammen.

Weitere Informationen: PEFC


Die Siegel von FSC und PEFC finden übrigens nicht nur für Tropenholz Verwendung, sondern sind auch bei den anderen Terrassenhölzern wie Douglasie, Lärche, Robinie oder Eiche im Einsatz. Auch beim Erwerb von Terrassendielen mit einheimischer oder europäischer Herkunft sollten Sie deshalb auf das Vorhandensein von einem der Siegel achten.

Um die illegale Abholzung der Tropenwälder zu stoppen, gibt es seit 2013 ein EU-weites Verkaufsverbot für Tropenhölzer, die nicht zertifiziert sind. Jeder Händler, der Holzprodukte innerhalb der EU erstmals auf den Markt bringt, muss den Nachweis erbringen, dass deren Herkunft legal ist (hier nachzulesen).


Beliebte Tropenhölzer für die Herstellung von Terrassendielen im Kurzportrait:

  • Bangkirai – manchmal auch Bankirai geschrieben
    Ursprünglich stammt das wetterfeste Hartholz Bankirai aus Tropenwäldern in Sumatra, Borneo oder Thailand. Mittlerweile wird das Holz aber auch in anderen Ländern Südasiens zur Holzerzeugung angebaut. Neben Bangkirai wird das Holz auch als Yellow Balau bezeichnet. Bangkirai besitzt mit DK2 den zweitbesten Wert innerhalb der Dauerfestigkeitsklassen. Es ist hochfest, besitzt sehr gute statische Eigenschaften und kann auch mit direktem Erdkontakt verlegt werden. Nach dem Verlegen kann es bei Bangkirai zu einem Ausbluten kommen. Als weitere nachteilige Aspekte sind bei Bangkirai eine mögliche Riss- oder Splitterbildung zu nennen. Eine großartige Pflege ist bei Bangkirai nicht erforderlich. Sie können das Holz mit Öl behandeln, um die Farbgebung zu erhalten. Der Preis für einen laufenden Meter Bangkirai fängt bei ca. 13,00€ an.
  • Walaba
    Walaba ist ein Holz, das von Bäumen aus einem Stausee in Surinam (Südamerika) gewonnen wird. Da die Bäume des überfluteten Regenwaldes im Wasser stehen, erfolgt die „Ernte“ vom Boot aus – unter Wasser. Zu den Merkmalen dieses Tropenholzes gehört ein sehr geringes Schwind- und Quellverhalten. Darüber hinaus ist das Holz mit einem DK1 noch haltbarer als Bangkirai und zudem resistent gegen Fäule. Es besitzt einen sehr hohen Öl-/Harzgehalt, weshalb nach der Verlegung zunächst ein sehr intensiver Eigengeruch des Holzes in Erscheinung tritt. Sie können das Holz zum Farberhalt ölen, weitere Pflegemaßnahmen sind nicht nötig. Dielen aus Walaba-Holz sind ab ca. 10,00€/lfm im Handel erhältlich.
  • Massaranduba
    Das natürliche Verbreitungsgebiet der Massaranduba-Bäume liegt im nördlichen Südamerika. Zu den besonderen Vorzügen dieses Tropenholzes gehören eine ausgesprochene Härte, Haltbarkeit und Witterungsbeständigkeit. Massaranduba íst wie Walaba in die Dauerfestigkeitsklasse DK1 (sehr dauerhaft) einzuordnen. Es ist keine Pflege notwendig. Um ein Ergrauen zu vermeiden, empfiehlt sich einmal im Jahr die Behandlung mit einem speziellen Holzöl. Massaranduba-Dielen können ab einem Preis von ca. 8,00€ für einen laufenden Meter erworben werden.
  • Bilinga
    Das aus Afrika stammende Bilinga-Holz weist die höchste Dauerhaftigkeit (ebenfalls DK1) auf, ist sehr fest und bietet sehr gute statische Eigenschaften. Das von Natur aus honiggelb gefärbte Holz ist außerdem verzugsarm und lässt sich einfach bearbeiten. Wie Bangkirai ist auch bei Bilinga ein direkter Erdkontakt möglich. Um die attraktive Farbgebung zu erhalten, sollten die Dielen einmal jährlich mit Spezialöl geölt werden. Weitere Maßnahmen zur Pflege müssen Sie nicht durchführen. Der Laufmeter-Preis für Dielen aus Bilinga-Holz fängt bei ca. 9,00€ bis 10,00€ an.


Terrassendielen aus besonderen Hölzern

Neben den bekannten Terrassendielen aus heimischen Hölzern sowie aus Tropenhölzern, sind im Handel eine Reihe an Terrassenbelägen erhältlich, welche aus speziellen Hölzern bzw. speziell behandelten Hölzern gefertigt sind. Einige der wichtigsten Produkte aus diesem Bereich stellen wir Ihnen hier im Kurzportrait vor:

  • Bambus
    Bambus ist kein Baum, sondern ein Gras. Es wird unter anderem in China kommerziell in Wäldern angebaut. Die Ernte der Bambusstangen erfolgt nach etwa fünf bis sieben Jahren. Insgesamt ist die Nutzung von Bambus zur Herstellung von Terrassendielen und anderen Holzprodukten sehr nachhaltig, weil sich Bambus durch ein äußerst schnelles Wachstum auszeichnet. Bambus wird in einem Spezialverfahren behandelt und verpresst, wodurch es langlebig, wetterfest und formstabil wird. Es ist sehr hart. Im Handel werden unter anderem Bambusdielen mit einem DK-Wert von 1 (sehr dauerhaft) angeboten. Pflegemaßnahmen sind bei Bambus nicht zwingend erforderlich. Es gibt jedoch ein spezielles Öl, welches für zusätzlichen Schutz und eine nochmals verbesserte Haltbarkeit eingesetzt werden kann. Preislich ist der Laufmeter Bambusdiele ab ca. 12,00€ erhältlich.
  • Thermoholz / Thermowood
    Thermoholz bzw. Thermowood ist Holz, welches durch ein spezielles Verfahren haltbarer gemacht wird. Das Holz wird dabei physikalisch umgewandelt, was während eines mehrtägigen Prozesses geschieht, bei dem das Holz Temperaturen von etwa 160°C bis 210°C und Wasserdampf ausgesetzt wird. Ohne den Einsatz von Chemie wird so Einfluss auf die Holzstruktur genommen, da Harze und andere Inhaltsstoffe aus dem Holz gelöst und entfernt werden. Im Ergebnis ist das derartig mit Hitze behandelte Holz widerstandsfähig gegen Pilzbefall und Fäulnis. Zusätzlich ist auch die Wasseraufnahmefähigkeit des Holzes deutlich herabgesetzt, was wiederum das Risiko für ein Reißen oder Quellen des Holzes reduziert. Thermoholz ist allerdings auch weniger statisch belastbar, weshalb es sich nicht für den Einsatz als Unterkonstruktion eignet. Um den Farbton des Thermoholzes zu erhalten, empfiehlt sich eine regelmäßige Reinigung und ein Ölen der Dielen, ansonsten neigt Thermoholz zum Vergrauen. Zur Herstellung von Thermoholz kommen vielfach Kiefer und Esche zum Einsatz. Diese werden dann im Handel entsprechend als Thermokiefer bzw. Thermoesche für einen Laufmeterpreis ab ca. 6,00€ bis 7,00€ angeboten.
  • Dauerholz – Markenname
    Terrassendielen, die unter dem Markennamen Dauerholz angeboten werden, wurden in einem Spezialverfahren aus heimischem Kiefernholz hergestellt. Der Kiefernstamm wird bei komplett bis zum Kern mit Wachs bzw. einer Wachslösung getränkt. Das Wachs erfüllt in den Holzzellen eine schützende „Panzerwirkung“ gegen Pilze, Parasiten und Feuchtigkeit. Dauerholz ist selbst dann noch gut geschützt, wenn es mit den Jahren Risse bekommen sollte. Die Wachsbehandlung nimmt keinen Einfluss auf Optik und Stabilität des Kiefernholzes. Das Gewicht nimmt jedoch um 30% zu. Für den Einsatz als Terrassendiele eignet sich Dauerholz ideal, weil es in der Regel äußerst langlebig und belastbar ist. Dauerholz muss generell nicht unbedingt gepflegt werden, um einem Vergrauen vorzubeugen, gibt es allerdings ein Spezialöl. Der Preis für einen Laufmeter Dauerholz beginnt ab ca. 9,00€ bis 12,00€.
  • Kebony – Markenname
    Der Markenname Kebony beschreibt Terrassendielen, welche in Norwegen aus dort heimischen Kiefernarten in einem aufwändigen Veredelungsverfahren, das als Kebonierung bezeichnet wird, hergestellt wird. Das Kiefernholz wird im Rahmen der Kebonierung mit einem Bioalkohol, welcher aus pflanzlichen Reststoffen gewonnen wird, behandelt. Der Alkohol schließt die Holzporen ein. Durch Zufuhr von Hitze kommt es zu einer Reaktion von Bioalkohol und Holz, wodurch es einen Schutz vor eindringendem Wasser, schädlichen Insekten und Fäulnis verursachenden Pilzen erhält. In der Holzqualität kann Kebony ungefähr mit Teak gleich gesetzt werden. Das sehr haltbare, dauerhafte Kebony braucht keine besonderen Pflegemaßnahmen. Eine einfache Reinigung reicht aus. Für einen Laufmeter Kebony müssen Sie mit einem Preis ab ca. 14,50€ rechnen.


Terrassenbeläge aus Verbundstoffen (Composites)

Seit einigen Jahren erfreuen sich Terrassenbeläge aus Verbundstoffen (Composites) einer großen Beliebtheit. Besser bekannt sind die als haltbar, pflegeleicht und barfußfreundlich angebotenen Produkte als WPC, BPC oder auch Resysta. Es handelt sich stets um Verbindungen aus Kunststoffen mit anderen Materialien wie recyceltem Holz im Falle von WPC, Bambus im Falle von BPC und Reishülsen im Falle von Resysta. Die endgültige Farbgebung der Terrassenbeläge aus Verbundstoffen zeigt sich erst einige Monate nach der Verlegung, da sich die Farbe im Laufe der Zeit durch die Witterungseinflüsse in der Regel noch leicht verändert.

  • WPC – Wood Plastic Composite
    WPC steht als Abkürzung für Wood Plastic Composite. Das moderne Verbundmaterial aus Altholz mit Kunststoff zeichnet sich durch Nachhaltigkeit und eine lange Haltbarkeit aus. Es ist mit einer naturähnlichen Maserung in vielen verschiedenen Farbgebungen erhältlich. Die astfreien Dielen splittern nicht und werden in Form von Hohldielen und Massivdielen angeboten. Ein Ausbleichen ist generell möglich. Zur Reinigung sollte Wasser verwendet werden. Waschen Sie Flecken direkt ab. Wird WPC unter einer Überdachung verlegt, kann eine Ölbehandlung sinnvoll sein. Die Preise für den Laufmeter WPC schwanken sehr stark. Hier müssen Sie mit einem Preis von etwa 9,00€/lfm bis etwa 26,00€/lfm rechnen.

 

Geprüfte Qualität bei WPC

Prüfsiegel für Terrassenbelag WPCIm Handel sind WPC-Produkte von diversen Herstellern in unterschiedlichen Preisklassen erhältlich. Für den Laien ist die Beurteilung der Qualität kaum möglich. Hilfestellung bietet die in Gießen ansässige Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe e.V., die als behördlich anerkannte Zertifzierungsstelle das Qualitätszeichen Holzwerkstoffe vergibt. Zur Qualitätsbeurteilung von WPC hat die Qualitätsgemeinschaft strenge Prüfbestimmungen festgelegt. Getestet werden unter anderem die Belastbarkeit, die Rutschfestigkeit oder die Witterungsbeständigkeit.

Weitere Informationen: Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe e.V.

 

  • BPC – Bambus Plastic Composite
    BPC steht als Abkürzung für Bambus Plastic Composite. Für die Hestellung von BPC wird nachhaltiges Ausgangsmaterial in Form von Bambus und aus recyceltem gewonnenen Polymer verwendet. BPC ist dauerhaft, wetterfest und resistent gegen Pilze. Darüber hinaus ist das pflegeleichte Bambus Plastic Composite wasserabweisend, splitterfrei und es reißt nicht. Wie beim WPC haben Sie auch beim BPC die Wahl zwischen massiven Dielen und Dielen mit Hohlkammern. Zur Reinigung von BPC-Dielen können Sie einen handelsüblichen Reiniger einsetzen. Flecken sollten Sie direkt beseitigen. BPC-Dielen sind ab etwa 8,00€/lfm bis 13,00€/lfm erhältlich.
  • Resysta
    Bei den Terrassendielen aus Resysta besteht das Material zum größten Teil aus Reishülsen. Das Verbundmaterial Resysta zeichnet sich durch Witterungsbeständigkeit und Rutschfestigkeit aus. Resysta quillt nicht, reißt nicht und ist zudem splitterfrei. Terrassendielen aus Resysta werden mit einer schützenden Lasur versehen, die ebenfalls Einfluss auf die Farbgebung nimmt, so dass viele Farben zur Wahl stehen. Zur Reinigung der Dielen können Sie einfach Wasser oder Seifenlauge verwenden. Wie bei WPC oder BPC sollten Sie Flecken auch bei Dielen aus Resysta unmittelbar nach dem Auftreten entfernen. Der Preis für einen Laufmeter Resysta liegt bei etwa 14,00€ bis 21,00€.

Flexibler Bodenbelag mit Klick-Effekt
Schnell und einfach: Klick-Fliesen für den Balkon oder den Bau einer Terrasse im Garten.

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Wenn Sie in einer Mietwohnung oder einem gemieteten Haus wohnen, werden Sie nicht unbedingt eine größere Summe investieren wollen, um den vorhandenen unschönen Belag auf dem Balkon oder die in die Jahre gekommene Terrasse im Garten auf Vordermann zu bringen und dieses bei einem eventuellen Auszug als „Verlust“ zu verbuchen. Ebenso kann es sein, dass Sie sich noch nicht ganz darüber im Klaren sind, wie Sie Ihren Garten mittelfristig gestalten wollen, was die Festlegung auf einen kostspieligen Belag für die Terrasse noch schwieriger macht.

Eine sehr gute Lösung in diesen und anderen Fällen sind die so genannten Klick-Fliesen. Voraussetzung für das Verlegen von Klick-Fliesen ist ein gerader, tragfähiger Untergrund, weshalb sie ideal für die Verlegung auf einem vorhandenen Belag aus z. B. Platten, Fliesen oder Beton geeignet sind. Eine Unterkronstruktion muss für eine Terrasse oder einen Balkon mit Klick-Fliesen nicht erstellt werden. Da die Fliesen über Steckverbindungen verfügen, lassen sie sich einfach per „Klick“ zusammenfügen, so dass kein Bohren und Schrauben notwendig ist. Falls Sie ausziehen oder Ihnen der Klick-Fliesen-Belag nicht mehr gefällt, können Sie die Fliesen einfach aufnehmen und so rückstandslos entfernen.
Klick-Fliesen gibt es mittlweile nicht nur mit verschiedenen Hölzern „belegt“, sondern auch mit Verbundstoffen wie WPC, Stein oder Kunstrasen. Sie haben also auch hinsichtlich des Materials eine sehr hohe Flexiblität und können so anhand Ihrer persönlichen Vorlieben entscheiden.


Terrassenbeläge aus Stein

Naturstein, Betonstein oder Klinker als Belag für Terrasse und Balkon.

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Eine lange Haltbarkeit sowie eine einfache Reinigung zeichnen generell die Terrassenbeläge aus Stein aus. Im Gegensatz zu Holz muss bei einer Steinterrasse kein „Gammeln“ befürchtet werden. Für eine gelungene Terrasse mit Steinbelag kommt es vor allem auf eine solide Unterkonstruktion bzw. einen akribisch vorbereiteten Untergrund mit entsprechender Verdichtung an, da die größte Gefahr in einem Absacken der Steine besteht.

Hinsichtlich Material, Formen, Formaten, Größen und Optik gibt es zwischen den verschiedenen Produkten jedoch eine enorme Bandbreite, wodurch passende Lösungen für jeden Geschmack und Geldbeutel geboten werden. Von großformatigen Platten über Steine in Fliesenoptik oder im Bahnschwellen- bzw. Holzdesign bis hin zum Kleinformat reicht die Auswahl. Werden verschieden große Steine kombiniert, lassen sich auch ausgefallenere Verlegemuster realisieren, um eine speziellere Wirkung zu erzielen.

Steinbeläge für die Terrasse im Kurzportrait:

  • Natursteine
    Zu den Natursteinen gehören unter anderem Sandstein, Grauwacke, Basalt, Granit und Porphyr. Die Oberflächen von Naturstein werden unterschiedlich bearbeitet, so dass unter anderem sandgestrahlte, geschliffene oder gebrochene Varianten zur Wahl stehen. Naturstein ist meist eine der teuersten Lösungen für den Bau einer Steinterrasse. Sie können hier in Abhängigkeit vom gewählten Stein schnell zwischen 45,00€ und 80,00€ für den Quadratmeter (nur für die Anschaffung der Steine) ausgeben.
  • Klinker bzw. Pflasterklinker
    Pflasterklinker bestechen optisch durch einen ganz eigenen Charme. Sie werden aus gepressten Tonerden gebrannt und zeichnen sich durch Lichtechtheit sowie eine dauerhafte Farbbeständigkeit aus. In erster Linie sind Klinker für die Terrasse in diversen Braun- und Rottönen erhältlich. Im Laufe der Zeit entwickeln Pflasterklinker eine ganz eigene Patina, die ihren besonderen Charakter noch einmal unterstreicht. Einfache Pflasterklinker sind im Handel ab ca. 18,00€/m² zu bekommen. Für hochwertigere Tonbrandklinker müssen Sie mit etwa 35,00€/m² rechnen.
  • Betonsteine
    Für den möglichst preisgünstigen Bau einer Steinterrasse empfehlen sich robuste Betonsteine, welche in einfacher Ausführung ab ca. 8,00€/m² angeboten werden. Da es gerade in diesem Segment eine sehr große Auswahl an Produktvarianten gibt, können Sie aber für einen Steinbelag aus Betonsteinen auch durchaus bis zu 50,00€/m² und mehr ausgeben.